Halloween bescherte der Polizei wieder Mehrarbeit

UNTERFRANKEN. Trotz der überwiegenden Zahl an friedlich Feiernden hat das Treiben rund um Halloween auch in diesem Jahr der Unterfränkischen Polizei einiges an Mehrarbeit beschert. Die Polizei war mit verstärkten Kräften im Einsatz und hatte rund 200 Einsätze zu bewältigen, von denen 35 einen direkten Bezug zu Halloween hatten. Im Vergleich zum Vorjahr mit 90 Halloween-Einsätzen war die diesjährige Nacht deutlich ruhiger geblieben.

Eine erste Übersicht über das Halloweengeschehen weist überwiegend eine Vielzahl von Sachbeschädigungen und Ruhestörungen aus. Bei den Sachbeschädigungen ging es wie auch in den Vorjahren oft um Eier, die an Hauswänden landeten. Festzustellen war auch, dass erneut verbotenerweise sogenannte Böller im Spiel waren. Die polizeilichen Einsätze waren über ganz Unterfranken verteilt, wobei sich auch kein regionaler Schwerpunkt ausmachen ließ. Erneut war zum Teil auch reichlich Alkohol bei den Feiernden im Spiel.

In Oberthulba musste, wie bereits berichtet, nach dem Einsatz von Reizgas, eine Halloween-Party abgebrochen werden. In Hettstadt kam es zwischen strafunmündigen Kindern zum gegenseitigen Raub von Süßigkeiten, bei welchem auch ein Messer im Spiel war. Anschließend gab der „Täter an, dass es alles doch nur Spaß gewesen wäre.

Auch ein sogenannter „Horror-Clown“ hat in Buchbrunn sein Unwesen getrieben, konnte jedoch nicht mehr dingfest gemacht werden. In Dittelbrunn gab ein Rentner den Kindern nicht Süßes oder Saures, sondern bedrohte diese mit einer Deko-Waffe, da er nach eigenen Angaben keine Lust auf Halloween hatte.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass die Unterfränkische Polizei auch dieses Jahr wieder einiges an Mehrarbeit wegen der Halloweenfeiern zu bewältigen hatte. Für einige der Feiernden dürfte die Nacht zum 1. November somit auch in unangenehmer Erinnerung bleiben, weil gegen sie Ermittlungsverfahren eingeleitet werden mussten.

Ein ausgesprochenes Lob sprechen die unterfränkischen Ordnungshüter all denjenigen aus, die Halloween zwar ausgelassen, allerdings so gefeiert haben, dass sie mit dem Gesetz nicht in Konflikt gekommen sind. Dass es auch so geht, hat im Übrigen die überwiegende Zahl der Halloweenbegeisterten unter Beweis gestellt. Vor allem die zahlreichen Gruppen unserer kleinsten Halloweenfreunde, die in Begleitung von Erwachsenen durch die Straße liefen, hatten sicher ihre Freude und hoffentlich eine gute Ausbeute an Süßigkeiten.
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