Johannisfest - das „Fest der schwarzen Kunst“

Auch das Rahmenprogramm hatte es in sich. Höhepunkt war dabei wohl die Premiere des Chores der Disharmonier. Das Glanzlicht ihres Auftritts war die Welturaufführung (so Enke) des Druckerlied, einer Eigenkomposition des Chorleiters Theodor Spannagel. (Foto: Erich Valtin)
Premierenstimmung an der Gutermann-Promenade. WerkDruck-Gründer Werner Enke hat zum ersten Johannisfest an die Disharmonie eingeladen und viele Handwerker der schwarzen Kunst waren der Einladung gefolgt.
Einst wurde das Johannisfest vom Grafischen Bildungskreis der Gewerkschaft Druck und Papier veranstaltet. Es war schon immer als Familienfest gedacht das, aufgrund des hohen gewerkschaftlichen Organisierungsgrad von über 90 Prozent, immer gut besucht war. Auch Enkes Remake zog die Besucherin. Viele ehemalige Buchdrucker und Schriftsetzer nutzten die Gelegenheit zu einem Wiedersehen, zum fachsimpeln und austauschen alter und neuer Begebenheiten. Einige der Gutenberg-Jünger hatten sogar ihren Gautschbrief mitgebracht, andere präsentierten Buchdruck-Juwele.
Bei den Einblicken in die Werkstatt konnte man nicht nur die alten Druckmaschinen bewundern, unter fachkundiger Anleitung, unter anderem von Druckereibesitzer Willy Denzer, konnte man einen Ablassbrief oder einen Bierdeckel drucken.
Auch das Rahmenprogramm hatte es in sich. Höhepunkt war dabei wohl die Premiere des Chores der Disharmonier. Das Glanzlicht ihres Auftritts war die Welturaufführung (so Enke) des Druckerlied, einer Eigenkomposition des Chorleiters Theodor Spannagel. Eifrig mitgesungen wurde auch die deutsche Kindernationalhymne, von deren Existenz wohl bislang nur die wenigsten Besucher etwas wussten. Stimmung brachten auch die „Trichter Gsichter“ aus Ebertshausen unter die Festgäste. Fazit des gelungen Johannisfest: Es wird keine Eintagsfliege sein, eine Wiederholung sollte selbstverständlich sein.
Wer das kulturelle Kleinod, die Buchdruckwerkstatt in der Disharmonie, fördern möchte, kann dem Förderkreis WerkDuck beitreten. Die Förderer der Druckkunst unterstützen mit 25 Euro jährlich die Unterhaltungskosten der Werkstatt. Jeder Förderer wird im Gegenzug über alle Aktivitäten informiert, bei der Offenen Werkstatt (jeden Mittwoch ab 19 Uhr) bevorzugt und er bekommt eine Jahresgabe.
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