Australier werden Team-Weltmeister im Sportholzfällen

Das deutsche Nationalteam musste sich dem späteren Sieger Australien geschlagen geben und landete am Ende auf Platz Sechs. (Foto: STIHL TIMBERSPORTS® Series)
Am Ende eines atemberaubenden Wettkampfes steht die Mannschaft aus Australien ganz oben auf dem Treppchen. Mit einem neuen Weltrekord sicherte sich das Team aus Down Under nach einem hochklassigen Finale gegen Kanada den Sieg. Platz Drei in der mit 5.500 Zuschauern ausverkauften Porsche-Arena belegte das Team aus den USA. Das deutsche Nationalteam um den Lokalmatador Robert Ebner wird bei der WM im eigenen Land Sechster.
Die Stuttgarter Porsche-Arena bebte, als am späten Freitagabend das große Finale um den Team-Weltmeistertitel entschieden wurde: Vor einer Gänsehaut-Kulisse in der ausverkauften Halle sicherte sich die Mannschaft aus Australien in einer spannenden und hochklassigen Endrunde den Sieg. Die „Chopperoos“ aus Down Under bezwangen vor 5.500 begeisterten Zuschauern im Finale das Team aus Kanada und sicherten sich damit ihren dritten Weltmeistertitel in Folge. Schon im Halbfinale unterstrichen die Australier mit einer Weltbestzeit ihre Topform und unterboten ihre herausragende Leistung im Finale ein weiteres Mal um 46 Hundertstel auf 46,45 Sekunden – neuer Weltrekord. Platz Drei belegte am Ende das Team aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Vierte und damit beste europäische Mannschaft wurde die Tschechische Republik.
Team Deutschland belegt Platz Sechs
Den Titel der besten europäischen Mannschaft hatte auch das deutsche Nationalteam um den Baden-Württemberger Robert Ebner (Gaggenau-Hörden) und den Deutschen Meister Dirk Braun (Winterberg, NRW) ins Auge gefasst: Die Deutschen waren in Topbesetzung mit Stephan Odwarka (Reinheim, Hessen), Danny Mahr (Sinntal, ebenfalls Hessen), Dirk Braun, Robert Ebner und Peter Bauer (Schmidmühlen, Bayern) angetreten. Im Achtelfinale setzte
sich die Heimmannschaft unter den lautstarken Anfeuerungsrufen zahlreicher Fans zunächst souverän gegen Spanien durch. In der nächsten Runde wartete dann aber der Favorit aus Australien. Trotz guter Leistung, bei der das deutsche Team den nationalen Rekord nur um etwa eine Sekunde verpasste, mussten sich die Sportler am Ende dem späteren Siegerteam geschlagen geben.
„Gegen den Weltmeister zu verlieren, ist nicht unbedingt ein Trost. Wir hatten das beste Potenzial aller Zeiten – das haben wir einfach nicht genutzt. Es ärgert uns alle, dass wir nicht, wie geplant, die Jungs aus Australien ärgern konnten. Da muss ich erst mal drüber schlafen“, zeigte sich Robert Ebner enttäuscht nach dem Ausscheiden. Sein Teamkollege Dirk Braun haderte mit seiner Leistung und dankte vor allen den deutschen Fans für die Unterstützung: „Ich bin stolz, dass wir so weit gekommen sind und möchte mich vor allem bei dem Publikum bedanken. Es tut mir sehr leid, dass wir dem Publikum leider nicht mehr zeigen konnten. Ich fühle mich ein Stück weit dafür verantwortlich, dass es so ausgegangen ist. Die Mannschaft war in diesem Jahr in Bestform, wir hatten alle Chancen der Welt, die beste europäische Mannschaft zu werden. Daher bin ich sehr enttäuscht.“
Über die Weltmeisterschaft der STIHL TIMBERSPORTS® Series
Die STIHL TIMBERSPORTS® Series besteht aus sechs Disziplinen, je drei mit der Axt – Springboard, Standing Block Chop und Underhand Chop – und drei an der Säge – Stock Saw, Single Buck, und Hot Saw. Die meisten der Disziplinen entstanden aus traditionellen Waldarbeitertechniken und werden seit über 150 Jahren ausgeübt. Beim Team-Relay am Freitag traten jeweils zwei Nationalmannschaften, bestehend aus vier Sportlern, im K.o.-System gegeneinander an. Als Staffel wurden die Sportdisziplinen Stock Saw, Underhand Chop, Single Buck und Standing Block Chop absolviert. Insgesamt kämpften 22 Mannschaften mit mehr als 100 Athleten auf der Bühne um Gold. Im Einzelwettkampf am Samstag treten die zwölf besten Sportler der Welt im Finale in einem ebenso packenden Rundenwettkampf in allen sechs Disziplinen gegeneinander an. Wie auch bei den Teamwettkämpfen, kommen nur die besten Sportler eine Runde weiter. Für jeden Starter heißt es bei diesem Mehrkampf, auf den Punkt fit, technisch perfekt an Axt und Säge und extrem konzentriert zu sein.
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