>> Männerdomäne oder Frauensache? – Fußball-Bundesliga Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus beim Mainfranken-Forum

Wolfgang Fieber (vbw Unterfranken), Åsa Petersson (Region Mainfranken GmbH), Bibiana Steinhaus (Schiedsrichterin im Männerfußball), Landrätin Tamara Bischof (Landkreis Kitzingen), Christine Regitz (Vizepräsidentin der Gesellschaft für Informatik e.V.), Eva-Maria Roer (DT&SHOP, TOTAL E-Quality e.V.), Diana Reuter (Elektronikerin Scheba GmbH), Michelle Skodowski (Co-founderin BOTfriends GmbH), Oberbürgermeister Sebastian Remelé (Region Mainfranken GmbH), Michael Bischof (vbw Unterfranken). (Foto: Mainfranken-Region/Rudi Merkl)
… sie wachsen schon rein!“ Diesen Appell richtete Bibiana Steinhaus beim 15. Wirtschaftsforum Mainfranken mit einem Augenzwinkern an alle Frauen im Be-rufsleben. Oder anders gesagt: nur wer sich große Ziele steckt, entwickelt sich auch weiter. Leistung, Selbstvertrauen und Mut seien dabei Grundvorausset-zungen, ohne die es nicht ginge: „In der ersten Reihe ist es oft zugig, man steht im Fokus und manchmal auch in der Bild-Zeitung. Deine Entscheidungen werden kritisiert - daher braucht es Mut!“, so die erste Schiedsrichterin im deutschen Profifußball der Männer. Frauen im Berufsle-ben
Beim diesjährigen Wirtschaftsforum zum Thema „Männerdomäne oder Frauen-sache?“ drehte sich alles um die erheblichen Potenziale der weiblichen Erwerbs-beteiligung, vor allem in Bezug auf mehr Frauen in technischen Berufen und in Führungspositionen. Die Gastgeber – die Region Mainfranken GmbH und die vbw-Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. – konnten an diesem Abend 140 Gäste begrüßen. Macherinnen aus der Praxis gaben Antworten und mach-ten Mut für das Beschreiten unkonventioneller Wege. Kooperation Region Mainfranken GmbH und vbw Unterfran-ken
Christine Regitz, Aufsichtsratsmitglied der SAP SE und Vizepräsidentin der Ge-sellschaft für Informatik e.V. skizzierte den Status quo in puncto Frauen in tech-nischen Berufen und Führungspositionen. „Da ist mehr drin!“, so Ihre authenti-sche Schlussfolgerung. Sie betonte „Chancengleichheit muss von oben gelebt werden und ist eine Frage der Unternehmenskultur“. Rollenvorbilder und kleine fokussierte Schritte in den Unternehmen seien dabei ebenso wichtig, wie das Selbstmarketing der Frauen. „Frauen tun gut daran, ihre eigenen Netzwerke auf-zubauen“. Da ist mehr drin!
Eva Maria Roer, selbst Unternehmerin und im Ehrenamt Vorstandsvorsitzende der Initiative TOTAL E-QUALITY Deutschland e. V. war der Meinung, dass es Selbstverpflichtungen der Unternehmen brauche, um Frauen sichtbar in Füh-rungspositionen zu bringen. „Erforderlich ist eine breite Einsicht, dass Frauen in Führungspositionen die Unternehmenskultur nachhaltig und zukunftsorientiert verändern.“ Aus dieser Erkenntnis folge wirksame Eigeninitiative, die ein viel stärkerer Motor sei als gesetzliche Vorgaben. Macherinnen im
Gespräch

Die junge Generation Frau war mit Michelle Skodowski, Co-Founderin des ITUn-ternehmens BOTfriends GmbH, Würzburg und Diana Reuter, Elektromeisterin bei der Scheba GmbH in Schweinfurt auf dem Podium vertreten. Beide wünschten sich, dass mehr Frauen den Mut haben, sich in (noch) männerdominierten Beru-fen zu behaupten. Vor allem müsse Informatik und Technik in der Schule einen stärkeren Stellenwert erhalten. „Das fördert Talente und gibt Schülerinnen Selbst-vertrauen“, so Michelle Skodowski.
Das Wirtschaftsforum Mainfranken hat sich als die Kommunikationsplattform für Entscheider aus der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft etabliert. Über den Erfolg der langjährigen Kooperation freuten sich Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Vorsitzender der Region Mainfranken GmbH und Wolfgang Fieber, Vorstandsvor-sitzender der vbw Bezirksgruppe Unterfranken. Seit 15 Jahren ist das Forum der zentrale mainfränkische Treffpunkt für Fragen der Wirtschaftspolitik und Zu-kunftsgestaltung, sind sich Beide einig. Wirtschaftsforum Mainfranken hat sich etabliert
Oberbürgermeister Sebastian Remelé brach eine Lanze für mehr Frauen in Füh-rungspositionen - auch in der öffentlichen Verwaltung - und betonte die Vorbildrolle der Kommunen. Zudem bestünde ein geschlechterübergreifendes Problem bei der Berufswahl junger Menschen für naturwissenschaftlich-technische Berufe. „Frau-en sind aber besonders unterrepräsentiert. Hier muss bereits im Kindes- und Ju-gendalter angesetzt werden. Die Region Mainfranken GmbH hat daher, gemein-sam im Netzwerk der MINT-Region Mainfranken, eine Vielzahl an Maßnahmen entwickelt, um bei Schülerinnen und Schülern Begeisterung für Technik und Na-turwissenschaften zu wecken."
Wolfgang Fieber betonte, dass die Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöht werden müsse und mehr Frauen in Führungspositionen benötigt würden: „Wir brauchen Rahmenbedingungen für mehr Chancen von Frauen in der Arbeitswelt. Wichtig ist eine noch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Veränderung traditio-neller Rollenbilder und die Verbreiterung der Berufs- und Branchenwahl von Frau-en. Die vbw engagiert sich hier seit Jahren mit zahlreichen Projekten. Zudem för-dern wir mit dem Modellprojekt ‚Frauen in Führungspositionen‘ erfolgreich die Karrieremöglichkeiten von Frauen.“
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