Neujahrsempfang der Stadt stand ganz im Zeichen des wiedergenesenen Oberbürgermeisters Sebastian Remelé

  Schweinfurt (el). Nach viermonatiger, krankheitsbedingter Pause kehrte Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé mit der traditionellen Neujahrsansprache zurück ins Amt. Der Empfang stand diesesmal ganz im Zeichen des Stadtoberhauptes. Und auch seine Ausführungen begann er mit einem Rückblick auf seine Krankheit, verbunden mit dem Dank an alle, die ihn dabei unterstützt hatten. Er hatte sich zwecks der Entfernung eines Tumors Ende September einer größeren Operation unterziehen müssen, der eine sechswöchige Strahlentherapie folgte und deren Nachwirkungen bis Ende 2017 andauerten.Beim Neujahrsempfang war dem Oberbürgermeister davon nichts mehr anzumerken. In jugendlicher Frische nahm er die Glückwünsche der rund 300 Anwesenden persönlich mit seiner Frau Monika entgegen. Auch im Hinblick auf seine Krankheit hob Remelé am Beginn seiner Ausführungen das hervorragende deutsche Gesundheitssystem hervor, das allen Menschen offen steht und das ohne Rücksicht auf Rang und Namen hervorragend arbeitet.
Remelés Dank ging aber auch an seine Stellvertreter im Amt, Sorya Lippert und Karl-Heinz Kauczock, die „ohne Möglichkeit der Vorbereitung mit der vollen Wucht des Amtes konfrontiert wurden“. Auch Büroleiterin Dr. Anna Barbara Keck habe ihrerseits dafür gesorgt, dass die Stadtverwaltung handlungsfähig blieb.
Entsprechend kurz fiel der Rückblick auf die Ereignisse des abgelaufenen Jahres aus. Da ist in erster Linie die Sperrung der Maxbrücke ins Auge gestochen, die aber keineswegs einen Zusammenbruch der innerstädtischen Verkehrs bedingte. Auch die Spitalstraße als einstige Hauptschlagader der Innenstadt kann sich nach sechsmonatigen Sanierungsarbeiten wieder erholen. Nicht ohne Süffisanz erwähnte der Oberbürgermeister, dass in dieser Zeit drei Gastronomische Betrieb eröffnet hätten. Natürlich gab es auch anderen Ortes Großbaustellen, was natürlich immer auch mit Mißmut und Verdruß begleitet sei. Die Stadt befindet sich aber in Aufbruchstimmung und in einem Erneuerungsprozess von dem die Bürger im Nachgang viele Jahrzehnte profitieren werden. Dabei soll die Innenstadt als Wohnquartier aufgewertet werden.
Neue Wohnungen werden auch im Zuge der Konversion entstehen. In Askren Manor soll quasi ein komplett neuer Stadtteil entstehen. In Yorktown Village werden im Februar 16 Baugrundstücke frei gegeben und für 60 weitere Bauplätze wird derzeit der Bebauungsplan erstellt. Der Freistaat hat erst in diesen Tagen 20.000 qm weitere Fläche auf dem Gelände der ehemaligen Ledward Barracks zur Erweiterung der Hochschule für angewandte Wissenschaften erworben. 30 Prozent des 26 ha großen Kasernengeländes stehen nun für die Neuausrichtung der Stadt Schweinfurt als Hochschulstandort zur Verfügung. Für einen Park der dort für die Allgemeinheit entstehen könnte hatte der OB auch schon einen Namensvorschlag: „Marie-Curie-Park.“ In diesem Zusammenhang warb Remelé auch für die Durchführung der Landesgartenschau 2016. Hier könnte der Rum enstetehen, in dem sich Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit begegnen.
Ein weiteres Projekt wird die Umgestaltung des Martin-Luther-Platzes sein, die einen weiteren Impuls zur Innenstadtbelebung setzen wird.
Überall werden somit neue Orte geschaffen, die dem großen Thema unserer Zeit eine Behausung bieten: Der Heimat. Von links verpönt, von rechts mißbraucht müsse man sich dieser neuen Herausforderung der Gegenwart stellen. Eine gerechte Definition sei schwer. In jedem Fall wolle Schweinfurt Heimat bieten. Diesem Ziel dienen alle Maßnahmen in irgend einer Weise. Remelé rechnet damit, dass dieses Thema noch viel Jahrzehnte beherrschend sein wird.
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