In Dittelbrunn bildet sich Widerstand – Übersättigung wird befürchtet – Gegen einen neuen Einaufsmarkt

Zwei der Initiatoren mit Plakat: Udo Jablonski (li.) und Martin Pfeiffer (re.), Vorsitzender der CDW-Dittelbrunn. (Foto: CDW)
Dittelbrunn (red). Im Norden von Dittelbrunn könnte eine neuer großer Einkaufsmarkt entstehen. Doch gegen diese Idee regt sich Widerstand. In einer von den Organisatoren Udo Jablonski, Martin Pfeiffer und Lukas Hartung unterzeichneten Presseerklärung kündigen sie die Einleitung eines Bürgerbegehrens gegen dieses Vorhaben an.
Sie verweisen auf einen Gemeinderatsbeschluss vom März, bei dem das Gremium die Aufstellung des Bebauungsplanes für ein „Sondergebiet großflächiger Einzelhandel“ im Bereich Oberer Grund bei Stimmengleichheit mit 9:9 Stimmen abgelehnt hatte. Dieser Beschluss wurde laut dieser Pressemitteilung jedoch durch einen neuformulierten Antrag eines Bebauungsplanes in einer Gemeinderatssitzung im April „faktisch aufgehoben, da sich nun eine Mehrheit für die Errichtung eines Marktes fand“, so die Erklärung weiter. Somit sei der Weg für einen achten Supermarkt in einem Radius von drei Kilometern wieder frei, beklagen die Antragsteller. „Aus unserer Sicht handelt es sich dabei um eine Fehlplanung, die am Bedarf und den Wünschen der Bürger aller vier Ortsteile unserer Gemeinde vorbeigeht“ wird weiter ausgeführt.
Flächenfraß und eine weitere Erhöhung des Verkehrsaufkommens in der Dittelbrunner Hauptstraße mit einer damit verbundenen größeren Belastung durch Lärm und Feinstaub werden als Hauptgründe für die Ablehnung angeführt. Zudem würden die örtlichen Nahversorger und Gewerbetreibenden die Auswirkungen spüren und es sei zu erwarten, dass auf einige Gewerbetreibende existenzielle Probleme zukommen werden. Der Ortsteil Hambach laufe sogar Gefahr, ganz ohne Supermarkt dazustehen und somit seine Nahversorgung zu verlieren, wovon vor allem die älteren Bewohner betroffen sein würden.
„Wir, die Initiatoren des Bürgerbegehrens, sind der Meinung, dass die Bürger der Gemeinde Dittelbrunn entscheiden sollten, ob sie einen großflächigen Selbstversorger am Nordrand von Dittelbrunn wünschen oder ob ihnen die derzeitige Struktur genügt“ schreiben die Initiatoren abschließend. Aus diesem Grund werden circa 600 Unterschriften für die Beantragung des Bürgerentscheids benötigt. In den nächsten Tagen und Wochen werden die Bürger Dittelbrunns Gelegenheit haben, ihre Meinung durch ihre Unterschrift zum Ausdruck zu bringen.
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bürger dittelbrunn aus Schweinfurt | 09.06.2017 | 11:53   Melden
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