Bauplätze für Forst und Hausen - Gemeinde aktiviert Brachflächen in den Ortskernen

Vorhandene Potenziale nutzen und jungen Familien neue Perspektiven bieten: Das alles lässt sich mit der Ausweisung von ehemaligen Erweiterungsflächen für die Friedhöfe in Hausen und Forst in Bauland bewerkstelligen. Weil sich die Bestattungskultur grundlegend geändert hat, werden die Flächen nicht mehr benötigt, das steht nun zweifelsfrei fest. In vielen anderen Gemeindeteilen gibt es keine solcher Erweiterungsflächen. Andererseits hält die enorme Nachfrage nach Bauland in der Großgemeinde Schonungen weiter an: Bauland in den Schonunger Ortsteilen ist aufgrund der hohen Lebens- und Wohnqualität gefragter denn je. 

Knapp 2.000 Quadratmeter Mitten in Forst und 1.400 Quadratmeter in Hausen stehen damit für die Bebauung von Einfamilienhäusern bereit. Weil Straße, Kanäle, Wasser und Strom bereits vorhanden sind, fallen im Vergleich zur Ausweisung von Baugebieten nur minimal Erschließungskosten für die jeweiligen Hausanschlüsse an. Nach der Änderung des Bebauungsplanes können die Grundstücke unmittelbar durch die Gemeinde veräußert werden. Mit der Aktivierung von Bauland darf sich die Gemeinde nicht nur über Neubürger freuen, sondern auch über Mehreinnahmen durch den Verkauf von über 300.000 Euro.

Der Gemeinderat hat nun die Bebauungsplanänderung beschlossen: Begleitet wird das Verfahren durch Ortsplaner Artur Metz, der nun die Unterlagen und Pläne für die öffentliche Auslegung im Rathaus vorbereitet. Weiterhin werden die Träger öffentlicher Belange befragt. Die Änderung des Bebauungsplans ist unproblematisch: Der Geltungsbereich des bestehenden Bebauungsplan wird einfach auf die neuen Grundstücke ausgeweitet.

So entstehen in Forst weitere drei und in Hausen zwei Bauplätze in bester Lage. Bewerbungen von bauwilligen Familien nimmt Danuta Jaskulla (danuta.jaskulla@schonungen.de, 09721/7570-323) unter Angabe von Name, Anschrift, Alter, Familienstand, Beruf, Hobbys und Bauvorhaben entgegen. So bald das Verfahren abgeschlossen ist, trifft der Gemeinderat die Entscheidung über die Vergabe der Bauplätze. Die Bauplätze werden mit einer Bauverpflichtung von fünf Jahren vergeben, damit fördert die Gemeinde die Innenentwicklung in den Ortsteilen, wie Bürgermeister Stefan Rottmann mitteilt.

Auch wenn es sich nur um vergleichsweise wenige Bauplätze handelt, so ist die Ersparnis für die Gemeinde enorm: Immer dann, wenn die Gemeinde Neubaugebiete ausweist, müssen zunächst umfangreiche Grunderwerbsverhandlungen durchgeführt werden. Planungen für die Erschließung, d.h. Straße, Beleuchtung, Kanäle, usw… verschlingen viel Zeit, die dann anfallenden Baukasten lassen der Gemeinde nur einen marginalen Gewinn aus dem Verkauf der einzelnen Bauplätze.
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