Kinderkrippen- und Straßenplanung auf den Weg gebracht: Ende nächsten Jahres startet der Betrieb

(Foto: Architekturbüro A² Jürgen Unser)
Wohin mit den vielen Kindern? Mit dieser Frage haben sich Bürgermeister und Gemeinderat intensiv beschäftigt. Der Babyboom sorgt in der Gemeinde für überfüllte Kindergärten. Besonders akute Platznot herrscht in der Kindertagesstätte in Schonungen. Provisorisch wird nun die Turnhalle zu einem Gruppenraum umfunktioniert um der großen Nachfrage gerecht zu werden. Vor allem die Betreuung unter Dreijähriger in Kinderkrippen liegt im Trend. Eine kürzlich gestartete Bedarfsabfrage bestätigte diesen gesellschaftlichen Wandel. Im April gab die Gemeinde nun den Startschuss für einen umfangreichen Kinderkrippenausbau in Schonungen. Ein neuer, moderner Anbau soll dann insgesamt drei Gruppen (mit je 12 Kinder) beherbergen. Ein Kinderkrippenausschuss mit Bürgermeister, Planer, Vertreter der Kirche und Trägervereins sowie Gemeinderäte wurde gebildet, um das Projekt zügig zu entwickeln. So konnte Jürgen Unser vom gleichnamigen Planungsbüros nach kurzer Zeit detailgetreue Pläne im Gemeinderat vorstellen. Das Investitionsvolumen wird auf 1,8 Mio. Euro geschätzt. Die Gemeinde kann allerdings mit hohen staatlichen Zuschüssen rechnen und auch die Kirche übernimmt einen beachtlichen Anteil der Kosten. Besonders die Topographie und damit ein Gefälle von 15% hat die Architekten vor große Herausforderungen gestellt. Die Planungen überzeugten letztlich auch den Gemeinderat: Es entsteht ein heller, freundlicher Kinderkrippenanbau auf dem direkt angrenzenden gemeindlichen Grundstück (etwa 800qm) zur Betonstraße. Um den Bau zu verwirklichen, bedarf es umfangreiche Abgrabungen: Die Architektur des Gebäudes wurde optisch am Bestandskindergarten orientiert. Aufgrund der ausgeschöpften Platzkapazitäten soll der Neubau zügig verwirklicht werden. Schon in wenigen Tagen soll sich der Bauausschuss mit dem konkreten Bauvorhaben in Form des Bauantrags beschäftigen. Bis Ende nächsten Jahres soll die Krippe in Betrieb gehen. Im Bereich der Betonstraße soll der künftige Hauptzugang zur Kinderkrippe entstehen – hier gibt es etliche praktische Gründe und Zwänge, wie Jürgen Unser erläutert. Ein funktionierender Betrieb der Kinderkrippe kann deshalb nur mit dem Ausbau der Straße erfolgen. So soll bis kurz unterhalb des Naturfreundehaueses die Straße asphaltiert und verbreitert werden. Zusätzlich sollen direkt an der Krippe Kurzzeitparkplätze geschaffen und ein Gehweg fortgesetzt werden. Harald Werb erläuterte hier zwei alternative Möglichkeiten für die Umsetzung der Straße. Wie Bürgermeister Stefan Rottmann erklärt, sei der Betonweg in einem desolaten Zustand. Ob die komplette Umfahrung und der Anschluss an die Straße an der Realschule erfolgt, hängt von der Verwirklichung der Grundschule hinter der Turnhalle/Schwimmhalle ab. Um Synergien zu nutzen, soll die Kindertagesstätte mit der Krippenerweiterung dann ebenfalls an die neue Heizzentrale am Schulzentrum mittels Nahwärme angeschlossen werden. Für die moderne und innovative Heizzentrale, erhält die Gemeinde einen beachtlichen Zuschuss in Höhe von 522.000 Euro durch das Kommunalinvestitionsprogramm. Rottmann zeigte sich sehr dankbar, dass alle Beteiligte an einem Strang ziehen. Besonders lobte er das Engagement der Kindergartenleitung sowie die Ehrenamtlichen des Trägervereins.
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