Dienststelle des Bayerischen Landesamtes für Statistik feiert in Schweinfurt 25-jähriges Bestehen

Feierten das 25-jährige Bestehen der Schweinfurter Dienststelle des Bayerischen Landesamtes für Statistik (v.l.): Stv. Landrätin Christine Bender, Präsident Dr. Thomas Gößl, Dienststellen-Leiterin Elisabeth Seitz, Oberbürgermeister Sebastian Remelé und Innenstaatssekretär Gerhard Eck. Foto: Rudi Merkl (Foto: Rudi Merkl)
  Schweinfurt (rm). Grund zum Feiern gab es in der vergangenen Woche in der Schweinfurter Gun-nar-Wester-Straße 6. Denn die Dienststelle des Bayerischen Landesamtes für Statistik kann dort in ihrem architektonisch einmaligen Amtsgebäude inzwischen auf eine 25-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken.

Als damals im Frühjahr 1993 die ersten Mitarbeiter der Behörde in Schweinfurt ankamen, befand sich die Industriestadt in einer tiefen Krise. Mehr als 10 000 Mitarbeiter der Metallindustrie standen auf der Straße und Schweinfurt war in Westdeutschland die Stadt mit der höchsten Arbeitslosen-quote.

Unter dem Motto „München entlasten - Bayerns Regionen stärken – Arbeit zu den Menschen brin-gen“ beschloss die Bayerische Staatsregierung Ende März 1992 eine umfangreiche Behördenverla-gerung von München in strukturschwache Gebiete Bayerns. „Das Bayerische Landesamt für Statis-tik und Datenverarbeitung sollte eine Außenstelle im damals krisengeschüttelten Schweinfurt aufbauen“, berichtete Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck bei der Feierstunde anlässlich des 25-jährigen Jubiläums vor den rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Behörde. In seinen weiteren Ausführungen dankte Eck der früheren Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser, die mit viel Engagement und Herzblut für die Verlagerung des Amtes nach Schweinfurt gekämpft hatte. „Die Mutter dieser Einrichtung ist Gudrun Grieser!“, so Eck.

Dem stimmte auch der amtierende Oberbürgermeister Sebastian Remelé zu und betonte: „Wenn Gudrun Grieser die Mutter war, dann ist der Freistaat Bayern der Vater der Einrichtung.“ Er habe damals Behörden aus München in andere Landesteile ausgelagert. In diesem Zusammenhang habe Schweinfurt auch eine Außenstelle des Landessozialgerichts erhalten. Mit der Behördenverlagerung sei es gelungen, 200 vor Wirtschaftskrisen sichere Beamtenstellen nach Schweinfurt zu holen. Man habe damals ein neues Kapitel in der Schweinfurter Geschichte aufgeschlagen – weg von der reinen Monostruktur der metallverarbeitenden Industrie und hin zu mehr Dienstleistung und Kultur. Wobei aber die Industrie auch weiterhin die Hauptquelle des Wohlstands der Stadt sei und auch bleiben solle, so Remelé.

Auch der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Statistik, Dr. Thomas Gößl, war zur Feier-stunde angereist und dankte den Mitarbeitern für ihren Einsatz. Er lobte die Schweinfurter Außen-stelle eine wichtige Konstante im Landesamt. „Die mehr als 200 Kolleginnen und Kollegen in Schweinfurt liefern wichtige statistische Ergebnisse für Bayern, Deutschland und Europa vom Tourismus und Kinderbetreuung über Hochschulen und Bautätigkeit bis hin zu Steuern und Pro-filing. Präsident Gößl rückte in seiner Rede aber auch die Architektur der Schweinfurter Dienststelle in das Blickfeld der geladenen Festgäste. Von allen Dienststellen seiner Behörde, sei die Schwein-furter die architektonisch am gelungenste, so der Behördenchef. Das lichtdurchflutete Gebäude in der Gunnar-Wester-Straße war zudem das erste Niedrigenergiegebäude der öffentlichen Hand.

In dem 4200 Quadratmeter großen Amt, das Anfang 2010 von der Außenstelle zur Dienststelle aufgewertet wurde, arbeiten heute gut 200 Beschäftigte in sechs Statistiksachgebieten und einer Organisationseinheit für zentrale Angelegenheiten. Zu den Aufgaben der Dienststelle gehören unter anderem das Führen des Statistischen Unternehmensregisters, die Durchführung der Gewerbeanzei-gen- und Insolvenzstatistiken, der Handels-, Gastgewerbe- und Tourismusstatistiken, der Statistiken des Sozialwesens und der Kinder- und Jugendhilfe, der Steuerstatistiken, der Krankenhausstatisti-ken, der Bautätigkeits- und Baugewerbe- sowie der Handwerksstatistiken, der Dienstleistungs- und Verkehrsstatistiken.
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