Maisernte so gut wie abgeschlossen – Wetter machte den Pflanzen zu schaffen

Die Maisernte ist für dieses Jahr so gut wie abgeschlossen. (Foto: © BBV)
In den letzten Wochen hat er vielerorts das Landschaftsbild geprägt: der Silomais. Jetzt sind die Felder großteils leergeräumt. Die Ernte ist in Bayern so gut wie abgeschlossen. Wie schon bei der Getreideernte sind die Ertragsunterschiede regional gravierend. Beim Silomais werden die ganzen Pflanzen geerntet, dann mit einem Maishäcksler zerkleinert, anschließend in Silos verfestigt und luftdicht gelagert. Durch die einsetzende Milchsäuregärung entsteht ein haltbares, energiereiches Winterfutter für Rinder oder die Biogasanlage. Von einem Hektar Silomais kann der Jahresgrundfutterbedarf von drei bis vier Kühen gedeckt werden. Für den Futterwert spielt der Kolben die größte Rolle. Das wechselhafte Wetter dieses Jahres war für den Mais an sich ideal, sagt Anton Huber, Ackerbaureferent des Bayerischen Bauernverbandes. „Die Pflanzen mögen es feucht, wollen allerdings nicht im Wasser stehen, denn sie brauchen auch Sauerstoff an den Wurzeln.“ Die hohen Regenmengen des Sommers waren also da ein Problem, wo das Wasser nur sehr langsam versickern konnte. Auf der anderen Seite hat sich der Mais auch etwas an die Regenmengen des Sommers angepasst – die Wurzeln mussten nicht besonders tief wachsen. Das wurde den Pflanzen in den letzten Wochen zum Verhängnis. Weil der September sehr warm und trocken war, ist dem Mais gerade auf leichten Böden sehr schnell das Wasser ausgegangen – die hohe Verdunstungsrate hat zu einer unverhältnismäßig schnellen Abreife geführt. Ertrags- und Qualitätseinbußen sind die Folge. In Deutschland wird auf etwa 2,5 Mio. ha Mais in den unterschiedlichen Verwertungsrichtungen angebaut. Damit wächst der Mais auf rund 15 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. In Bayern wird auf gut 575.000 ha Mais angebaut, davon auf knapp 446.000 ha Silomais (78 %) und gut 128.000 ha (22%) Körnermais.
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