Keine Abstriche bei der Inneren Sicherheit Die Gemeinde Schonungen sieht sich gut aufgestellt für Einsätze aller Art

Das Foto zeigt von links Frank Zierhut, Kreisbrandmeister Horst Klopf, Heinz Schmitt, Kreisbrandinspektor Peter Höhn, Günter Fambach, Bürgermeister Stefan Rottmann, Rainer Mai, Landrat Florian Töpper, Thomas Rösch und Kreisbrandrat Holger Strunk (Foto: Anna Sauer)
Alle reden von mehr „innerer Sicherheit“ – doch statt den Einsatz der vielen tausenden Feuerwehrkameradinnen und Kameraden zu würdigen, widmen Nachrichtenmagazine zu ihren besten Sendezeiten den Antiterroreinheiten ihre Berichterstattung. Dabei sei die Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden sogar 814 Mal höher, als bei einem Terroranschlag sein Leben zu verlieren, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann. Täglich retten, bergen und schützen Feuerwehrleute völlig uneigennützig und oft ehrenamtlich ihre Mitmenschen. Trotzdem sind die beherrschenden Themen in der Öffentlichkeit die jüngsten Terrorakte. Medien verfallen in Hysterie und Politiker überbieten sich in teilweise absurden Vorschlägen, wie die vermeintlich verloren gegangene innere Sicherheit wieder hergestellt werden kann. Dabei seien es vor allem die Feuerwehren, die maßgeblich für die innere Sicherheit sorgen, was leider oft als Selbstverständlichkeit gesehen werde.

Rottmann ist davon überzeugt, es braucht solche stillen Helden des Alltags wie die Aktiven der Wehr, die für Ihre Mitmenschen einstehen. Auch wenn der Begriff „Feuerwehr“ aus der Sicht des Bürgermeisters längst überholt ist, denn die Kameradinnen und Kameraden seien „Alleskönner“ und auf jeden noch so großen oder kleinen Ernstfall vorbereitet. Es seien aber vor allem die extremen Wetterereignisse, die in ihrer Häufigkeit in den vergangenen Jahren zugenommen haben. Es ist nur wenige Wochen her, als einige Kilometer weiter über Kürnach ein Tornado hinweggefegt und großen Sachschaden angerichtet hat. Auch die Überflutungen im Steigerwald sind uns noch alle in guter Erinnerung. Jederzeit und überall kann das Wetter gnadenlos zuschlagen.

Wie steht es also um die so genannte Innere Sicherheit in unserer Großgemeinde Schonungen?
Es gibt kaum eine Wohnsiedlung, die Luftlinie mehr als einen Kilometer von der nächsten Feuerwehrstation entfernt ist. 348 aktive, hoch motivierte und gut ausgebildete Feuerwehrkameradinnen und Kameraden sowie 93 Jugendfeuerwehrler sind auf Knopfdruck rund um die Uhr verfügbar. Die Großgemeinde mit ihren neun Feuerwehren verfügt über einen riesigen Fuhr- und Maschinenpark. Unterstützung und Hilfestellung leisten die mitgliederstarken Feuerwehrvereine im Hintergrund. Außerdem könnte die Zusammenarbeit mit der Schonunger DLRG, den örtlichen Maltesern und Rotem Kreuz nicht besser laufen, merkt Rottmann an. Es gäbe wohl keinen Ort der auf dieser Welt sicherer ist, als die Gemeinde Schonungen, sagt der Bürgermeister stolz, wenngleich er sich gerade für Flächengemeinden mit vielen Ortsteilen wie Schonungen mehr staatliche Unterstützung für den Unterhalt von Feuerwehrhäusern oder Beschaffungen wünscht.

Landrat Florian Töpper würdigte in seinem Grußwort das Engagement der Aktiven Wehr, insbesondere der Jubilare, die über Jahrzehnte rund um die Uhr an 365 Tagen verfügbar seien. Die Feuerwehrmänner und –Frauen wachsen im Ernstfall immer über sich hinaus und leisten Übermenschliches. Es gebühre Respekt und Anerkennung, wenn sich Bürger für den freiwilligen Dienst bei der Feuerwehr zur Verfügung stellen. Der Landrat lobte schließlich auch die Unterstützung der Gemeinde für den Brandschutz. Beschaffungen würden nach Augenmaß, mit System und Strategie angegangen, sodass alle neun Feuerwehren leistungsstark seien. Bemerkenswert sei die hohe Motivation der Aktiven – gerade für Übungen und Fortbildungen investieren die Aktiven beachtlich viel Zeit.
Florian Töpper lobte aber auch die hervorragende Jugendarbeit der einzelnen Feuerwehren und der Zusammenhalt unter den einzelnen Ortsteilwehren. Wenn gleich sich die Feuerwehr als wichtige und notwendige Institution um die Gewinnung von Jugendlichen heute in Konkurrenz mit vielen anderen Vereinen und Freizeitaktivitäten konfrontiert sieht.

Gemeinsam mit Kreisbrandrat Holger Strunk, Kreisbrandinspektor Peter Höhn, Kreisbrandmeister Horst Klopf und Bürgermeister Stefan Rottmann übernahm Landrat Florian Töpper die Staatlichen Ehrungen. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurden Frank Zierhut, Heinz Schmitt und Günter Fambach geehrt. Seit ununterbrochen 40 Jahren gehören Rainer Mai und Thomas Rösch der aktiven Wehr an.
Mit Urkunde, Ehrenzeichen und einem Boxbeutel wurden die Jubilare ausgezeichnet. Für die Aktiven, die seit 40 Jahren dabei sind, gibt es obendrein einen Gutschein für einen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim. 

Kreisbrandrat Holger Strunk dankte in seinem kurzen Grußwort vor allem den Partnerinnen und Partnern, die für die Aktiven gerade nach dem Einsatz eine wichtige Stütze sind. „Es tut unheimlich gut, wenn das Erlebte gemeinsam verarbeitet und besprochen werden kann!“, sagte Strunk in Richtung der Ehepartnerinnen und Partner. Er erinnerte auch daran, dass der Landkreis für die Schonunger Wehr einen neuen Rüstsatz angeschafft hat, der gerade im Einsatz bei Verkehrsunfällen auf Autobahnen und Bundesstraßen ein wichtiges Hilfsmittel sein wird.

Schließlich klang der Abend nach den Klängen der Bayernhymne durch die Feuerwehrkapelle Reichmannshausen und einem kleinen Imbiss in der Alten Kirche Schonungen aus.
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