Heimatminister Dr. Markus Söder verleiht „Heimatpreis Unterfranken“ in Schweinfurt

  Anlässlich der diesjährigen Verleihung des „Heimatpreises Unterfranken“ hatte Bayerns Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder Ende letzter Woche zu einem Festakt in das Evangelische Gemeindehaus in Schweinfurt eingeladen.In seiner Begrüßung betonte der designierte bayerische Ministerpräsident, dass „Bayern mit seiner Natur, seiner Kultur und seinen Traditionen auf der ganzen Welt berühmt und schon fast zu einem Synonym für Heimat geworden sei“. Das Wohlfühlland Bayern zeichne sich durch seine hohe Lebensqualität aus. Doch Heimat bedeute mehr als nur die Schaffung von wirtschaftlich perfekten Rahmenbedinungen. Erst durch gemeinsame Traditionen entstehe Zusammengehörigkeit, so Söder. Für ihn definiere sich Bayerns Wirtschaftskraft nicht über den Münchner Marienplatz, sondern über die Vielfalt seiner Regionen. Und genau diese Vielfalt spiegelte sich an diesem Abend auch in den unterschiedlichen Preisträgern wieder.
Doch bevor der Franke Söder, für den „Bayern ein wunderbares Land, aber Unterfranken halt ganz besonders schön ist“ die begehrten Heimatpreise überreichte, wollte er von Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Anne Maar (Theater Schloss Massbach), Staatssekretär Gerhard Eck und Bauchredner Sebastian Reich in einer kurzen Talkrunde wissen, wie sie den Begriff Heimat definieren. Während für Remelé Schweinfurt die schönste Stadt Frankens ist und sich Staatssekretär Gerhard Eck keine schönere Heimat als Schweinfurt vorstellen könne, betonte Anne Maar, dass dort Heimat sei, wo sie lebe. Für Sebastian Reich ist Heimat „das Gefühl heimzukommen“, das sich bei ihm einstellt, wenn die Bäckerin zu den Frühstücksbrötchen ein Extra-Hörnla für Amanda einpackt.
Die Preisträger
Dann ist es endlich soweit! Das Warten hat ein Ende! Die Schweinfurter Dancefloor Destruction Crew (DDC) durfte sich als erstes ihren Porzellan-Löwen aus den Händen des Heimatministers entgegennehmen. Söder würdigt die DDC als „Botschafter unserer weltoffenen, traditionell modernen Heimat Bayern in der ganzen Welt“. Der mehrmalige Deutsche Meister, Europameister und Weltmeister im Breakdance spielt bei seinen Auftritten auch mit der bayerischen Tradition. So wird von den Schweinfurtern z.B. bei ihrem „Breakdance in Lederhosen“ der Schuhplattler auf eine etwas andere Art interpretiert.
Als nächstes wurde das Glattbacher Krippenmuseum geehrt. Dieses beherbergt eine völkerkundliche Krippensammlung mit über 450 Exponaten aus fünf Kontinenten und über 85 Ländern. Dazu kommen eine weltweite Briefmarkensammlung mit Weihnachtsmotiven sowie eine kleine Bibliothek mit deutscher Fachliteratur. Das Glattbacher Krippenmuseum macht verschiedene, bildliche Darstellungen der Botschaft von Christi Geburt in unterschiedlichen Kulturen an Ort und Stelle sichtbar.
Über einen weiteren Heimatpreis durfte sich das Musikquartett „Kaufmannsware“ freuen. Hinter dem Quartett steckt musikalische Frauenpower aus der Rhön. Mit ihren „frechen hausgemachten“ Liedern in Rhöner Mundart sorgen sie für sagenhaft gute Stimmung.
Als weiterer Preisträger wurde in diesem Jahr das „Ostheimer Historienspiel“ ausgezeichnet, das an den Sturm kroatischer Söldner auf die Ostheimer Kirchenburg im Jahr 1634 während des Dreißigjährigen Krieges anknüpft. Die gesamte Inszenierung stammt von den Ostheimer Bürgern. Umrahmt wird das Freilichtspiel von einem bunten Landknechtsfest für die ganze Familie.
Für die schafsinnige und trockene Pointierung der bayerischen Politik und Lebensart – vor allem beim Veitshöchheimer Fasching „Fastnacht in Franken“ - wurden der Würzburger Sebastian Reich und seine Nilpferddame Amanda ausgezeichnet.
Eine weitere Ehrung ging in diesem Jahr an die Sennfelder und Gochsheimer Friedensfeste, die bereits in das Bayerische Landesverzeichnis und in die Landesliste des Immateriellen UNESCO-Kulturerbes aufgenommen worden sind. Sie haben ihren Ursprung in der Wiedererlangung der Reichsfreiheit und der Rechte auf freie Ausübung protestantischen Glaubens im Jahr 1649. Seither veranstalten die beiden Gemeinden alljährlich am ersten Septemberwochenende ein Friedensfest mit Singen, Musizieren, Predigt und historischem Plantanz.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde der traditionelle St.Wolfgangs-Ritt in Ochsenfurt. Dieser wurde erstmals 1464 urkundlich erwähnt und ist ein beeindruckendes Bekenntnis zu Glaube, Heimat und Brauchtum. Gleichzeitig ist er ein Zeichen für die Verwurzelung unserer Kultur und unseres Brauchtums im christlichen Glauben.
Abgerundet wurde die Ehrung in diesem Jahr durch die Verleihung des Heimatpreises an den 1958 gegründeten Fanfaren- und Spielmannszug Hofheim. Dieser wurde von Minister Söder für 60 Jahre ehrenamtliches Engagement für das Kulturleben im Haßgau ausgezeichnet. Besonders hob Söder dabei das Engagement für die Jugend hervor.
Zusammenfassend betonte Dr. Markus Söder, dass „heute Menschen geehrt wurden, die sich in Unterfranken um unsere Lebensart verdient gemacht haben, sich mit Verantwortungsbewusstsein, Leidenschaft und Kreativität für den Erhalt der Traditionen einsetzen und dafür sorgen, dass diese an zukünftige Generationen weitergeben werden!“
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.