Cem Özdemir zu Besuch in der Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach

Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir, Bundestagsdirektkandidatin Barbara Pfeuffer und der Abt des Benediktiner-Klosters Münsterschwarzach Michael Reepen beim Rundgang über das Klostergelände



Auf Vermittlung der Grünen Kreisverbände Kitzingen und Schweinfurt traf sich Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen für die diesjährige Bundestagswahl, und Barbara Pfeuffer, Bundestagsdirektkandidatin für den Wahlkreis „Schweinfurt-Kitzingen“, mit den Mönchen der Benediktinerabtei Münsterschwarzach zu einem gemeinsamen Mittagessen mit anschließendem Informationsaustausch und Klosterführung.

Die 90 Mönche des Klosters, die neben einem Gymnasium und einem Seminar- und Tagungshaus für über 100 Gäste, auch diverse Handwerksbetriebe führen, haben sich vor über 15 Jahren das Ziel gesetzt, ihre gesamte Abtei autark aus erneuerbaren Energiequellen zu versorgen .
Nachdem die Wasserkraft bereits seit dem 13.Jahrhundert genutzt wurde, kamen so zur Jahrtausendwende etliche weitere erneuerbare Energiequellen hinzu.
Neben Photovoltaik und Solarthermie spielt dabei vor allem die Biomassekraftanlage, welche ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen aus der Region versorgt wird, eine zentrale Rolle.
Pater Christoph Gerhard, seines Zeichens studierter Elektroingenieur, erläuterte eindrücklich, wie die verschiedenen Kraftwerke auf der weitläufigen Klosteranlage so gesteuert werden, dass immer die richtige Energiemenge zur Verfügung steht. Dabei betonte er, dass neben der sauberen Energiegewinnung auch die Energieeinsparung eine zentrale Rolle für das ökologische Gesamtkonzept der Abtei spielt. So werden die Gebäude sukzessive gedämmt und energetisch auf den neusten Stand gebracht. Aufgrund der vielfältigen Maßnahmen ist es den Mönchen bereit im Jahr 2008 erstmals gelungen eine ausgeglichene CO2 – Bilanz vorzulegen.
Abt Michael Reepen betonte, dass der Nachhaltigkeitsgedanke nicht auf die Energieerzeugung beschränkt sei, sondern auch in der klostereigenen Landwirtschaft eine große Rolle spiele. Dass die Mönche auch über Münsterschwarzach hinaus Verantwortung übernehmen, machten die Berichte des Abtes über die Flüchtlingsarbeit der Gemeinschaft und den an die Klosterbuchhandlung angeschlossenen „Eine-Welt“-Laden deutlich.
Cem Özdemir zeigte sich tief beeindruckt, wie die Münsterschwarzacher Mönche aus ihrer Spiritualität heraus mit ganz praktischen Maßnahmen die Welt nachhaltiger und gerechter machen.
Das anschließende gemeinsame Essen, vegetarische Maultaschen auf Linsen, schmeckte dem Schwaben Özdemir sichtlich.
Özdemir bedauerte sehr, aufgrund des hohen Termindrucks nicht länger verweilen zu können und bedankte sich für den herzlichen Empfang und die faszinierenden Einblicke hinter die Kulissen des Münsterschwarzacher Klosters.
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