CSU im Wahlkreis Schweinfurt-Kitzingen wählt Anja Weisgerber erneut zur Vorsitzenden – Partei sieht sich für den Wahlkampf gut vorbereitet

Neuwahlen im CSU-Bundeswahlkreis Schweinfurt-Kitzingen (von links): CSU-Kreisvorsitzender Dr. Otto Hünnerkopf MdL, die wiedergewählte Bundeswahlkreisvorsitzende Dr. Anja Weisgerber MdB, CSU-Bezirksgeschäftsführer Georg Brückner und der stellvertretende Vorsitzende Bezirksrat Stefan Funk. (Foto: Martin Schlör)
Die Bundestagsabgeordnete Dr. Anja Weisgerber wurde von der CSU-Bundeswahlkreiskonferenz Schweinfurt-Kitzingen einstimmig für weitere zwei Jahre in ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt. Die Konferenz, die sich aus stimmberechtigten Mitgliedern aus den Landkreisen Kitzingen und Schweinfurt sowie der Stadt Schweinfurt zusammensetzt, wählte ebenfalls ohne Gegenstimmen Stefan Funk aus Schweinfurt zum stellvertretenden Vorsitzenden. Weisgerber freute sich sichtlich über diesen eindeutigen Vertrauensbeweis: „Das deutliche Votum der Basis sehe ich als Auftrag, die Interessen der Region Schweinfurt-Kitzingen auch weiterhin mit Nachdruck in Berlin zu vertreten.“

Anja Weisgerber nutze die anschließende Ortsvorsitzendenkonferenz in Volkach, um die CSU-Basis auf die bevorstehende Bundestagswahl einzuschwören. Gezielt möchte die CSU auch in der neuen Wahlperiode alle Generationen fördern. „Dabei stehen für uns vor allem junge Familien im Mittelpunkt. Deshalb plädiert Weisgerber für die Erweiterung des Ehegattensplittings um ein Kindersplitting. Außerdem wird sich die CSU für ein Baukindergeld stark machen, um gerade junge Familien beim Bau der eigenen vier Wände zu unterstützen: „Denn ein Eigenheim ist immer noch die beste Altersvorsorge.“

Außerdem setzt sich die Bundestagsabgeordnete bei der Mütterrente für die vollständige Gleichstellung der Mütter ein, die ihre Kindern vor 1992 geboren haben: „Wir fordern den dritten Rentenpunkt für alle Mütter, um die Gerechtigkeitslücke zu schließen. Denn jedes Kind ist die gleiche Rente wert.“

„Angesichts von Rekordsteuereinnahmen ist es an der Zeit, den Menschen etwas zurückzugeben“, forderte Anja Weisgerber. Die Partei wird deshalb mit der Forderung nach einer umfassenden und spürbaren Steuerreform in den Wahlkampf ziehen. Eine Einkommenssteuerreform für kleine und mittlere Einkommen sowie die Abschaffung des Solidaritätszuschlags in der Größenordnung von 15 Milliarden Euro wäre in den Augen der Bundestagsabgeordneten möglich: „Deshalb werden wir uns dafür einsetzen. Wir wollen einen starken Staat, aber keinen gierigen Staat“, so die Abgeordnete.

Für die CSU sei Innen- und Sicherheitspolitik gelebte Sozialpolitik. „Wir wollen unseren Bürgern ein tatsächliches Sicherheitsgefühl geben, denn der Topmanager kann sich einen Fahrer leisten. Die Verkäuferin muss nachts mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren“, erklärte Weisgerber. Bayern sei bei der Sicherheitspolitik Vorreiter in ganz Deutschland. „Deshalb ist Joachim Herrmann eine guter Spitzenkandidat auf der CSU-Liste, denn er ist ein Garant für die Innere Sicherheit.“ Weisgerber wünscht sich hier „mehr Bayern in Berlin“.

Die CSU sei bei vielen Themen in Berlin der Taktgeber. So habe man es geschafft, die gesamte Legislaturperiode ohne neue Schulden auszukommen. Außerdem wurde auf Steuererhöhungen verzichtet. „Das ist solide Politik, indem wir uns auch fragen, ob wir unseren Kindern und Enkeln Schulden oder Chancen hinterlassen“, betonte die Abgeordnete.

Auch bei der Erbschaftssteuer hat sich die CSU für Familienunternehmen sowie Handwerk und Mittelstand stark gemacht. Bayern sei nach wie vor das Bundesland mit den meisten Familienunternehmen. „Unser Ziel war immer, dass die Arbeitsplätze bei einem Betriebsübergang auf die nächste Generation erhalten bleiben. Deshalb sind wir froh, dass bei der Reform der Erbschaftssteuer die Ausnahmen beim Betriebsübergang erhalten geblieben sind“, zeigte sich Weisgerber zufrieden.

Anja Weisgerber streifte in ihrer Rede fast alle Bereiche der Politik, wie Verbesserungen bei der Pflege, der Rente und bei der Finanzierung von Krankenhäusern. Auch ging sie auf die Flüchtlings- und Integrationspolitik ein, bei der die CSU immer wieder den Takt vorgegeben hat.

Bei der anschließenden Aussprache dankte Bezirksrat Stefan Funk der Bundestagsabgeordneten: „Anja ist die Lokomotive, die vorangeht und zieht und wir unterstützen sie sehr gerne.“ Er forderte die Mitglieder auf, sich engagiert in den Wahlkampf einzubringen um Rot-Rot-Grün zu verhindern.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom CSU-Kreisvorsitzenden aus Kitzingen Dr. Otto Hünnerkopf. Er gedachte dem am selben Tag verstorbenen CSU-Schatzmeister Franz Schwab und dankte ihm für seine jahrzehntelange Arbeit für den Kreisverband und die CSU.
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