Die Antöner Elf holt die volle Punktzahl im ersten Auswärtsspiel - Top-Stimmung in der Peter und Paul-Arena

  Die Antöner Elf holt die volle Punktzahl im ersten Auswärtsspiel
Top-Stimmung in der Peter und Paul-Arena
Schweinfurt (eva). Bühne frei zum ersten Auswärtsauftritt der Antöner Narrenelf hieß es am Samstagabend im ausverkauften Pfarrsaal von St. Peter und Paul. Viereinhalb Stunden erlebt das Auditorium eine bunte, pfiffige, mit allen Zutaten einer gelungenen Karnevalssitzung gewürzte Premiere, an deren Ende die Antöner die volle Punktzahl mit nach Hause nahmen.
Man fühlte sich in die Jugend zurückversetzt, dominierten doch Verkleidungen als Cowboy und Indianer, als Gespenst oder Rotkäppchen den steifte Anzüge im Publikum. Und der Altersdurchschnitt? Nun der lag wohl weit unter der 40 und beide Komponenten, junges Publikum und lockere Atmosphäre ließen wohl auch die letzten Sorgenfalten bei Präsidium und Aktiven der Antöner verschwinden. Und so war es auch nicht verwunderlich das Sitzungspräsident Maurice Breitkopf mit Blick in den Saal von der „1a Lage des Faschings“ sprach.
Der schwungvolle tänzerische Auftakt oblag der Nachwuchsgarde. Mit einer schmissigen Polka begeisterten die zehn Mädels der Schülergarde. Es folgte der „Kleine Mann“. Günter Siebenbürger sah und kommentierte in seiner Paraderolle die Weltpolitik, Bundestagswahl und so manch weiteren bedeutsamen Moment des öffentlichen Lebens mit seinen Worten. Bei all den großen der Welt die er ins Auge genommen hatte fand er am Ende aber doch: „Es gibt ihn noch, den kleinen Mann.“
Königlich ging es weiter. Die kleinsten der Antöner, die Tanzmäuse kamen als Frösche und Prinzen auf die Bühne. Bei Hits die von der der Neuen Deutschen Welle bis zu den Beatles reichten tanzten die Drei- bis Sechsjährigen zum Märchen Froschkönig auf der Bühne. So richtig Probleme mit den Kidds hätte Elisabeth Vornberger gehabt. Wenn bei ihr die Dörte und der Sebastian zum Kindergeburtstag einlaufen ist Chaos vorprogrammiert. Nur gut das sich der „Vorhof zur Hölle“ letztlich als Alptraum herausstellte.
Nach dem Polkatanz der Junioren kommt mit Florian Dittert ein Newcomer auf die Bühne. Was ist führ ihn leichter als, als Wildparkfreund den Wildpark und deren Freunde zu beleuchten. Wenn das „Alphatier vom Wildpark“ so manch erlebte Anekdote zum besten gibt, von flitzenden Veganern, vom Eierklau an Ostern oder Tofufurt spricht ist`s, als sei man live in Schweinfurt?s Freizeitidylle.
Mit den beiden Tanzmariechen sowie dem Showtanz der Schülergarde, die sich dem Boxsport verschrieben hat, unterstreichen die Antöner einmal mehr ihr Potenzial im Gardetanz. Ring frei zur nächsten Runde heißt es für Jan Nenninger. Auch wenn das Nachwuchstalent im Ski-Kurs manchen Crash erleidet, am Abend ist er der „Superstar“ bei den Ski-Haserln.
Einmal mehr sind es die Tönis, die für tolle Stimmung sorgen. Gewitzt kommentieren sie die städtischen Unzulänglichkeiten. Geben ihre Antworten auf die großen Probleme Schweinfurt`s wenn sie einen „Meetunnel“, einen „Tunnel ohne Bäume“ oder eine neue Stadthalle fordern, wo dann auch die Antöner einziehen dürfen. Ohrwürmer perfekt umgetextet, keine Wunder, dass Zugberufe laut werden.
Wenn nach der Pause Thomas Blumenau den zweiten Sitzungsteil eröffnet mag man Mitleid mit ihm haben. Sturm „Frederike“ muss dem Armen böse mitgespielt haben, so zerfetzt ist sein Outfit. Was der tanzschaler dann aber bekannt ist, es waren deren viele „Frederiken“ die ihn beim Schwof in der Seniorenresidenz begehrten. Wie im ersten Sitzungsteil sind zwischen den Büttenreden tänzerischen Eye-Catcher eingestreut. Trotz krankheitsbedingten Ausfällen zeigen dabei die vier verbliebenen Tänzer(innen) der Hauptgarde eine flotte Polka. Etwas gemächlicher lassen es die Uhus angehen. Als Cowgirls sind die Damen auf der Reise von Bonanza zu den bleuen Bergen. Die klassischen Wild-West-Tänze beherrschen sie perfekt.
Als Solist ist Christian Köhler erstmals in der Bütt. Der Stadtknecht streift  von Johanniskirche zum Schrotturm und plaudert dabei aus dem Nähkästchen. Rote Pappnase, Sonnenblümchen auf dem Hut, Trommel vor`s Bäuchen gespannt: Paukenversler Peter Stößel ist und bleibt eine fest Größe wenn es um Stimmung geht. Der tat der Trommel, die schelmischen, manchmal hinterfotzigen Gstanzl bringen selbst das Rotkäppchen Sorya Lippert und Cowgirl Bettina Bärmann zu Begeisterungsstürmen.
Für den nächsten Begeisterungssturm sorgt das Männerballett. Der Sonne entgegen geht es nach Malle. was die Jungs auf der Bühne bieten löst im weiblichen Besucherteil Kreischkonzert aus. Kein Wunder das es eine Zugabe geben muss. Und wenn bei der Zugabe die reise von Malle nach Hölle führt weis man nicht, feiern die Jungs auf der Bühne oder feiert sich das Publikum selbst. Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt. Dies zu tippen fällt schwer. Außer, man heißt Maurice Breitkopf und ist als Single mit Nivea(u) auf der Suche nach einer Frau. Gut, als Erzieher im Kindergarten mit 1500 Euro netto ist man nicht als Playboy gefragt, fällt die Auswahl entsprechend spartanisch aus. Rattenscharfe, „nagerchilli“ Bienen sind daher Mangelware. Dafür kann Breitkopf jedoch mit Situationskomik, Mimik und schauspielerischem Talent punkten. Da sollte doch Frau zu finden sein.
Bevor Saalmusiker Thomas Jeder zum großen Finale aufspielt setzt der Showtanz der Hauptgarde noch einmal einen optischen und tänzerischen Höhepunkt. Als „Monster“ tanzen Christopher Breitkopf und seine Mädels zu Jackson`s „Thriller“. Setzen gekonnte Figuren und Spagats.
Vier Sitzungen stehen bei den Antönen in dieser Session noch an. Die drei Abendsitzungen sind ausverkauft. Einzig für die Seniorensitzung am Sonntag, 28. Januar gibt es noch ein kleines Kartenkontingent. Die Kartenhotline lautet: 09725 6273.
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