Die Negativserie der Würzburger Kickers hält an

Der Moment der Entscheidung: Niklas Kreuzer hat zum 2:0 für Dresden eingenetzt.
  Um 13 Uhr war am heutigen Nachmittag noch eitel Sonnenschein am Würzburger Dallenberg angesagt. Ausverkaufte Flyeralarm-Arena, stimmungsvolle Fangesänge auf beiden Seiten und bestes Fußballwetter. Gefühlte 95 Fußballminuten später war aber nur noch eine Seite am jubeln, die Spieler und Fans der SG Dynamo Dresden. Mit 2:0 hatte die Mannschaft von Uwe Neuhaus gewonnen und den Kickers einen weiteren Tiefschlag versetzt.
Eigentlich begann das Spiel aus Kickers Sicht recht vielversprechend. Die Rothosen übernahmen die Initiative versuchten Dresden in deren eigenen Hälfte zu binden. Während Dresdens Torjäger Kutschke bei Schoppenhauer gut aufgehoben war, war es vor allem Sebastian Ernst, der mit seinen Dribblings für Gefahr in der Dresdener Hälfte sorgte. Ernst war es auch, der nach gut 10 Minuten für Daghfous auflegte. der Deutsch-Tunesier vergab allerdings die wohl beste Chance in der 1. Hälfte.
Dresden agiert in den ersten 45 Minuten zu zögerlich. Nach vorne ging kaum etwas, vielmehr versuchte man die Kickers im Mittelfeld zu binden. Von den Hausherren ging ebenfalls wenig Torgefahr aus und so endete die 1. Halbzeit torlos.
In der 2. Hälfte änderte sich dieseSituation schnell. Noch hatten nicht alle Tribünenbesucher ihren Platz eingenommen, da jubelte die gelbe Dynamo-Wand. Dresdens Spielführer Marco Hartmann nutzte den Blackout der Würzburger Innenverteidiger Schoppenhauer und Neumann, seinen Querpass nahm Aias Aosman dankend an und schlenzte ihn an Wulnikowski vorbei zum Führungstreffer der Sachsen (47.).
Der Treffer verunsicherte die Kickers, die in den folgenden Minuten kaum zur Normalform fanden. Keeper Wulnikowski trug einen Kleinkrieg mit Dresdens Stefan Kutschke aus, Campbell Diaz verlor immer mehr den Überblick und sorgte mit seinen Aussetzern und Fehlpässen öfters für große Gefahr in der Kickers-Abwehrzone.
Bernd Hollerbach reagiert und brachte mit Valdet Rama und Patrick Weihrauch zusätzliche Offensivkräfte. Und die Kickers kamen auch zu Chancen. Chancen, die sie kläglich vergaben. So wie Elia Soriano, der einen Seitfallzieher (65.) weit übers Dynamo-Tor setzte.
Besser machte es Dresdens Niklas Kreuzer in der 75. Minute. Von David Pisot zu spät gestört wollte er in den Würzburger Strafraum flanken. Wollte, den der Ball wurde länger und länger und segelte in das lange Ecke der Würzburger. Würzburg: 0, Dresden: 2. Das Spiel war gelaufen.
"Wir haben in der ersten Halbzeit keinen Zugang zum Spiel gefunden. In der zweiten Halbzeit haben wir, begünstigt durch das schnelle 1:0, unseren Fußball spielen können. Wir wussten, wenn Würzburg kommen muss haben wir unsere Chancen." Dresdens Kapitän Marco Hartmann analysierte nicht nur das Spiel messerscharf, er hat auch für den interviewer einen kessen Spruch parat. " Ja, es war kein schönes Spiel. Aber wir haben es gewonnen. Soll ich mich jetzt jede Woche entschuldigen weil wir kein schönes Spiel gewonnen haben?"
Diese Entschuldigung würde Bernd Hollerbach gerne aussprechen. Nur, in diesem Jahr hatte er dazu noch keinen Grund. Kein Sieg in 2017, 180 Minuten mittlerweile ohne Tor, die Kickers sind nicht mehr die Überraschungsmannschaft der Liga. Viel mehr haben sich die Gegner auf das Spiel der Rothosen eingestellt.
In der jetzigen Situation wirkt die Aussage von Bernd Hollerbach, wir haben 29 Punkte, 40 Punkte langen zum Klassenerhalt, und wir haben noch zehn Spiele, da solten wir die fehlenden Punkte noch holen, eher wie ein Hoffnungsgebet. Spätestens wenn man am kommenden Freitag bei den Löwen nicht punktet, dann steht man voll im Abstiegskampf.
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