Auszeichnung für zwei verdiente Persönlichkeiten - Margot Schunk aus Oberlauringen und Josef Alin aus Schwanfeld erhalten das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

Stadtlauringens Bürgermeister Friedel Heckenlauer, Günter und Margot Schunk, Landrat Florian Töpper, Josef und Maria Alin, MdL Kathi Petersen und Schwanfelds Bürgermeister Richard Köth. (Foto: Uta Baumann)
Landkreis Schweinfurt. Sie engagieren sich seit Jahrzehnten intensiv im sozialen, kirchlichen, kulturellen, politischen oder sportlichen Bereich und sind damit ein Vorbild für unsere Gesellschaft. Landrat Florian Töpper hat im Rahmen einer Feierstunde zwei Persönlichkeiten des Landkreises Schweinfurt ausgezeichnet. Margot Schunk (Oberlauringen) und Josef Alin (Schwanfeld) erhielten das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten.

„Mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement sind sie nicht nur ein Vorbild für viele, sondern die Stütze unseres Landkreises. Für Ihre Einsatzbereitschaft danke ich Ihnen ganz herzlich“, sagte Landrat Florian Töpper bei der Feierstunde im Landratsamt Schweinfurt.

Margot Schunk aus Stadtlauringen (Ortsteil Oberlauringen) wird von ihren Mitmenschen als gewissenhaft, ehrlich und hilfsbereit beschrieben. Diese Eigenschaften zeigt sie auch in ihrem Engagement in und um die Dorfgemeinschaft Oberlauringen, in der sie sich seit 1996 der Pflege des jüdischen Friedhofs widmet. Mit großer Hingabe kümmert sich Margot Schunk um das rund 1200 Quadratmeter große Gelände. Bei Wind und Wetter ist sie zur Stelle und sorgt somit durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihr großes Engagement für die Erhaltung der jüdischen Kultur und des Andenkens an diesem „Guten Ort“ – wie die jüdischen Friedhöfe im Allgemeinen auch genannt werden.

Desweiteren ist die 63-Jährige noch im örtlichen Sportverein, dem TSV Oberlauringen, aktiv. Hier bringt sie sich gerne und regelmäßig engagiert ein, indem sie bei Festlichkeiten als Bedienung mithilft. Auch hier zeigt sie ihre enge Verbundenheit zur örtlichen Gemeinschaft.

Josef Alin aus Schwanfeld zeigt sich in vielfacher Weise engagiert. In Eigenleistung pflegt er den im Jahre 1579 zum ersten Mal in der Ortsgeschichte erwähnten jüdischen Friedhof in Schwanfeld, der aufgrund seines weitläufigen Einzugsgebietes auch jüdischer Bezirksfriedhof ist. Die Übernahme der Pflege der knapp zwei Hektar großen Fläche befindet sich schon seit einigen Jahrzehnten in Obhut der Familie Alin. Der 81-Jährige kümmert sich seit 2009 ganz offiziell in Eigenregie um anfallende Tätigkeiten wie Mäharbeiten und Baum- und Heckenschnitt sowie die Überprüfung der knapp 2.400 Grabsteine. Er dient ebenso als unmittelbarer Ansprechpartner des Landesverbands der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern und stellt hierdurch einen sich durch stete Verlässlichkeit auszeichnenden Fixpunkt vor Ort dar.

Weiterhin ist Josef Alin seit mittlerweile einem halben Jahrhundert als Feldgeschworener der Gemeinde Schwanfeld tätig. Dieses Amt, welches eines der ältesten, noch erhalten gebliebenen Ämter kommunaler Selbstverwaltung darstellt, erfüllt Alin seit 2002 in der Funktion des Obmanns. Hierbei schätzt man besonders seine 50-jährige Erfahrung und sein landwirtschaftliches Wissen. Auch in der örtlichen Jagdgenossenschaft ist er schon seit einigen Jahren, ebenfalls als Vorstand, aktiv. Ebenso ist er seit 40 Jahren Mitglied im ortsansässigen Hubertusverein, den er bereits ein Jahr nach seinem Eintritt bis heute als Vorstand führt. Der Schwanfelder wird als überaus hilfsbereit, umgänglich, zuverlässig und – auch, was die örtlichen Vereine betrifft – äußerst engagiert beschrieben.
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