Die Energietage im Mainbogen zeigten Möglichkeiten für die Bürger und Kommunen auf – Profitgier als Hemmschuh für den Klimawandel

Das Foto zeigt bei der Eröffnung der Energietage im Mainbogen (v. li.): Allianzmanagerin Ursula Weidinger, stellv. Landrat Peter Seifert, Bürgermeisterin Sabine Lutz (Grafenrheinfeld), 3. Bürgermeister Peter Gehring (Röthlein), Helga Fleischer (Gochsheim), Ewald Vögler (Grettstadt), Volker Karb (Schwebheim), Emil Heinemann (Sennfeld) und Dr. Heiko Paeth, der den Eröffnungsvortrag hielt.
Sennfeld (red). Seit 2007 veranstalten die Mainbogen Gemeinden im zweijährigen Rhythmus ihre Energietage Bei der Eröffnung der 2017er Auflage begrüßte Bürgermeister Emil Heinemann als Gastgeber in der Sennfelder Frankenhalle mit Dr. Heiko Paeth einen ausgewiesenen Fachmann auf dem Gebiet der Auswirkungen des Klimawandels. Vor etwa 100 Interessierten stellte er in einem ausführlichen Referat die Folgen dar und wie auch der Bürger und kleine Gemeinden darauf reagieren können.
Bürgermeister Heinemann stellte fest, dass sich auch das Angebot der Energietage gewandelt habe. Das Thema Energieeffizienz sei heutzutage schon bei der Bauplanung ein sehr viel wichtigeres Them, als noch vor zehn Jahren bei der Erstauflage der Energietage im Mainbogen. Die Aufklärungsarbeit dieser Messe habe viel Sensibilisierung bewirkt, weswegen der Fokus heutzutage weniger auf den Angeboten der Firmen liege, als vielmehr auf dem was inzwischen vllbracht wurde. Im Mittelpunkt standen deshalb die Exkursionen zu neuralgischen Punkten in den einzelnen Mainbogen-Ortschaften, wo schon viel bewirkt wurde.
Heinemann beklagte aber auch das zögerliche Tempo bei den erforderlichen Maßnahmen, obwohl die Tatsachen offensichtlich sind. Als Hemmschuh hat er die Profitgier ausgemacht, die viele sinnvolle und rasche Maßnahmen behindere. Der Mensch sei kein Beherrscher der Natur, sondern lediglich ein Mitarbeiter zum Erhalt, stellte er fest.
Besucht wurden u. a. das Ärztehaus in Sennfeld, Schule und Schwimmbad in Schwebheim, das Sennfelder Schwimmbad, das Grettstädter Rathaus und das neue Klärwerk in Röthlein. In der Frankenhalle wurden durch eine ganze Reihe an Fachvorträgen die Möglichkeiten zur Energiewende beleuchtet.
Hier stieß insbesondere das Thema E-Mobilität auf Interesse. Zwei Akku-betriebene VW Golf standen zum Probefahren bereit und waren ständig im Einsatz. Vor allem die inzwischen recht passable Reichweite überzeugte die Besucher.
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