DJ Jim Knopf geht in seine 35. Faschingssaison – Jedes Lied wird sorgsam von Hand ausgewählt – „Paradiso“ ist immer noch ein Hit

Gerolzhofen (el). Es ist inzwischen die 35. Faschingssaison für DJ Jim Knopf. Der bekannte Stimmungsmacher aus dem Raum Gerolzhofen will diesen runden Geburtag aber gar nicht groß feiern, sondern auch in diesem Jahr mit den besten Partyhits das Publikum erfreuen.
Dazu bietet sich am Samstag, 25. Februar wieder im Bischwinder Gemeindehaus eine gute Gelegenheit. Der komplette 160-Einwohner-Ort wird dann auf den Beinen sein und das Bischwinder Männerballett wieder einen seiner legendären Auftritte haben. Alljährlich „die Hölle los“ ist dann auch nach dem traditionellen Unterspiesheimer Faschingssonntagszug in der DJK-Halle, diesesmal am 26. Februar. Weiter geht es am Rosenmontag beim Ball der DJK Alitzheim. Dort wird mit vielen Gästen aus den „guten, alten Metropol-Zeiten“ gefeiert.
„Man erkennt sie kaum noch, aber nicht weil sie älter geworden sind, sondern weil sie Masken auf haben“ erklärt DJ Jim Knopf, der mit bürgerlichem Namen Andreas Dolag heißt, im Gespräch mit dieser Redaktion. Die Fröhlichkeit scheint dem gebürtigen Schweinfurter in die Wiege gelegt worden zu sein. Angefangen hatte dabei alles als Gläserspüler in der Discothek Flair in seiner ursprünglichen Heimatstadt Schweinfurt.
Mehr oder weniger durch Zufall - meist zur Unterhaltung der Arbeitskollegen - ist er hinter das Mischpult geraten und sein Stil kam gut an. „Er war 17 und das Mischpult 31“ sagt Jim Knopf in Anspielung auf einen Peter-Maffay-Hit auf die Frage nach seinem damaligen Alter. So richtig los gings dann aber erst 1985 im Metropol in Gerolzhofen. „Schallplatten waren damals noch das Maß aller Dinge“ erinnert er sich an noch gar nicht allzu lange Zeiten zurück. Heute rückt er mit mehreren Alukoffern voller CD´s aus, wenn es gilt Geburtstagsfeiern, Hochzeiten,Silberhochzeiten, Kirchweihen und Vereinsfeste musikalisch zu untermalen. „CDs sind zwar inzwischen für DJ auch schon wieder out, doch ich will nicht den ganzen Abend auf einen Bildschirm gucken“, führt er an, warum er nach wie vor das traditionelle „Auflegen“ bevorzugt. „Ich muss dem Publikum zusehen können, wie es tanzt, sich bewegt oder auf mich zugeht“. So gestaltet er dann sein Programm das nur dadurch individuell ist und auf den Geschmack des Publikums zugeschnitten sein kann. Sein Geheimis ist dabei ganz einfach: „Tanzbare Musik für Vierbeiner“ nennt er das, also viel Foxmusik, Oldies, Deutsche Schlager und zur späteren Stunde Rock oder Neue Deutsche Welle. „Das kann auch mal eine Walzerrunde sein, wie es halt gerade passt. Da gibt es je nach Anlaß schon mal eine Polonaisen oder einen Limbo-Tanz“, führt der 51-jährige einige Beispiele an.
Wieviele CD´s und LPs sein Repertoire umfasst kann er selber gar nicht sagen. Die Anfänge liegen dabei in den Schweinfurter Schallplattenläden. „Im damaligen Horten oder bei Fernseh Büttner, gab es die angesagtesten Hits“ erinnert er sich heute. Die „Deutschen Schlager 20“ und „Abba´s Greatest Hits“ waren seine ersten Schallplattenkäufe. Nach und nach kamen viele Singles dazu. „Sechs Mark haben die damals gekostet, mit A und B-Seite“, weiß DJ Jim Knopf noch ganz genau. Der hat seinen Namen übrigens von einem Ohrring in Form eines Knopfes, den er einst im Ohr trug.
Und was sind die Faschingshits in dieser Saison? „Holz“ sei derzeit schon zu abgedroschen meint der Experte, „Hulapalu“ von Andreas Gabalier hätte da nach seiner Ansicht schon bessere Chancen. Seine persönlichen Hits für diese Saison sind „weil ich ein Mädchen bin“ von Lucilectri, „Paradiso“ von Conny Francis oder „Die immer lacht“ von Stereoact feat, Kerstin Ott. „Aber auch die „Mallorca-Kracher gehen immer“.
Bilder vom früher und heute gibt es auf seiner Hompage www.dj-jimknopf.de
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