Das Top-Spiel der Woche: TSV Unterpleichfeld gegen DJK Schwebenried/Schwemmelsbach – Sonntag, 15.Oktober 2017 – Beginn: 15 Uhr

Mario Schindler (DJK Schwebenried/Schwemmelsbach) und Thomas Redelberger (TSV Unterpleichfeld). (Foto: Hans Fick/TSV Unterpleichfeld Öffentlichkeitsarbeit)
Großes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Marcial WeisenselUnterpleichfelds Angstgegner reist an

Unterpleichfeld (eva). Wenn der Tabellenachte zum Tabellendritten reist, dann sollte die Favoritenrolle eigentlich bei den Hausherren liegen. In diesem Fall wirklich nur eigentlich, denn Schwebenried/Schwemmelsbach (8./17) ist so etwas wie der Angstgegner von Unterpleichfeld (4./27). drei der bislang vier Begegnungen verloren die „Krautsdörfler“ in der Torfolge ansteigend: 1:2, 1:3 und 1:4. Am Sonntag soll endlich einmal ein Sieg her. Auch wen es wieder schwierig werden wird denn, „es wird ein enges Spiel, Schwabenried/Schwemmelsbach ist zurück auf der Erfolgsspur“, so TSV -Fußballabteilungsleiter Julian Sauer. Sauer weiter: „Wir haben uns gegen Schwebenried immer schwer getan. Die waren immer besser besetzt, hatten die bekannteren Einzelspieler.“ Diesmal sieht es etwas anders aus. „Unser Kader ist größer und dichter geworden. Wir können Ausfälle besser kompensieren, haben bei den Wechselspielen eine höhere Qualität“, so Sauer.
Grund für das Kommen von leistungsstarken Spielern sei der Trainer, so Sauer. Thomas Redelberger ist im fünften Jahr Trainer in Unterpleichfeld. „Er ist ein guter Mann und das spricht sich rum. Ein junger Trainer zeiht die Spieler an, erst recht wenn er erfolgreich ist. Für uns ist der Thomas ein Glücksfall, der lange bleiben kann.“
Nun, alle Spieler sind aber für den TSV auch nicht so einfach ersetzbar. Einer davon ist Marcial Weisensel. Der Ex-FTS-Spieler hat bereits acht Treffer erzielt. Gegen Karlburg fiel er verletzungsbedingt aus und auch am Sonntag steht ein großes Fragezeichen hinter seinem Einsatz. Fehlen wird vermutlich auch Felix Klein, der ebenfalls angeschlagen ist. Für die Unterpleichfelder Torgefahr, 24 Treffer in 12 Spielen, muss somit Nikos Bude sorgen. Das Bude in jedem Spiel für eine „Bude“ gut ist zeigt seine Statistik: Acht Treffer in acht Spielen.
Bei einem Sieg und einem Spiel weniger als das Führungstrio steht Unterpleichfeld weiter der Weg in die Top-Drei offen. Blickt man da schon etwas in Richtung Bayernliga? Abteilungsleiter Julian Sauer lacht: “Wir sind zufrieden so wie es jetzt ist. Unsere Zielsetzung war es oben mitzuspielen, das ist uns bislang gelungen, auch wenn der Start alles andere als gut war. Durch die Erfolgsserie (sieben Siege, eine Punktteilung) ist eine ganz andere Stimmung in der Mannschaft und bei den Fans.“
Rund 150 Treue besuchen regelmäßig die Heimspiele des TSV. Gegen Schwebenried/Schwemmelsbach dürften es einige mehr werden. „Bei den Spielen gegen die bekannten Teams kommen immer einige Leute mehr aus den umliegenden Dörfern“, weis Sauer aus der Vergangenheit zu berichten

Hervorragende Trainingsbeteiligung lässt den Trainer gut arbeitenPersönlich eine positive Bilanz

Schwebenried/Schwemmelsbach (red). Kein leichter Gang dürfte es für die DJK Schwebenried/ Schwemmelsbach nach Unterpleichfeld werden, wenn es am Sonntag zum Derby mit dem TSV kommt. Mit 17 Punkten nach 13 Spieltagen steht die DJK auf dem 8. Tabellenplatz, während der Gegner mit 24 Punkten Rang vier belegt.Sechs Niederlagen kassierte die DJK bereits in dieser Saison, aber die Bilanz des alten und gleichzeitig neuen Trainers Mario Schindler, der seit vier Spielen die DJK wieder übernommen hat sieht respektabel aus: „Von den vier Spielen haben wir drei gewonnen und eines unglücklich verloren, damit bin ich als „Quereinsteiger“ zufrieden. „Der Mannschaft fehlte das Selbstvertrauen. Dem Anspruch, den sie an sich selbst stellten, wurden sie nicht gerecht, obwohl sie körperlich fit waren“. Mit dem selben Spielerkader gab es wenig Grund für taktische Änderungen. Aber die letzten Erfolge haben nach Schindlers Aussage das Selbstbewusstsein und die Sicherheit in das eigene Können wieder wachsen lassen. „Der neu zusammengestellte Kader ist meiner Meinung nach stärker als im Vorjahr und gut genug für die Landesliga, auch wenn Torjäger Manuel Weisenberger nicht mehr dabei ist.“
Des Weiteren fährt der akribisch arbeitende Cheftrainer, der bereits im sechsten Jahr die DJK trainiert und sich im Verein bestens auskennt, kritisch fort: „Wir müssen noch mehr an unserer Selbstverständlichkeit arbeiten, das heißt, dass jeder automatisch die Laufwege kennt, wie er sich zu bewegen hat bei bestimmten Spielsituationen und wie er mitarbeiten muss. Außerdem muss die Passgenauigkeit optimiert werden. Darin sehe ich meine Hauptaufgabe, an der ich intensiv arbeiten werde.“ Bei dieser Arbeit unterstützt ihn sein Co-Trainer Felix Zöller, jedoch die Entscheidungsgewalt liegt allein beim Cheftrainer. „ Geradezu paradiesisch“, lobt Coach Schindler die Trainingsbeteiligung hier in Schwebenried. 17 bis 20 Mannen sind beim Training, das ist hier seit Jahren Tradition. Verbessert hat sich auch wieder die Stimmungslage in der Mannschaft seit den letzten Erfolgen. Spaß und Freude am Fußball sind wieder zurückgekehrt ins Team, nachdem man sich ins Mittelfeld hochgearbeitet hat.
So soll es am Sonntag weiter aufwärts gehen in der Partie gegen Unterpleichfeld und der 40- jährige Coach erklärt: „Sie sind die zweite Saison in der Landesliga, haben sich etabliert und spielen momentan eine ausgezeichnete Runde. Außerdem haben sie sich gut verstärkt mit Spielern vom WFV, hatten aber auch vorher schon eine gute Mannschaft. Ganz klar haben sie die Favoritenrolle und sind gut drauf, aber wir wollen auch dort etwas reißen“. Schindlers persönliche Bilanz gegen Unterpleichfeld sieht positiv aus, denn er habe noch nie gegen sie verloren und „so soll es auch bleiben“. Der DJK wird aber Stammkeeper Niko Herold, Stürmer Jens Rumpel und Oliver Mützel fehlen.
Insgesamt sieht der langjährige, erfahrene Coach sein Saisonziel so: „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz und mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Wir müssen nicht unbedingt dritter werden. Wenn wir unter den ersten acht am Saisonende landen würden, dann wäre das ein Erfolg und unser Ziel erreicht.“
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