KLJB Unterspiesheim spendet ihr Preisgeld - Dominanz der Umlandvereine beim Schweinfurter Faschingszug

Die Gewinner der Preise des Schweinfurter Faschingszuges 2017 mit Bürgermeisterin Sorya Lippert (vordere Reihe 2.v.r.), daneben ESKAGE-Präsident HorstDinkel, Helmuth Backhaus, Stadtjugendamt, (vordere Reihe links), Referent Jürgen Montag ( 3. Reihe rechts). Es fehlt der Gewinner des Pokal der Stadt Schweinfurt, die DJK Üchtelhausen-Gäßbockelf, die keine Vertreter entsandt hatte.
  Schweinfurt (eva). Er stand etwas einsam und verloren auf dem Preistisch in der Rathausdiele, der Pokal der Stadt Schweinfurt mit dem alljährlich die beste karnevalistische Idee des Schweinfurter Faschingszuges ausgezeichnet wird. Gewonnen hatte den 1. Preis in diesem Jahr die DJK Üchtelhausen-Gäßbockelf mit dem Motto „Zirkus“. Das letztlich Bürgermeisterin Soria Lippert den Pokal nicht übergeben konnte lag darin begründet, die Üchtelhäuser Narren hatten die Preisübergabe schlichtweg verschlafen.
Auch ohne Pokalübergabe konnte Schweinfurt Bürgermeisterin zahlreiche Preise übergeben. Die meisten davon gingen, wie die Jahre zuvor in den Landkreis. „Die Motivwagen und Fußgruppen aus dem Landkreis haben eine eindeutige Dominanz beim Schweinfurter Faschingszug. Würde der Faschingszug nur aus städtischen Vereinen bestehen, dann wären gerade einmal zehn Gruppen laufen.“ ESKAGE-Präsident Horst Dinkel unterstrich in seiner Ansprache die Rolle der Umlandvereine. Dinkel dankte weiter der Stadt für die Unterstützung des Zuges, dem zweitgrößten in Unterfranken. Die Vereine rief Dinkel zur Teilnahme im kommenden Jahr auf. Auch wenn der Fasching dann kürzer sei hoffe er doch, wieder auf alle Teilnehmergruppen diesen Jahres zählen zu dürfen.
Einer der teilnehmenden Gruppen diesen Jahres war interkulturelle Verein. Die Gruppe wurde von Bürgermeisterin Lippert angeführt und die, die durfte erst einmal Aufklärungsarbeit betreiben. „Die neuen Mitbürger wussten mit dem Faschingstreiben nichts anzufangen.“ Es sei die Zeit, in der ein Schnitt gemacht würde, in der in früherer Zeit die Sklaven den Herren gleichgestellt waren, mit dieser Interpretation erklärte Sorya Lippert den kurdischen Neubürgern den Begriff Fasching.
Zwar hat der interkulturelle Verein nicht gewonnen, dafür aber wieder die KLJB Unterspiesheim, die alljährlich mit einem aufwendig gestalteten Motivwagen nach Schweinfurt kommt. Das Spesumer Piratenschiff holte sich zu Recht den 1. Platz in der Kategorie „schönster Motivwagen“. Das dafür ausgelobte Preisgeld stockten die Unterspiesheimer auf und spendeten es noch in der Rathausdiele an H. Krämer als Vertreter der Regenbogenstation der Uniklinik Würzburg. Als schönste Fußgruppen wurden die Jugendblaskapelle Stadtlauringen (Eisbären) und die Umweltstation Reichelshof (Bienen) ausgezeichnet.
Vor fünf Jahren vom Stadtjugendamt und der Aktion „Gerne daheim in Schweinfurt“ ins Leben gerufen, der Alkoholpräventionspreis der Stadt Schweinfurt verzeichnete auch in diesem Jahr zahlreiche Teilnehmer. Mit einem Geldpreis und einem Schild für die „Egowand“ zeichneten Sorya Lippert und Helmuth Backhaus die Pferdefreunde Lindenhof e.V., die Turn- und Tanzgruppe der Schwarzen 11, den 1. AFC Ball Bearings und den Spielmannszug Hofheim aus. Einen Sonderpreis zudem die ESKAGE für ihre Kinder- und Jugendarbeit. Das Konzept des Alkoholpräventsionspreises wurde mittlerweile von zahlreichen anderen Städten und Landkreisen übernommen, wie Helmuth Backhaus anmerkte.

Die Gewinner der Preise des Schweinfurter Faschingszuges 2017 mit Bürgermeisterin Sorya Lippert (vordere Reihe 2.v.r.), daneben ESKAGE-Präsident HorstDinkel, Helmuth Backhaus, Stadtjugendamt, (vordere Reihe links), Referent Jürgen Montag ( 3. Reihe rechts). Foto: Valtin
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