Es wurde gefräst, gelötet und gebohrt

Die 13-jährige Florentine aus Wasserlosen war vom Technik-Camp des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e.V. begeistert. (Foto: Matthias Riedl (bbw e. V.))
Mit jedem neuen Handgriff sind sie gewachsen: die Begeisterung und Neugier für Technik, außerdem das Selbstbewusstsein der zehn Schülerinnen, die im „Mädchen für Technik-Camp“ des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) bei der ZF Friedrichshafen AG in Schweinfurt dabei waren. Selbstständig haben die Mädchen verschiedene Werkstücke zum Thema „Girls in Motion & Mobility“ gebaut und dafür gefräst, gelötet und gebohrt. Ausbilder und Azubis haben die Mädchen spielerisch-ambitioniert an Technik herangeführt, um Ängste sowie alte Vorurteile abzubauen. So haben die Schülerinnen Berufe wie Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker, Mechatroniker und Zerspanungsmechaniker kennengelernt – und einen realistischen Einblick in die Welt der technischen Berufe bekommen. Der 13-jährigen Florentine aus Wasserlosen hat es gefallen: „Das Camp hat mir total schöne Erfahrungen gebracht. Ich kann mir jetzt mehr unter einer Ausbildung in einem Industriebetrieb vorstellen.“ Ganz wichtig dabei: Nicht das Geschlecht, sondern die Leistung ist entscheidend. Die ZF Friedrichshafen AG will die Mädchen, nicht weil sie Mädchen sind – sondern weil sie gut sind. Der Ferienspaß kam in der Woche auch nicht zu kurz: Teamaktionen standen am Feierabend auf dem Programm.
Ihr fertiges Werkstück haben die Schülerinnen bei der Abschlussveranstaltung Eltern, Unternehmensvertretern und weitere Gäste präsentiert. Anlässlich des Camps sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Arbeitgeber-verbände bayme vbm, die das Camp ideell und finanziell unterstützen: „Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, benötigen unsere bayerischen Unternehmen hochqualifizierte Nachwuchskräfte. Deshalb engagieren wir uns seit Jahren für Projekte, die Mädchen frühzeitig MINT-Berufe näher bringen. Hierzu zählen auch die ‚Mädchen für Technik-Camps‘.“ Am gleichen Strang zieht auch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, es fördert seit Jahren die Projekte für Mädchen und junge Frauen.
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