Die Würzburger Kickers bleiben ohne Fortune

  Wie sich die Parallelen gleichen: Am 22. Spieltag empfangen die Würzburger Kickers die SpVgg Greuther Fürth und erzielen erstmals im Jahr 2017 zwei Tore. Das Spiel endet Unentschieden. Am Samstag gastiert Arminia Bielefeld in der Flyeralarm-Arena und die Kickers erzielen ihren zweiten Zweierpack in 2017. Das Spiel endet ebenfalls unentschieden. Zweimal haben sich die Kickers in diesem Jahr bereits ein Eigentor eingeschenkt, zweimal war Junior Diaz der Unglücksrabe.
Es hätte alles so schön werden können an diesem Samstag. Die Kickers brannten vor Ehrgeiz. Der Mannschaft war der Wille der Wende anzumerken. Da wurde kein Ball verloren gegeben, der Arminia wurde keine Chance geboten sich zu entfalten. Als Patrick Weihrauch in der 17. Minute zu einem Supersolo ansetzt, drei Arminen austanzt, den Ball maßgerecht nach innen flankt und Rico Benatelli das Spielgerät mit Schmackes in das rechte untere Eck des Bielefelder Gehäuses hämmert, da war die Kickers Welt in bester Ordnung.
Die zwei Spitzen Valdet Rama und Elia Soriano bekamen ihre Chancen. Nur nutzen taten sie die selbigen leider nicht. Wie ein Damoklesschwert hängt die mangelnde Chancenverwertung derzeit über dem Kickersstadion.
War die erste Hälfte eindeutig eine Sache der Rothosen, war man in der zweiten Hälfte mehr defensiv orientiert. Die Kickersfans unter den rund 10 500 Zuschauern mussten sich aber keine großen Gedanken machen, da das Bielefelder Offensivspiel mehr einem lauen Frühlingslüftchen entsprach.
Das man auf Seite der Ostwestfalen letztlich doch jubeln konnte, dies hatte letztlich mehrere Faktoren. Recht früh wechselte Bernd Hollerbach. er brachte Pisot für Daghfous, Königs für Soriano und Kurzweg für Neumann. Letzter Wechsel war verletzungsbedingt, die Einwechslung Kurzwegs wäre aber auch ohne die Verletzung Neumanns vorgenommen worden. Hollerbach fehlten somit im Endstadium die Möglichkeiten sowohl einen taktischen als auch einen möglichen Wechsel auf Grunde einer weiteren Spielerverletzung vorzunehmen.
Das Übel nahm seinen Lauf. Nach einem Luftkampf blieb Marco Königs benommen liegen. Sowohl die Unparteiischen als auch die Spieler der Arminia sahen wie sich Königs schmerzverzerrt wälzte, das Spiel wurde aber nicht unterbrochen, Bielefeld lies in dieser Szene jedes Fairplay vermissen. Als Königs endlich behandelt werden konnte stand fest, an ein weiterspielen war nicht zu denken. Wie auch Neumann wurde Königs in das Krankenhaus gefahren.
Als ob der Schrecken, die sechs Minuten Nachspielzeit mit zehn Mann zu überstehen nicht schon groß genug war, kam dann auch noch der Fauxpas von Junior Diaz hinzu. Mit einem satten Querschläger überwand er seinen Keeper Jörg Siebenhandl, erzielte den Bielefelder Ausgleich 90+2. Bielefeld versuchte in den verbleiben vier Minuten gegen zehn Würzburger noch den Siegtreffer zu erzielen, eine richtige Gefahr ging aber von den Ostwestfalen wie in der vorherigen 92 Minuten nicht aus.
Der Unglücksrabe wurde nach Spielende in Schutz genommen. Jörg Siebenhendl: "Er wollte den Ball wegschießen und hat ihn schlecht getroffen. " Siebenhendls Statement zum Fall Königs: "Es war klar nicht fair was die Bielefelder gemacht haben. Aber wenn du in so einer Situation 0:1 hinterlegst..." Auch Bernd Hollerbach nahm Diaz in Schutz: "Das ist auch schon ganz anderen Spielern passiert."
Zeit zum Nachdenken haben die Kickers gottlob keine. Am Dienstagabend folgt das Auswärtsspiel im Karlsruher Wildpark. Zumindest ein Punkt muss hier die Devise lauten. Das nächste Heimspiel findet am Freitag, 7. April gegen Hannover 96 statt. Für diese Partie sind noch Karten erhältlich. Das Spiel gegen den 1. FC Nürnberg, Sonntag, 23. April, ist hingegen ausverkauft.
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