Feuerwehr der Stadt Schweinfurt: Jahresstatistik 2016

Schweinfurt (red). Die Feuerwehr der Stadt Schweinfurt blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2016 zurück. Nicht nur die Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der Wiedergründung der Freiwilligen Feuerwehr nach dem zweiten Weltkrieg sorgten für ein arbeitsreiches Jahr, auch die Einsatzzahlen bestätigen einmal mehr die Notwendigkeit einer schlagkräftigen und gut ausgestatten Wehr.
„Wir in Schweinfurt können stolz sein auf unsere Feuerwehr. Ob hauptberuflich oder ehrenamtlich, die vielen Einsatzkräfte leisten tagtäglich einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Für die geleistete Arbeit möchte ich mich bei allen hauptberuflichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern aber auch allen ehrenamtlichen Kräften daher ausdrücklich bedanken.“, so Oberbürgermeister Sebastian Remelé.
Insgesamt musste die Feuerwehr im vergangenen Jahr 943 Mal für die Bürger in Stadt und Landkreis tätig werden. Während die Zahl der Brandeinsätze im Vergleich zum Vorjahr leicht rückgängig ist (289 zu 297), verzeichnet man im Bereich der technischen Hilfeleistung einen leichten Anstieg (441 zu 431). Die häufigsten Einsatzstichworte waren dabei das Beseitigen von Betriebsstoffen aus Fahrzeugen auf öffentlichen Verkehrswegen sowie das Öffnen von Wohnungen bei akuter Gefahr (d. h. wenn davon ausgegangen werden muss, dass sich jemand in einer akut lebensbedrohlichen Situation befindet).
In Summe konnten 66 Personen durch die Feuerwehr gerettet werden, in 13 Fällen kam leider jede Hilfe zu spät. Die restlichen Einsätze verteilen sich auf Sicherheitswachen und sonstige Tätigkeiten.
Neben den hauptamtlichen Kräften, die den Großteil dieser Einsätze abgearbeitet haben, wurden auch 64 Mal die ehrenamtlichen Kräfte zur Unterstützung oder zu Paralleleinsätzen alarmiert. Die drei Werkfeuerwehren der Großindustrie rückten in 99 Fällen mit aus.
Erwähnenswert in der Einsatzstatistik sind der Brand eines Hochspannungstransformators in Oberndorf im Januar, ein langwieriger Schwelbrand in einer Getreidemühle im Juli sowie der Großbrand einer Verkaufsstätte in der Luitpoldstraße im November. Bei diesem Einsatz ist sogar ein Abbruchbagger zum Einsatz gekommen, da das Gebäude durch den Brand einsturzgefährdet war und die Nachlöscharbeiten sonst nicht hätten fortgesetzt werden können.
Anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Wiedergründung der Freiwilligen Feuerwehr“ lud die Stadt Schweinfurt zu einem Ehrenabend in das Rathaus ein. Am 25. September schloss sich ein Tag der offenen Tür auf der Feuerwache an, der von über 7.000 Gästen besucht wurde.
2016 brachte auch einige technische Neuerungen mit sich: Im Juni begann der Wirkbetrieb des neuen TETRA-Digitalfunk für Stadt und Landkreis, im September konnte der Auftrag für die Lieferung von zwei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen erteilt werden. Daneben wurde die Umstellung auf neue Atemschutztechnik fortgesetzt, die im Jahr 2017 abgeschlossen werden soll.
„Die Stadt Schweinfurt weiß, wie wichtig es ist, dass eine Feuerwehr und die dazugehörige Feuerwache gut und leistungsstark ausgerüstet, auch technisch auf einem aktuellen Stand sind. Wir investieren daher immer wieder in neue Fahrzeuge oder Gerätschaften – bringen Neuerungen mit auf den Weg. Sicher auch ein Grund, warum der Nachwuchs nicht ausbleibt.
Vielmehr, das weiß ich, ist die Gewinnung von Nachwuchskräften aber ein Verdienst der Jugendfeuerwehr, die es besonders im Jahr 2016 geschafft hat, für diese wichtige Arbeit zu begeistern“, so der Oberbürgermeister.
Die Jugendfeuerwehr konnte einen Zuwachs an Mitgliedern auf nunmehr 20 verzeichnen. So konnten auch Übertritte in den aktiven Dienst zur Freiwilligen Feuerwehr (zwei Kameraden) kompensiert werden. Insgesamt verfügt die Stadt Schweinfurt momentan über 48 hauptberufliche Feuerwehrbeamte und 60 ehrenamtliche Feuerwehrdienstleistende. Die Stadt Schweinfurt ist zusammen mit dem Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt e.V. weiter darum bemüht, für das Ehrenamt in der Feuerwehr zu werben.
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