Der FC Schweinfurt 05 ist die Mannschaft des Jahres - Die TG 48 dominiert die Sportgala 2017

  
Schweinfurt (eva). Der Rahmen der Sportgala 2017 war wie gehabt, Schweinfurt`s erfolgreichste Sportler/-innen erwarteten neben den Ehrenpreisen ein leckeres Buffett, eine Band aus Leipzig (diesmal The Hornets) die Rock`n Roll im Gepäck hatte, ein souveräner Moderator Sven Schröter und ein Ehrengast der mindestens einen Weltmeistertitel sein eigen nennen musste. Neu an dem Abend im Konferenzzentrum auf der Maininsel war die städtische Gastgeberin, 2. Bürgermeisterin Soria Lippert und neu war auch, dass der Ehrengast für ein Sportfeld stand, das in Schweinfurt nicht zu den erfolgreichsten Sportarten zählt, dem Wintersport.
Es war eine doppelte Premiere, die am Anfang der Sport-Gala stand. Sowohl 2. Bürgermeisterin Sorya Lippert als auch Klaus Schuler, Vorsitzender des Stadtverbands für Sport, oblag erstmals die Begrüßung des „Ehrenabends“ für die erfolgreichen Schweinfurter Sportler. „Dank für Geld, Genie und Glück“, Sorya Lippert bemühte Moltke in ihrer Analyse was den sportlichen erfolg ausmacht. Nach eigenem Bekunden war sie selbst dem Sport nie sehr zugewandt, was sich jedoch in der Rolle der sechsfachen Mutter änderte. Als Nachfolger des langjährigen Stadtverbandsvorsitzenden Karl-Heinz Kauczok dankte Klaus Schuler seinem Vorgänger für die „großartigen Verdienste um den Sport in Schweinfurt.“
Gemeinsam ehrten Lippert und Schuler die erfolgreichen Sportler und Sportlerinnen vom Schüler bis hin zum Seniorenbereich. Auffällig dabei, die TG 48 Schweinfurt stellte eine Vielzahl an Meistern und Vizemeistern. Besonders im Juniorenbereich spiegelten die Ehrungen die Breite des sportlichen Angebot der TG 48 wieder. Aber auch wenn so gut wie beinahe alles an sportlichen Aktivitäten bei der Meistern/-innen vertreten war, selbst Hipp - Hopp, natürlich bei der TG, konnte sich über einen Auszeichnung freuen, eins war augenfällig, im Wintersport ist Schweinfurt eine Diaspora. Ski, Rodel, Eiskunst- oder Schnelllauf, fehlten bei der Aufzählung der Sportarten.
Für den Ehrengast, dem dreifachen Olympiasieger im Skispringen, Jens Weissfloog, war das somit kein Heimspiel. Der Thüringer schaffte es aber schnell das Publikum zu faszinieren. „Vom Brathuhn zum Goldadler“ sei der Weg beim Zweiten Olympiasieg 1994 gewesen. Zehn Jahre nach seiner ersten Goldmedaille, die er damals für die DDR ersprang. „Es waren einmalige Erlebnisse für zwei Systeme gesprungen zu sein, zwei Hymnen gehört zu haben. Gerade die Wendezeit sei eine spannende Zeit gewesen. „Wie geht es weiter. Wie wird es sein mit dem Klassenfeind in einer Mannschaft anzutreten“, Weissfloog gab einen imposanten Einblick in die Gefühlswelt der DDR-Athleten nach dem Fall der Mauer. Heute ist Weissfloog erfolgreicher Hotelier in Oberwiesental und Kommunalpolitiker.
Der Höhepunkt der Gala, die Verleihung der Bronze-Schweinchen „Felix“. Als Sportler des Jahres erhielt Fabian Sagstetter den „Felix“. Sein fünfter Felix, wie er bekundete, dem weitere folgen sollen. „Im Trophäenschrank sind noch Plätze frei“ führte der Faustballes des TVO aus. Bei den Frauen holte sich die Bayerische Meisterin im 3000 Meterlauf (Halle) sowie im Crosslauf, Jana Vollert von der TG 48 die Trophäe. Mannschaft des Jahres wurden die Fußballer des FC Schweinfurt 05, die die 2. DFB-Pokal-Hauptrunde erreichten.
Der „Felix“ für die herausragende Jugendarbeit ging an die DLRG, den Sonderpreis erhielt das P-Seminar des A.-v-Humboldt Gymnasium für die Ausschilderung der Laufwege und den „Felix“ für sein Lebenswerk konnte Wolfgang Schmidt von der TG 48 entgegen nehmen. Der heute 80-jährige ist seit 1965 in vielfältigen Bereichen in der „Gemee“ aktiv. Besonders sein Engagement in der Sparte Turnen, wo er heute noch Trainingsarbeit leistet, wurden dabei gewürdigt.
Interessante Bekenntnisse gab es von den Sponsoren der „Felixe“. SWG-Geschäftsführer Michael Radler outete sich als bekennender Borussia Mönchengladbach Fan, Stadtwerke Geschäftsführer Thomas Kästner verriet das er als Nordhesse: „Ich habe im Pokalspiel gegen die Eintracht dem FC 05 die Daumen gedrückt“ und Simon Schnaschel von der Mainpost erkannte, die Regionalliga war für ihn als Fußballer eine Nummer zu groß.
Groß herausgekommen sind dagegen die Junioren-Spieler der U-13 BOL-Mannschaft des FC 05 und des HC Schweinfurt, die für ihre Balldemonstrationen großen Beifall erhielten.
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