IHK-Vollversammlung tagte in Schweinfurt

IHK-Präsident Otto Kirchner bedankte sich bei Professor Dr. Peter Bofinger für seinen Vortrag vor der Vollversammlung der IHK Würzburg-Schweinfurt. Bild: IHK (Foto: IHK)
Schweinfurt – Die Vollversammlung der IHK Würzburg-Schweinfurt hat gestern
im Rathaus der Stadt Schweinfurt getagt. Im Mittelpunkt der Sitzung des
Parlaments der mainfränkischen Wirtschaft stand der Gastvortrag von
Professor Dr. Peter Bofinger, einem der fünf „Wirtschaftsweisen“. Er
referierte zum Thema „Wirtschaftliche Perspektiven für die neue
Legislatur“.

Bofinger machte deutlich, dass es Ziel einer neuen Bundesregierung sein
müsse, Europa voranzubringen. Er outete sich in diesem Zusammenhang als
Anhänger des französischen Staatspräsidenten und dessen Reformideen für die
Europäische Union. „Ich bin ein Macron-Fan“, so der Professor. Nur eine
starke EU könne ein Gegengewicht zu den USA und China bilden. In Hinblick
auf die Bundesrepublik sah Bofinger „eine große Investitionsschwäche“ – und
das, obwohl sich der Staat so günstig wie nie Geld an den Finanzmärkten
leihen könne. „Die schwarze Null wird nicht in Frage gestellt“, kritisierte
er. Seine Forderung: Der Staat müsse in der momentanen Situation mehr Geld
ausgeben, insbesondere für Bildung. Trotzdem sieht Bofinger für die Zukunft
insgesamt gute wirtschaftliche Perspektiven.

Mehrere Positionspapiere beschlossen

In der gestrigen Sitzung wählte die IHK-Vollversammlung außerdem einen
Wahlausschuss für die im Herbst 2018 anstehende IHK-Wahl. Zudem
verabschiedeten die Mitglieder mehrere Positionspapiere, darunter die
Positionen der bayerischen IHKs zur beruflichen Bildung sowie die
BIHK-Positionen zur Landtagswahl 2018, mit denen sich die neun bayerischen
IHKs gemeinsam aktiv in die politischen Debatte einbringen wollen.
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