Für 14 Tage ging es gemeinsam mit den BetreuerInnen, wie seit einigen Jahren vorher schon, in den nahen Wald

   Werneck (red). Eine Auszeit vom Kindergartenalltag
Nahmen sich 80 Kindergartenkinder aus Werneck. Für 14 Tage ging es gemeinsam mit den BetreuerInnen, wie seit einigen Jahren vorher schon, in den nahen Wald. Dort hatte jede Kindergruppe schon ihr eigenes kleines Eckchen, zum Spielen, Essen und Toben.
6 Bollerwägen mussten erst mal gepackt werden:
Mit allem nötigen Utensilien: dem Waldclo, Toilettenpapier und feuchte Tücher, Spaten und Schaufeln, Wasserkanister und Sitzunterlagen, Bestimmungsbüchern, Lupen, Ferngläser, die erste Hilfe ausrüstung, die Telefonnummern aller Beteiligten: der Förster aus dem Staatswald, der Polizei, dem Busunternehmen, der Eltern. Dazu einige Planen und Seile um die Kinder, bei langanhaltendem Regen zu schützen.
Täglich wurden die Bollerwägen in den Bus hineingepackt, rausgepackt und vor der Heimfahrt noch einmal. Das geht nur mit einem Busunternehmen, das
Gurte für die Kinder im Bus hat
Auch mal dreckige Kinder nach Hause fährt
Dazu auch ganz spontan, die Rasselbande wieder abholt, wenn`s Unwetter mit Gewitter und Wind gibt.
Das alles finden wir seit Jahren im Busunternehmen Schmitt, aus Zeuzleben. Alle packten am Morgen und am Nachmittag mit an, wenn es galt die schwer beladenen Bollerwägen in den Bus hinein und hinauszuheben.
Danke liebe Busfahrer und liebe Eltern für die Hilfe.
Die Kinder sind schon sehr Walderfahren, deshalb wissen sie auch, wie man sich im Wald benehmen soll:
So leise wie möglich sein
Tiere vorsichtig im Lupenglas anschauen und wieder vorsichtig zurück an den Findeort setzen.
Nicht mit Stöcken rennen
Und nur soweit entfernen, wie man die Betreuer noch sehen kann. Tolle Kinder – super geklappt.

O, wie klingt es schön, der Weg zu unseren Waldstücken führt am Marienweg entlang. Kleine Schildchen zeigen diesen Weg. Bei jedem Schild wünschten die Kinder ein Marienlied. Jetzt fangen die Kinder schon selbst an zu singen. Wie warm einem ums Herz ist, wenn die Kinder durch den Wald wandern und das Lied: Segne du Maria“ oder „Alle Kinder die hier sind“ singen. Es hat so etwas feierliches, wertschätzendes, Besonderes!

Zuerst einmal musste der Waldplatz wieder hergerichtet werden. Also erst mal nix mit Spielen. Das Nest im Wald muss mit Zweigen, kleinen Ästchen und Laub ausgepolstert werden, damit wir dort in Ruhe und gemütlich essen können, Geschichten erzählen oder Geschichten hören können und Lieder singen, dem Gesang der Vögel lauschen, den kleinen Käferchen und Spinnen zuschauen und Rätsel lösen können. Das Loch für unser Waldclo muss ausgebuddelt werden und der Platz gemeinsam erkundet werden. Was hat sich verändert und wo können die Waldschrate klettern und spielen.

Wir gehen in den Wald, ob`s warm ist oder kalt – singen die Kinder am Morgen, bis der Bus in Sicht kommt. Dann rufen die Kinder nur noch: BUUUUS, BUUUS! Über den großen Parkplatz hinüber. Bis er endlich vor ihnen steht und die großen Türen aufgehen.

Einmal jedoch entschieden sich die Kinder gegen die Fahrt zum Wald und das Spiel im Wald. Am Dienstag, den 2. Mai regnete es so stark. Das Telefon im Kindergarten stand nicht still. Besorgte Eltern waren dran, die nachfragten, ob es bei solch einem Wetter auch in den Wald geht. Alle Eltern wurden auf 8.30 Uhr vertröstet. Da fand nämlich die außerplanmäßige Kinderkonferenz statt. Alle Waldkinder trafen sich im Gemeinschaftsraum/Foyer des Kindergartens und berieten, ob oder ob es nicht in den Wald geht. Mit Bildkarten, damit es für die Kinder anschaulicher ist wurde dann demokratisch abgestimmt. O nein. 25 gegen den Wald und 24 für den Wald. Also bleiben wir da. Ein knappes Ergebnis, das die meisten Eltern jedoch freute. Bei den Kindern jedoch gab es Tränchen. „Ich will aber in den Wald, weinte eines der jüngsten Mädchen. O weh, so manche Erzieherin hätte gerne mit geweint. Ein Kindergartenvater meldete nun zurück: „Ich finde es klasse, dass die Kinder in viele Entscheidungen einbezogen werden. Gerade auch, weil sie selbst entscheiden durften - für oder gegen den Wald. Ich war jedoch heil froh, dass es gegen den Wald ausging!“

Nach den Waldtagen bleibt uns die Erinnerung an
Viele gemeinsame Erlebnisse mit den Kindern,
Z.B. Wandern auf dem Abenteuerweg
Führung durch den dunklen Wald
Waldgeschichten und Waldkekse
Viele, viele Fotos von den Kindern
Und Gott sei Dank
Nur ein hoher „Pflästerchen“ verbrauch. 
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