Bruderkuss und Pokale beim Turnier des TSC Zeuzleben

(Foto: privat)
Siggi Vollmuth führt mich in die Vereinshütte des TSC Zeuzleben. Der Raum ist gefüllt mit Pokalen und Bildern, an den Wänden hängen Artikel, einige von ihnen schon mehr als 20 Jahre alt. Erinnerungen an eine Zeit, in der sich Stockschießen noch enormer Beliebtheit erfreute, bei alt und jung. Heute fehlt der Nachwuchs. „Es kommt nichts nach“, erklärt Siggi, der eigentlich Siegfried heißt und der schon seit fast 24 Jahren die Eisstock-Abteilung des TSC Zeuzleben leitet. Dabei sei Stockschießen ein wunderbarer Sport, den man sowohl im Winter, wie auch im Sommer betreiben könne. Dann wird natürlich nicht auf Eis, sondern Asphalt gespielt. So auch beim Sommerturnier des TSC Zeuzleben.
Immerhin 22 Mannschaften traten an zwei Wettkampftagen gegeneinander an. Sie kommen aus ganz Deutschland. Die Spieler kennen sich, trinken ein Bier miteinader, manchmal werden es vielleicht auch zwei und man erfreut sich am wunderschönen Wetter. Der Wettergott scheint an diesem Wochenende tatsächlich auch Stockschütze zu sein: strahlender Sonnenschein bei wolkenlosem Himmel. Am Ende des Turniers stehen der TSV Binsfeld und der ESV Nürnberg Rangierbahnhof als Gewinner fest, doch das scheint hier eher Nebensache zu sein.
"Es ist natürlich schön Pokale zu gewinnen, aber der Grund, warum ich den Sport so liebe, ist das Beisammensein, dieses Gemeinschaftsgefühl“, erzählt Siggi.
Und so sitzt man noch Stunden nach dem Turnier zusammen und lässt den Abend feucht fröhlich ausklingen. Gegenbesuche werden bereits vereinbart und als sich der Tag schon dem Ende neigt, wird sogar plötzlich das eine oder andere Mitglied des TSC Zeuzleben mit Bruderkuss in den Polizei-Sportverein Union Neumünster aufgenommen. In Zeuzleben sind sich alle einig: „Das war mal wieder ein fantastisches Turnier.“
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