Die Würzburger Kickers und der Fluch der letzten 15 Minuten

Es ist in Fußballkreisen gemeinhin bekannt: Ein Spiel dauert 90 plus X-Minuten. Leider haben die Würzburger Kickers diese Arithmetik noch nicht aufgenommen. erneut kassierten die Mannschaft zehn Minuten vor Spielende den Ausgleichstreffer. Einen Treffer, der in vier Wochen, wenn endabgerechnet wird den Sturz in die 3. Liga bedeuten kann.
Vor ausverkauftem Haus waren die Nürnberger in den Anfangsminuten das bessere, agilere Team. Das änderte sich schlagartig in der 10. Minute. Valdet Rama setzte sich in halblinker Position durch, zog nach innen und gegen seinen präzisen Schuss war Schäfer im Nürnberger Kasten machtlos. Das Tor gab den Kickers Auftrieb. Die Mannschaft setzte Nürnberg unter Druck. Die Folge, Nagy, Daghfous, Öde und Benatelli erarbeiteten sich die Chancen für einen zweiten Treffer. Es blieb aber wieder beim erarbeiten, der Glücksmoment stellte sich nicht ein.
Mit zunehmender Spieldauer verflachte die Partie. Zahlreiche Abspielfehler auf beiden Seiten, kleine Nicklichkeiten, Abstiegskampf pur war angesagt. Der Leistung der 22 Akteure schlossen sich auch die Unparteiischen an, besonders Linienrichter Amir Osmanagic muss, ob solch hoher Weihen, schon besser Tage gehabt haben.
Wechsel in der Pause bei den Rothosen, für Daniel Nagy kam Diaz Junior. Die Kickers ziehen sich in der 2. Hälfte zurück, versuchen wieder die Kontertaktik. Nürnberg reagiert auf die neue Situation und ergreift nun seinerseits die Initiative. Jörg Siebenhandl bekommt mehr Arbeit als ihm lieb ist. Club-Coach Köllner reagiert ebenfalls, verstärkt die Offensive. Teuchert kommt für Ishak,Salli für Brecko und Hufnagel für den verletzten Kempe.
In der 81. Minute ist es soweit, den Kickers fehlt in der Abwehr wieder einmal die Zuordnung, der eingewechselte Teuchert steht mutterseelenallein im 16er und kann sich die Ecke aussuchen. Der erneute Black Out seiner Abwehr bringt auch Hollerbach zum ausrasten, die Folge ist, Schiedsrichter Jöllenbeck schickt ihn auf die Tribüne.
Die letzten zehn Minuten sind schnell abgehandelt. Würzburg, angetrieben von Kapitän Neumann versucht noch den Lucky Punch zu setzen und Nürnberg versucht die dadurch entstehenden Freiräume seinerseits zu nutzen. Letztlich bleibt es beim gerechten 1:1, was dem Club mehr nutzt als den Kickers.
Durchhalteparolen waren nach Abschluss angesagt. "Wir werden weiter arbeiten, noch haben wir es in der eigenen Hand", Bernd Hollerbach, "Wir haben alles gegeben. Leider haben wir es nicht geschafft nachzulegen. Wir haben noch vier Spiele, jetzt ist jedes Spiel ein Endspiel", Daghfous.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.