Aus dem Polizeibericht – Verdacht des Totschlags durch Unterlassen

Aufgrund zweier Strafanzeigen im Mai und im Juni 2016 führte die Staatsanwaltschaft Bamberg Ermittlungen gegen Verantwortliche der Seniorenresidenz Schloß Gleusdorf, unter anderem wegen Mißhandlung von Schutzbefohlenen. Ge­genstand des Verfahrens waren insbesondere der Vorwurf des Austausches von Medikamenten, ungemessene Sanktionen gegenüber Heimbewohnern sowie verschiedene kleinere Vermögensdelikte. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bamberg wurden durch die Kriminalpolizei Schweinfurt in der Folgezeit eine Reihe von Zeugenvernehmungen durchgeführt.
Anfang November wurden erstmals Vorwürfe geäußert, wonach es durch eine fehlerhafte, medizinische Versorgung bzw. unterbliebene ärztliche Behandlungen oder die unterbliebene Einweisung von Heimbewohnern ins Krankenhaus zu Todesfällen gekommen sein soll. In einem Fall soll nach dem Sturz eines Heimbewohners über mehrere Tage hinweg, trotz des sich drastisch verschlechternden Gesundheitszustandes, kein Arzt hinzugezogen worden und der Heimbewohner deshalb verstorben sein.

Nach eingehender Prüfung von Zeugenaussagen und weiterer umfangreicher Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Kripo Schweinfurt, hat die Staatsanwaltschaft beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Bamberg Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags gegen die Geschäftsführerin und den Pflegedienstleiter beantragt sowie mehrere Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt. Diese wurden heute durch Beamte der bei der Kriminalpolizeiinspektion Schweinfurt eingerichteten Ermittlungskommission vollzogen. Beide Tatverdächtige werden nunmehr dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Bamberg vorgeführt zum Zwecke der Haftbefehlseröffnung.

Von den Beamten wurden unter anderem Behandlungsunterlagen und Dienstpläne sichergestellt. Gegen einen im Seniorenheim tätig gewordenen Arzt wurde ein Verfahren wegen Ausstellung unrichtiger Gesundheitszeugnisse eingeleitet. Auch bei ihm wurde durchsucht und die Patientenunterlagen der betreffenden Heimbewohner sichergestellt. Ein rechtsmedizinischer Sachverständiger wurde hinzugezogen.

Die Auswertung wird voraussichtlich einige Zeit in Anspruch neh­men. Um den weiteren Fortgang des Verfahrens nicht zu gefährden, können der­zeit weitere Auskünfte nicht erteilt werden. Dafür wird um Verständnis gebeten.

Aus dem Stadtgebiet


Betrunkener randaliert am Roßmarkt und schlägt auf Passanten ein - in Ausnüchterungszelle gelandet

Ein betrunkener Randalierer, der am gestrigen Mittwochnachmittag am Roßmarkt zwei Personen geschlagen und bespuckt hat, ist von der hinzugerufenen Streife festgenommen und anschließend in einer Zelle ausgenüchtert worden.
Gegen den 34-jährigen Arbeitslosen wird jetzt wegen Körperverletzung, Beleidigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Gegen 16.50 Uhr ging die gleichlautende Mitteilung über Notruf bei der Polizeieinsatzzentrale ein.
Vor Ort wurden mehrere Personen angetroffen. Zwei davon knieten auf dem am Boden liegenden Aggressor und hielten ihn fest. Es wurde recherchiert, dass der 34-Jährige in seinem betrunkenen Zustand zunächst wahllos auf Herumstehende eingeredet und sie angepöbelt hat. Dabei soll von ihm auch mehrfach der Ausruf „Heil Hitler“ gekommen sein. Als er dafür von den Passanten maßgeregelt worden ist, schlug er zumindest zwei Personen ins Gesicht, trat nach ihnen und bespuckte sie auch noch.
Bei der anschließenden Einlieferung in die Arrestzelle pustete der Beschuldigte, der erst vor kurzem von der Landeshauptstadt nach Schweinfurt gezogen ist, 1,24 Promille in den Handalkomaten.
Nach einer Beschuldigtenvernehmung und einer erkennungsdienstlichen Behandlung ist er am frühen Donnerstagmorgen wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden.


9-und 11-jährige Buben auf Diebestour

Ein Kaufhausdetektiv eines Supermarktes in der Hauptbahnhofstraße hat am Mittwochnachmittag zwei 9- beziehungsweise 11-jährige diebischen Elstern das Handwerk gelegt.
Da die beiden Kinder noch strafunmündig sind, geht die Ladendiebstahlsanzeige jetzt als Ereignismeldung an die Staatsanwaltschaft. Das zuständige Jugendamt erhält ebenfalls einen Abdruck des Berichtes, um gegebenenfalls in eigener Zuständigkeit Maßnahmen gegen die Betroffenen einleiten zu können.
Kurz nach 18.30 Uhr wurde der Angestellte auf die beiden Schüler aufmerksam. Der Ältere steckte mehrere Spielsachen in seinen Rucksack und der Jüngere stand dabei Schmiere und gab ihm Zeichen, falls eine Verkäuferin sich näherte.
Bei der Anhaltung nach der Kassenzone wurde das Diebesgut im Wert von annähernd 70 Euro wieder ans Tageslicht befördert.
Nach den erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden die Buben an die Erziehungsberechtigten überstellt.


Diebe wollen sich mit Kleidungsstücken davonmachen - Verkäuferin entreißt sie ihnen wieder

Durch das beherzte Einschreiten einer Verkäuferin eines Modehauses am Mittwochnachmittag mussten zwei Diebe schließlich ohne Beute flüchten. Von ihnen liegt eine vage Beschreibung vor.
Ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls ist eingeleitet worden.
Gegen 17.30 Uhr beobachtete die 55-Jährige zwei junge Männer, die sich eine Zeitlang an den Kleiderständern im Außenbereich des Geschäftes in der Wolfsgasse herumdrückten. Als sie wegliefen erkannte sie noch im Augenwinkel, dass die Unbekannten jeweils etwas unter die Arme gezwickt hatten. Sofort begab sie sich nach draußen und ging den beiden jungen Männern hinterher. Nach kurzer Verfolgung hatte sie die Diebe eingeholt und entriss ihnen die vier Kleidungsstücke wieder, die einen Wert von rund 230 Euro hatten. Diese rannten anschließend davon.
Von ihnen ist lediglich bekannt, dass sie um die 20 Jahre alt und um die 1,70 Meter groß sind.


Zwei Trickdiebe sind gescheitert

Am Mittwochnachmittag sind Trickdiebe bei ihren beiden Versuchen gescheitert, in zwei Blumenfachgeschäften ihr krummes Ding zu drehen. Ob es sich bei den beiden Vorfällen jeweils um dieselben Täter gehandelt hat, kann beim derzeitigen Ermittlungsstand weder ausgeschlossen noch bestätigt werden.
In einem der beiden Läden verschwand vor einer Woche bereits schon einmal auf bisher immer noch unbekannte Weise eine größere Summe Bargeld. Darüber wurde bereits berichtet.
Weitere Ermittlungsverfahren sind jetzt eingeleitet worden.

Der erste Fall wurde gegen 15.45 Uhr aus der Lange Zehntstraße 9 gemeldet. Ein kaum Deutsch sprechender Unbekannter ließ sich vor dem Laden zu einem kleinen Weihnachtsbaum beraten. Bei einem zufälligen Blick zurück in das Geschäft erkannte die 46-jährige Angestellte jetzt einen weiteren Unbekannte, der hinter dem Tresen an der Kasse stand. Als sie daraufhin sofort zurückging, stammelte dieser Mann etwas von Lametta und verschwand gleich darauf mit dem anderen. Aus der Kasse fehlte nichts.
Der zweite Fall trug sich rund eine Stunde später in der Hennebergstraße zu. Hier erschien ein nur sehr schlecht Deutsch sprechender Mann im Geschäft und lockte die Verkäuferin ebenfalls unter dem Vorwand, Topfpflanzen kaufen zu wollen, nach draußen. Nachdem er sich mehrmals zwischen dem Schaufenster und der Bediensteten aufstellte, wurde sie misstrauisch und ging in den Laden zurück. Gerade noch rechtzeitig, denn sie ertappte einen Unbekannten, der bereits hinter der Ladentheke stand. Sofort verwies sie die beiden Männer aus dem Geschäft. Eine Inventur kurz danach ergab, dass nichts fehlte.

Die Beschreibungen, welche die beiden Frauen von den Tätern abgeben konnten, weisen Ähnlichkeiten auf:
Die beiden verhinderten Trickdiebe sollen etwa Ende 20, zwischen 1,60 und 1,70 Meter groß und relativ schlank gewesen sein; beide sprachen schlecht Deutsch und waren komplett schwarz bekleidet.


Verkehrsgeschehen:


Betrunken einen Verkehrsunfall verursacht - Führerschein ist jetzt futsch

Weil er am späten Mittwochabend einen Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss verursacht hat, muss sich ein Schweinfurter Autofahrer für die nächste Zeit andere Fortbewegungsmittel, wie Bahn, Bus, Fahrrad oder gar zu Fuß, suchen.
Die Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässige Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall und diverser Verkehrsordnungswidrigkeiten geht jetzt an die Staatsanwaltschaft. Der Anzeige ist auch der Führerschein des 50-Jährigen beigelegt.
Gegen 21.50 Uhr fuhr der Beschuldigte mit seinem Fiat 500 an der Ecke der Landwehr- zur Luitpoldstraße einem bei Rot an der Ampel wartenden 38-jährigen Mercedes-C-Klasse-Fahrer auf. Dabei ist ein geschätzter Sachschaden von 6000 Euro entstanden. Der nicht mehr fahrtaugliche Fiat musste später abgeschleppt werden.
Der Mercedesfahrer, der an der Unfallstelle über starke Genick- und Rückenschmerzen klagte, wurde vom Rettungsdienst in ein Schweinfurter Krankenhaus gebracht.
Bei einem Atemalkoholtest brachte es der Unfallverursacher auf 0,62 Promille. Deshalb wurde im Anschluss an die Unfallaufnahme eine Blutentnahme bei ihm vorgenommen.



Aus dem Landkreis


Aufbruch eines Zigarettenautomaten misslingt
Birnfeld

Vom Automatenaufsteller ist der Aufbruchsversuch an einem seiner Automaten in Birnfeld zur Anzeige gebracht worden. Dabei hat der unbekannte Täter einen Schaden von knapp 1000 Euro verursacht.
Bei der Sachverhaltsaufnahme am Tatort, in der Straße An der Schäferei 2, ist festgestellt worden, dass versucht worden ist, mittels eines größeren Hebelwerkzeugs an verschiedenen Stellen den Automaten aufzubekommen. Sämtliche Versuche brachten den verhinderten Aufbrecher aber nicht ans Ziel seiner Wünsche, so dass er irgendwann aufgeben und wieder von dannen ziehen musste. Der Automat ist dadurch aber erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden.
Als möglicher Tatzeitraum kommt die Zeit zwischen Freitag, 28. Oktober und dem Feststellungstag, dem Donnerstag, 10. November, in Frage.


Verkehrsgeschehen:


Wildunfälle

-St. 2270, Garstadt

Auf der Höhe von Garstadt ereignete sich am Dienstag um 18 Uhr auf der Staatsstraße 2270 ein Wildunfall. Dabei sprang einem Audi A 4 Fahrer ein Reh vor das Auto. Bei dem anschließenden Zusammenprall ist das Wildtier getötet worden.
Der Schaden beträgt mindestens 2500 Euro.


-St. 2277, Egenhausen - Schnackenwerth

Kurz nach 7 Uhr fuhr am Mittwoch eine VW Touran Lenkerin auf der Staatsstraße 2277 von Egenhausen in Richtung Schnackenwerth. Ungefähr einen Kilometer nach Egenhausen folgte der Zusammenstoß mit einem über die Fahrbahn wechselnden Reh. Das Tier überlebte den Unfall nicht.
Der Sachschaden wird auf rund 3000 Euro geschätzt.


St. 2280, Üchtelhausen

Am Mittwoch um 15.15 Uhr war eine Peugeot 306 Führerin auf der Staatsstraße 2280 unterwegs. Auf ihrer Fahrt von Schweinfurt in Richtung Üchtelhausen wechselte ungefähr auf halber Strecke ein Wildschwein kurz vor ihr über die Straße.
Es folgte ein heftiger Zusammenprall, den das Schwein nicht überlebte.
Der Schaden am Auto beträgt rund 3000 Euro.
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