Die CSU Schweinfurt trotzt selbst dem Sommergewitter

  Von wegen "Save Water - Drink Silvaner". Die Gäste des 10. Sommerempfangs der CSU Schweinfurt auf der Peterstirn hätten gerne bei lauschigen Temperaturen das eine oder andere Gläschen Silvaner genoßen. Doch Petrus schien, wie schon im Vorjahr, etwas dagegen zu haben. Es waren keine 90 Minuten seit der Begrüßung vergangen, da öffnete der Himmel seine Schleusen und die Wassermassen stürzten auf das Weingut Dahms hernieder. Die illustre Gästeschar lies sich deswegen aber nicht die gute Laune verderben. Kämpferisch wie sich die beiden Moderatoren Stefanie Stockinger-von Lackum und Stefan Funk bei ihrer Begrüßung gezeigt hatten stellten sich auch die CSU`ler und ihre Gäste den Wetterunbilden gegenüber und so wurde es zwar kein lauer, aber dafür ein dennoch gelungener Sommerabend.
Bildung, Terror und Bürgerbegehren hatte sich Bezirksrat Stefan Funk auf seine Agenda an diesem Abend geschrieben. Im bewährten Doppel mit Stefanie Stockiger-von Lackum warf man sich die verbalen Bälle zu. Kontinuierlich werde man die Arbeit im Stadtrat zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger fortsetzen. Werde sich, nach dem Halbzeit in der  kommunalen Legislaturperiode ist auf den Wahlkampf einstimmen. Eine Zielsetzung dabei: Schweinfurt von der Schulstadt zur Bildungsregion zu erheben. Dazu zähle die Schaffung bedarfsgerechter Kinderkrippen und Kindergartenplätze. 
Mit klaren Worten bezog Funk in seiner Rede Stellung gegen den Terror von links wie rechts. Angesichts der Hamburger Ausschreitungen könne man nur ausführen: "Es war einfach nur kriminell, was hier abgelaufen ist." Zu der vor sieben Jahren gegründete Initiative "Schweinfurt ist bunt"  stehe man. Dem Extremismus und Fanatismus zeige man hingegen die rote Karte. Gegen Extremismus gelte es ein Zeichen zu setzen und auf jene zu bauen, die den Bürger davor schützten. Funk dankte in diesem Zusammenhang den Polizisten, "die Hamburg für den Schutz der Demokratie eingetreten sind."
Punkt Drei, das Bürgerbegehren zum Erhalt einer Baumschutzverordnung. "Die Schweinfurter CSU sagt ja zu Bäumen, aber nein zu einer Verordnung." Süffisant wendete sich Funk gegen "Päpstinnen des Umweltschutzes", die im vergangenen Jahr gegen LED-Beleuchtungen zu Werke gingen und in diesem Jahr die Baumschutzverordnung als ihr Hauptziel ansehen. "Wir setzen auf den mündige Bürger der verantwortungsvoll mit den Bäumen umgeht." 
Dass der Bundestagswahlkampf langsam in seine heiße Phase kommt, das dokumentierten nicht nur die als Give aways platzierten Gewürzgläschen mit dem Konterfei von Dr. Anja Weißgerber, dies unterstrich das Mitglied des Bundestags in seinem Grußwort. Ein kurzer Ausflug in die Weltpolitik "Stopp der Zahlungen an die Türkei und Beendigung der Beitrittsverhandlungen", ein Blick auf die Wahlkampfziele der CSU und ein Blick voraus, darauf welche prominente Politiker die Region in den kommenden Monaten besuchen. Dies sind unter anderem Bayerns Innenminister Herrmann und als "Überraschungsgast" Ex-Minster Karl Theodor zu Guttenberg. Er wird am 20. September nach Schweinfurt kommen.
Es gab aber nicht nur Aussagen zum Bundestagswahlkampf. Dr. Weisgerber gab dank der Moderation der BR-Redakteurin Stockiger-von Lackum auch Einblick in ihr Privatleben preis. So ist sie nicht nur ein Familienmensch und sieht sich als "Anwältin für die Region", sie liebt "selbst gebackene Kuchen" und genießt die wenigen freien Stunden mit Kindern und Mann.

 




 
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