Gründermesse Mainfranken

Anlässlich der diesjährigen Gründerwoche fand am 16. November
2017 die traditionelle Gründermesse Mainfranken in der IHK in Würzburg
statt. Rund 500 Besucher informierten sich in über 350 persönlichen
Beratungsgesprächen bei regionalen Ausstellern zur beruflichen
Selbstständigkeit.

„Ein Tag, ein Ort und alle wichtigen Ansprechpartner für Existenzgründer,
Start-ups oder Unternehmensübernahmen zur Stelle“, erklärt Dr. Sascha
Genders, IHK-Bereichsleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung
sowie Standortpolitik, das Erfolgskonzept der Gründermesse. Unter anderem
informierten die Agentur für Arbeit, der Handelsverband Bayern e.V., die
Steuerberaterkammer, die Handwerkskammer für Unterfranken (HWK), die
Hochschulgründungsberater von Universität und Hochschule für angewandte
Wissenschaften, die regionalen Gründerzentren und die bayerische
Förderbank. Ob bei der Erstellung eines Businessplanes, bei Fragen zur Finanzierung und
Förderung, in rechtlichen Angelegenheiten oder beim Thema
Sozialversicherung: Jungunternehmer und Gründungswillige haben viele
Fragen, die sie vor dem Schritt in die Selbstständigkeit klären müssen –
und die Gründermesse vereinte Expertenrat aus erster Hand. Die IHK selbst
informierte neben den allgemeinen Gründungsthemen auch zu Sonderthemen wie
Website-Gestaltung oder IT-Sicherheit und Datenschutz im Online-Geschäft.
Mittelfristig ist das Gewerbewachstum in Mainfranken heute deutlich
niedriger als noch vor einigen Jahren. Mit Blick auf notwendige
Innovationen und Geschäftsideen sei eine dynamische Gründerszene aber
unentbehrlich für einen starken Wirtschaftsstandort, betont
IHK-Gründungsexperte Dr. Genders. Das gelte auch im Hinblick auf die immer
deutlichere Herausforderung bei der Unternehmensnachfolge.

In der Region tut sich jedoch einiges, in Würzburg etwa mit dem Netzwerk
gründen@würzburg oder in Schweinfurt mit Startupschweinfurt. Auch neue
Initiativen wie der erstmals von den Wirtschaftsjunioren ausgerufene
Gründerpreis Mainfranken seien laut Dr. Genders ein positives Signal, um
Selbstständigkeit als echte Alternative zum abhängigen
Beschäftigungsverhältnis zu zeigen. Erfreulich sei zudem, dass das Thema
Unternehmertum seitens der Schulen und Hochschulen immer stärker in den
Unterricht integriert werde – was nicht zuletzt auch der Besuch der
Gründermesse durch Studierendengruppen der FHWS oder des Beruflichen
Schulzentrums für Wirtschaft und Datenverarbeitung Würzburg zeige. Trotz
aller positiver Signale und neuer Start-ups gebe es heute aber faktisch
weniger Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Die IHK
begrüßt deshalb die mainfränkischen Initiativen durch Netzwerke oder aus
der regionalen Hochschullandschaft, um die Gründerszene Mainfranken zu
stärken.
Die Gründermesse Mainfranken am 16. November war Teil der Gründerwoche
Mainfranken 2017 und zugleich der bundesweiten Gründerwoche des
Bundeswirtschaftsministeriums vom 13. bis 19. November 2017. Die IHK selbst
organisierte in der Woche bereits zuvor eine Veranstaltung aus der Reihe
„Business Class – Netzwerk nur für Gründerinnen und Unternehmerinnen“.
In 2018 setzt die IHK neben dem Angebot von kostenfreier Beratung,
Grundlagenseminaren zur beruflichen Selbstständigkeit oder einem
Mentoren-Programm für Gründer unter anderem einen Schwerpunkt zum Thema
„Social Entrepreneurship“. Am 16. Januar 2018 können Jungunternehmer bei
einem kostenfreien Workshop zum Thema „Verantwortungsvoll starten“ ihre
Geschäftsidee mit den Themen Nachhaltigkeit und Corporate Social
Responsibility verknüpfen. Im Bild: Das
IHK-Gründungsteam (v. l.): Bereichsleiter Existenzgründung und
Unternehmensförderung sowie Standortpolitik Dr. Sascha Genders, Daniela
Dusel, Sonja Weigel, Vanessa Truskolaski, Katja Reichert und Ralf Hofmann.
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