Neues Multifunktionsgerät für den Gemeindebauhof - Schonungen

Aufrüstung des gemeindlichen Fuhrparks Schonungen. (Foto: Carsten Wegner)
Organisationsgutachten und leistungsstarker Fuhrpark

Ohne Zweifel ist die Erwartungshaltung an den Bauhof in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Was früher selbstverständlich schien und ehrenamtlich geleistet wurde, fällt heute in den Aufgabenbereich der Gemeindeverwaltung und Bauhof. Nicht selten dauert die Anfahrt für den Bauhof länger, als die zu verrichtende Tätigkeit: Immer mehr Menschen greifen lieber nach dem Telefonhörer als nach dem Besen, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann. Überhaupt hat das Engagement durch Vereine spürbar abgenommen: Die Pflege von Beete, die Betreuung von Sitzbänke und Vogelhäuschen werden jetzt teilweise von der Gemeinde übernommen. Zunehmend Probleme bereiten ungepflegte private Flächen.

Während die Gemeinde immer mehr als Dienstleister wahrgenommen wird, sind die Anforderungen und Pflichtaufgaben gestiegen. Alleine 60 Kilometer Gemeindestraße, an die 90 Kilometer Kanal, fast 20 Spielplätze, 9 Friedhöfe, kilometerlange Radwege und Grünflächen müssen durch den Bauhof zu jeder Jahreszeit in Takt gehalten und betreut werden. Hecken- und Baumrückschnitte, Laubentsorgung, Mäharbeiten oder Räum- und Streudienst halten den Bauhof in Atem. Zusätzliche Flächen wie der Dorfanger, das Gewerbegebiet „Tiefer Graben“ in Schonungen oder das neu geschaffene Wohnquartier „Schonungens neue Mitte“ sorgen für zusätzlichen Personalaufwand.

Um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, hat der Gemeinderat nun ein Organisationsgutachten in Auftrag gegeben, um den Personalbedarf für die vielfältigen Aufgaben in der Gemeinde zu ermitteln. Gleichzeitig wurde die Ausstattung des Gemeindebauhofs deutlich verbessert. Für knapp 85.000 Euro wurde ein gebrauchtes Schmalspur Multifunktionsgerät mit der Typbezeichnung „Holder C270“ angeschafft.
Das Fahrzeug ist gespickt mit Technik und ist mit verschiedensten Anbaugeräten nutzbar. Zum Zubehör gehört beispielsweise ein Räumschild mit Streuautomat oder eine vollautomatische Kehrsaugmaschine.
Vergangenen Mittwoch wurde der „Holder“ von Bürgermeister Stefan Rottmann, zweiter Bürgermeister Jürgen Geist und Bauhofleiter Alfons Brahmann in Empfang genommen.

Gerade Jürgen Geist hat es sich seit Amtsantritt zur Aufgabe gemacht, den Bauhof bei der Organisation und Bewältigung der Aufgaben zu unterstützen. Auch die Anschaffung sinnvoller Gerätschaften, als Ersatz für veraltete Maschinen lag ihm am Herzen. Seit Sommer wurden verschiedene Vorführgeräte ausprobiert und Funktionen, Qualität und Preis verglichen, bis die Wahl schließlich auf das Holder-Fahrzeug gefallen ist. Die Gemeinderäte Alexander Nicklaus und Wolfgang Schuler haben sich ebenfalls für die Anschaffung stark gemacht und im Internet wirtschaftliche Angebote gefunden. (Fotos Carsten Wegner) Das Foto zeigt von links Baufhleiter Alfons Brahmann, 2. Bürgermeister Jürgen Geist, Bürgermeister Stefan Rottmann und Bauhofvorarbeiter Dieter Hümpfer.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.