Es besteht ein großer Bedarf an kommunikativen Begegnungsmöglichkeiten in Schweinfurt – Der Viktualienmarkt als Vorbild

Mehr Leben in die Innenstadt bringen möchte SPD-Stadtrat Peter Hofmann. Neben einem zentralen Treffpunkt wie einst der Markthalle schwebt ihm auch eine Belebung des Marktplatzes nach Vorbild des Münchener Viktualienmarktes vor. Das Foto zeigt Peter Hofmann auf dem weitgehend leeren Schweinfurter Marktplatz. (Foto: Daniel Wiener)
Schweinfurt (el) – Die SPD-Stadtratsfraktion sieht sich nach dem jüngsten Zwischenbericht der CIMA zum Thema „Belebung der Innenstadt“ bestätigt. Nach einer Passantenbefragung an vier verschiedenen Stellen in der Schweinfurter Innenstadt wurde deutlich: Die Markthalle wird vermisst. Bedauerlich sei, dass viele gastronomische Einrichtungen erst am Abend öffnen.
Es wird somit deutlich, dass Gelegenheit zur Begegnung verbunden mit gastronomischen Angeboten zumindest tagsüber als fehlend empfunden werde. Das Ergebnis ist eine klare Aussage pro Begegnung und Kommunikation beim Einkauf und Aufenthalt in der Innenstadt.
Bereits vor einem Jahr hat die SPD-Stadtratsfraktion durch Stadtrat Peter Hofmann einen umfangreichen Antrag mit Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt in den Stadtrat eingebracht. Ein wesentlicher Punkt war hierbei die Forderung eines Viktualienmarktes auf dem Marktplatz, da derartige Plätze des kommunikativen Erlebniseinkaufes für die Belebung der Innenstadt unabdingbar seine.
„Die SPD-Stadtratsfraktion sieht sich nun durch den jüngsten Bericht der CIMA nach einer Befragung von Passanten in der Innenstadt bestätigt. Die Bürgerinnen und Bürger als auch die Besucher der Stadt brauchen derartige Plätze der Begegnung, insbesondere auch, da in diesem Bereich die Markthalle in der Keßlergasse schmerzhaft vermisst wird.“
Peter Hofmann verweist in diesem Zusammenhang nochmals auf die Begründung zu diesem Punkt des umfangreichen SPD-Antrages:
Die Einrichtung eines Viktualienmarktes ist eine geeignete Möglichkeit, kommunikative Begegnungen und Erlebniseinkauf in der Innenstadt zu ermöglichen.
Der Weihnachtsmarkt, zu dessen Anlass sich täglich viele Schweinfurter auch bei widrigen Wetterverhältnissen treffen, macht deutlich, dass ein großer Bedarf an kommunikativen Begegnungsmöglichkeiten in Schweinfurt besteht.
„Ein kleiner Viktualienmarkt, auf dem Spezialitäten aus der Region angeboten werden, die über das Internet in der Regel nicht erhältlich sind und die von gastronomischen Darbietungen ergänzt werden, kann diesen Bedarf zumindest teilweise decken.
So könnten am Rand der Ost- als auch an der Westseite des südlichen Teils des Marktplatzes jeweils 4 – 5 erschlossene und begehbare Häuschen errichtet werden, die derartige Angebote abdecken. Es muss dabei gewährleistet sein, dass das Angebot auch zum Verweilen einlädt. Durch die am Rand angesiedelten Häuschen würde der Platzcharakter nicht beeinträchtigt werden und gleichzeitig eine Belebung des Marktplatzes dauerhaft stattfinden. Der Gemüse- und Obstmarkt würde auf diese Weise auch nicht beeinträchtigt werden. Im Gegenteil, der Verkauf könnte durch das Spezialitätensortiment sogar gesteigert werden.“
Während dem Antrag in den Punkten Möblierung und besucherfreundlichere Ausgestaltung des Zeughausplatzes als auch des Schillerplatzes entsprochen wurde, wurde dieser aber auch weitere Punkte des Antrages zur weiteren Diskussion in den Arbeitskreis Innenstadt verwiesen. Dort wurde nun innerhalb eines Jahres jedoch nicht über diesen Antrag gesprochen, führt Peter Hofmann aus, der vermutet, dass er wohl aus der falschen Fraktion kommt.
Auch wenn die neue City-Managerin mit zahlreichen Initiativen frischen Wind in die Innenstadt bringe, seien neben derartigen begrüßenswerten Aktionen auch strukturelle Verbesserungen in der Innenstadt unabdingbar, sagt der Stadtrat. Ein wesentlicher Beitrag könnte hierzu die beantragte Einrichtung eines Viktualienmarktes sein.
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