Die ESKAGE spielt in der karnevalistischen Champions League - Der neue Faschingshit: „Ein Lied für Barbara“

  Schweinfurt (eva). Die ESKAGE startet zwar als Letzte der drei Schweinfurter Karnevalsgesellschaften in den Sitzungsmarathon, was jedoch die Garden, Büttenredner und Gesangsgruppen bei der Premierensitzung geboten haben, das hat die älteste Schweinfurter Karnevals-Gesellschaft schnell auf die Überholspurt katapultiert. Fünf Stunden beste Unterhaltung, dies honorierten die meist kostümierten Gäste im ausverkauften Veranstaltungscenter mit viel Applaus und zahlreichen „Raketen“.

Bereits das Bühnenbild zur Ouvertüre des Stettbacher Ein-Mann-Orchesters Eugen Vogel setzt eine Duftmarke. Die Aushängeschilder der ESKAGE, die Garden, stehen auf der Bühne Spalier zum Einzug des Prinzenpaares Sergei I. und Tanja II. angeführt von Präsident Horst Dinkel und dem Elferrat. Angekündigt wird die „geballte Macht des Frohsinns“ durch den „Dompteur“ und Lalli Pop-Frontmann Stefan Labus. Mit der Dittelbrunner Marienbach Elf, den Rafelder Krautsköpf und den Ransbachtalern begrüßt Horst Dinkel „liebe Freunde unserer Gesellschaft.“ Protokollarisch folgten die kurzen Ansprachen des Prinzenpaares, ehe das über fünfstündige Programm mit einem rassigen Marschtanz der Jugend startet. Was die neun Mädels, die kurzfristige krankheitsbedingte Ausfälle verkraften mussten, war ein tänzerischer Leckerbissen. Nicht nur die Mädels, auch ihre Trainerinnen wurden mit viel Applaus bedacht.
Traditionsgemäß gehört die erste Bütt dem Hamicher Till. In seiner unnachahmlichen Art geißelt Peter Halbig die Unzulänglichkeiten der Promis aus Politik, Sport und Showbusiness. Seine Fiktion: „Berlin, Berlin, wir fliegen niemals ab Berlin“ und seine Erkenntnis das man sich derzeit im politischen Deutschland nur bei der Diätenerhöhung einig ist, bringt die erste Rakete. Es folgen im ersten Sitzungsteil Nancy Steinert und das Duo Sina Siebeneichler/Celine Danzer als Büttenrednerinnen. ESKAGE-urgestein Nancy Steinert besticht bei ihrer Hochzeitsvorbereitungsbetrachtung mit Wortwitz, Fremdsprachenkenntnissen und einer ausdrucksvollen Mimik. Am Ende ihrer atemlosen Reise durch die Berliner Nacht bleibt das Fazit: „Lieber schaue ich mir 4 Hochzeiten und ein ein Todesfall an, als diese Brautkleidersuche noch einmal durchzustehen.“
Die Future-Omis Sina und Celine blicken auf das Jahr 2065, dem 111-jährlichen Jubiläum der ESKAGE voraus. Keine Frage, auch dann ist Horst Dinkel noch Präsident und Cheftexter Peter Fabian schreibt die Reden.
Tänzerische Glanzpunkte setzen derweil die Juniorengarde (Trainerinnen Marie-Aline Körner und Nancy Steinert) mit einem flotten Marschtanz und die Jugend zeigt ihren Schautanz „Zauberwald“. Unter der Regie von Annika Kmetkova, Andrea Stegner und Darleen Zilch bezaubern die Jüngsten im Sinn des Wortes. Der jugendlichen Unbekümmertheit kann sich auch Prinz Sergei I. nicht entziehen, er swingt mit, es hat fast den Anschein als würde er im Land der Phantasie gerne mittanzen. Die nächste Rakete des Abends startet und die Mädels dürfen erst nach einer Zugabe die Bühne verlassen.
Den Schlusspunkt in Teil Eins setzen die „Dream Boys“ aus Niederwerrn. Ihre Playback-Show ist einfach gigantisch. Da trifft Falco auf Mozart, da wirbeln die Blues Brothers über die Bühne, Michael Holm ist weiter auf dem Weg nach Amarillo und, und, und. Bleibt mit dem geänderten Abba-song zu schließen: „We say thank you DVN.“

Sie sind einer der Lichtblicke der ESKAGE, die Tänzerinnen der Aktivengarde, die den zweiten Sitzungsteil beginnen. Unter ihrer Trainerin Annette Dinkel bieten sie eine temperamentvollen Marschtanz, unterstreichen da sie in Form sind vor den Gardemeisterschaften, die am 17./18. Februar in Grafenrheinfeld stattfinden.
Es ist ein einfaches Erfolgsrezept: Man nehme einige Personen aus dem Publikum, hole sie auf die Bühne und lasse sie mitspielen. Dass die Probanden, die der Rhöner „Bub“ ausgewählt hatte aber derart gut mitspielten, das hat ihn überrascht und die Gäste begeistert. Vielleicht war es auch der Abend der Geburt eines neuen Duetts. Das Zusammenspiel von Nico Rossmann als Bauchredner und der Dittelbrunnerin Barbara Achatz forderte Lachanfälle. Als Dank gab es von „Nicolas Rosini“ den neuen Hit „Ein Lied für Barbara“ für die Dittelbrunnerin.
„Einfach unverbesserlich“ ist der Auftritt der Spätlese überschrieben. Choreographie und tänzerische Leichtigkeit dominierten bei den Damen und ihrer männlichen Unterstützung Thomas Horna. „Lupper und Bappo“ hatten sich diesmal dem Kreutzfahrtourismus verschrieben. Ihr pointenreicher Vortrag spiegelt das Leben an Bord und bei Landausflügen wieder. Kurz: Eine Weltreise in fränkisch.“
„Police Academy“ brachte das Männerballett auf die Bühne. Eine Augenweide wenn die Herrn der Schöpfung über die Bühne wirbeln, sich zu Sprüngen hinreisen lassen oder zur Musik von Paulchen Panther in die Blue Oyster Bar enkehren. Eines zeigt der Tanz allemal: Das tapsig dicke Männerballett hat ausgedient.
Köllner Fetenhits, Ohrwürmer, Schlager, Musik die keinen mehr auf seinem Platz hält. Stimmung pur hat einen Namen: „Lalli Pops“. Schon nah wenigen Minuten startet die Polonäse. Verstärkt wurde das rein männliche Kleeblatt durch einige Marienbach Elfen, die die optischen Reizpunkte setzten.
Abschluss und tänzerischer Höhepunkt der Sitzung war das Epos „Avatar“. Einmal mehr ist es Annette Dinkel gelungen mit der Aktivengarde einen Schautanz auf anspruchsvollstem Niveau einzustudieren. Stehender Applaus für die Tänzerinnen ist der Lohn der Gäste. Es folgt nach über fünf kurzweiligen Stunden das Finale Grande aller Aktiven.
Dreimal, 9., 10. und 12. Februar, besteht noch die Möglichkeit das karnevalistische Feuerwerk live zu erleben. Restkarten gibt es bei Annette Dinkel, Tel. 09721 169 179 oder (wenn noch vorhanden) an der Abendkasse.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.