Migration und Entwicklungspreis

„Die Schweinfurter Delegation nimmt den Preis entgegen“ – v. l. n. r. Frau Dolnaz Alhan (Jurymitglied), Gisela Ullrich, Günther Ullrich, Mathew Minto, Abdullah Al Rubaye, Angela Merz, Roland Merz, Gunther Beger (Ministerialdirektor vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), Matthias Kreß (Foto: Engagement Global/Tobias Vollmer)
Schweinfurt (mg). Die Stadt Schweinfurt hat beim Wettbewerb „Kommune bewegt Welt – Der Preis für herausragende kommunale Beispiele zu Migration und Entwicklung“ den dritten Platz in der Kategorie der mittelgroßen Städte mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern erreicht. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 € wurde am vergangenen Montag, 19. September, an eine Schweinfurter Delegation im historischen Rathaus zu Köln feierlich übergeben.Der Wettbewerb Kommune bewegt Welt wird alle zwei Jahre durchgeführt. Er ist ein Wettbewerb von „Engagement Global“ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, durchgeführt von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt. Schirmherr des Wettbewerbs ist Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, der im Vorfeld der Preisverleihung das hohe zivilgesellschaftliche Engagement in den Städten und Gemeinden hervorhob: „In der Entwicklungszusammenarbeit brauchen wir die aktive Mitarbeit der Menschen in den Kommunen. Viele Menschen engagieren sich; in Vereinen und Projekten, in Deutschland oder weltweit. So lernen wir voneinander, lernen einander besser kennen. Gerade die vielen Menschen mit Migrationshintergrund können hier Brücken bauen. Es geht darum, die Eine Welt, unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten. Auch die Preisträger in diesem Jahr zeigen, welche herausragenden Beispiele es dafür gibt“. Ministerialdirektor Gunther Beger vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, überreichte die Urkunden an die Gewinnerinnen und Gewinner. Die Vorsitzenden der unabhängigen Jury, Dilnaz Alhan und Saliou Gueye, überreichten symbolisch die Schecks. Zu den ausgezeichneten Projekten der Stadt Schweinfurt gehörte zum Beispiel ein Taschen-Projekt der Interkulturellen Maß- und Änderungsschneiderei. Bei diesem Projekt stellen Scheiderinnen und Schneider unter anderem aus Afghanistan, Ukraine und Äthiopien aus alten Kaffeeverpackungen neue Taschen her. Auch Projekte der Projektgruppe „Nachhaltigkeit“ der städtischen AGENDA 21 und Entwicklungsprojekte der Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Paul – Maximilian Kolbe in Bolivien, Pakistan und Tansania wurden bei der Bewertung der eingereichten Bewerbung positiv bewertet. Matthias Kreß, Integrationsbeauftragter der Stadt Schweinfurt, freute sich über den Preis: „Durch das Preisgeld können wir weitere entwicklungspolitische Projekte in Zusammenarbeit mit Migrantinnen und Migranten verwirklichen.“ Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer von Engagement Global, gratulierte den Gewinnerinnen und Gewinnern und hob in seiner Rede die Relevanz von entwicklungspolitischem Engagement insbesondere mit Blick auf die Agenda 2030 hervor: „Zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung auf lokaler Ebene sind die Kommunen besonders gefragt. Dafür brauchen sie die Expertise der Zivilgesellschaft und somit auch der migrantischen Akteurinnen und Akteure.“
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