„Leuchttürme, auf die wir stolz sind“

Beschäftigen im Rahmen des Lebenshilfe-Projekts „Mensch inklusive“ Mitarbeiter mit Handicap: Klaus und Helene Rother (1. u. 3. v. l.), Betreiber des Edeka-Markts in Ebern, freuen sich zusammen mit Mitarbeiterin Christina Hämmerlein und 14 weiteren Unternehmen über die Würdigung ihres Engagements durch Wilhelm Schneider (2. v. r.), Landrat des Landkreises Haßberge, und Martin Groove, Geschäftsführer der Lebenshilfe Schweinfurt.
 
Soziales Engagement sichtbar machen: Unternehmen und Betriebe, die zusammen mit „Mensch inklusive“ Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigen, können die Öffentlichkeit darüber mit einem solchen Schild informieren.
Landratsamt Haßberge und Lebenshilfe Schweinfurt ehren 15 Unternehmen

| Haßfurt - Die im Herbst 2014 unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landkreis Haßberge, der Allianz "Fachkräfte für Mainfranken" und der Lebenshilfe Schweinfurt trägt Früchte: Landrat Wilhelm Schneider hat gestern Abend 15 Unternehmen aus dem Landkreis Haßberge für ihre Teilnahme an dem Lebenshilfe-Projekt „Mensch inklusive“ ausgezeichnet. Sie alle beschäftigen im Rahmen des Projekts Menschen mit Behinderung. „Wegbereiter“ und „Leuchttürme, auf die wir stolz sind“, nannte Schneider die Unternehmen anlässlich einer Feierstunde im Landratsamt. Sie seien bereit, Neues auszuprobieren und die Fähigkeiten eines Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, nicht dessen Defizite. „Das ist leider noch immer nicht selbstverständlich.“ Martin Groove, Geschäftsführer der Lebenshilfe Schweinfurt, ermutigte die Unternehmen: „Tragen Sie Ihre positiven Erfahrungen mit dem Projekt nach außen.“ Anschließend würdigten die beiden den Einsatz der Unternehmen mit Urkunden und kleinen Schildern. Die Schilder lassen sich an Hauswänden montieren. Unternehmen, die zusammen mit "Mensch inklusive" Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigen, informieren die Öffentlichkeit so über ihr soziales Engagement.

Das Projekt „Mensch inklusive“ vermittelt Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts. Hierfür gleichen Projekt-Mitarbeiter die Fähigkeiten und Wünsche eines Menschen mit Behinderung mit den Erwartungen eines potenziellen Arbeitgebers ab. Dann bringen die Mitarbeiter die passenden Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen. Zudem begleiten sie die beiden Parteien vom ersten Kennenlernen über die Einarbeitung bis hin zum Arbeitseinsatz kontinuierlich. Die Vorteile für Arbeitgeber: Sie entlasten ihr Personal, gewinnen hoch motivierte Mitarbeiter, die ausgezeichnet zum Unternehmen passen, und übernehmen soziale Verantwortung. Arbeitnehmer mit Behinderung wiederum fassen im allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß und stellen dort ihre Fähigkeiten und Stärken unter Beweis. Die Beschäftigungsverhältnisse sind sehr flexibel gestaltbar, formal bleiben die Mitarbeiter bei der Lebenshilfe Schweinfurt angestellt.

„Eine klassische Win-win-Situation“, beschrieb Projektleiter Peter Pratsch „Mensch inklusive“. 41 Menschen mit Behinderung arbeiten im Rahmen des Projekts derzeit in den Landkreisen Haßberge, Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen und Schweinfurt in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarkts. Im April letzten Jahres war einem Haßfurter Teilnehmer sogar der Sprung aus dem Projekt in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis gelungen.

Über die Würdigung ihres sozialen Engagements freuten sich gestern Abend folgende Unternehmen und Einrichtungen: das Förderzentrum der Lebenshilfe Haßberge, die Brauerei Göller, Edeka Rother aus Ebern, das Haßfurter Bayernstift Seniorenwohnzentrum „Unteres Tor“, die AWO Ebern, das Hans-Weinberger-Haus der AWO in Zeil am Main, die Haßberg-Kliniken in Haßfurt, das Landratsamt Haßberge, der Caritas-Kindergarten St. Magdalena in Ebelsbach, Einbecker Bau aus Knetzgau, die Teppichscheune Malermeister Helas aus Uchenhofen, das Knetzgauer AWO-Seniorenzentrum, der Bauernhof Leyh aus Rentweinsdorf, GaLa Bau & Transporte aus Ebern sowie die Haßfurter Firma „Hand in Hand“.
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