Aus dem Polizeibericht: Sicher zur Schule – Sicher nach Hause!

Wenn heute wieder die Schule beginnt, heißt es aufgepasst. Aber nicht nur für die Schulkinder gilt dies, sondern auch für die Verkehrsteilnehmer auf den Straßen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die noch unsicheren und unerfahrenen ABC-Schützen auf ihren Wegen zur Schule. Autofahrer sind deshalb aufgerufen achtsam zu fahren. Die Unterfränkische Polizei wird mit gezielten Kontrollaktionen verstärkt für Sicherheit auf den Schulwegen sorgen.

Gerade die Erstklässler, für die die ersten Schultage insgesamt sehr aufregend sind und für die vieles neu ist, können auf dem Weg zu ihren Klassenräumen unsicher und unaufmerksam sein. Außerdem verhalten sie sich nicht immer so vorhersehbar wie ihre älteren Mitschüler. Autofahrer werden daher gebeten, rund um Schulen und im Bereich von Haltestellen generell vorsichtig und speziell in den kommenden Tagen aufmerksam, stets bremsbereit und rücksichtsvoll zu fahren - damit jedes Kind gesund zur Schule und auch unversehrt wieder nach Hause kommt.

Aber auch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, können einen großen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. Handeln Sie verantwortungsbewusst und fahren sie nur los, wenn die Kinder im Fahrzeug richtig angeschnallt sind – auch auf kurzen Strecken. Verwenden sie dem Alter angepasste und für ihr Fahrzeug geeignete Rückhaltesysteme, die ihr Kind optimal schützen. Und natürlich sollten Sie auch selbst den Sicherheitsgurt stets anlegen und den Kindern somit ein Vorbild sein.

Die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg genießt eine herausragende Bedeutung. Nach wie vor besteht hier Handlungsbedarf, da im Jahr 2015 in Unterfranken die Zahl der Schulwegunfälle leicht angestiegen ist. Bei insgesamt 51 Schulwegunfällen wurden 61 Schüler leicht und 11 Schüler schwer verletzt. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken appelliert die Unterfränkische Polizei an alle Verkehrsteilnehmer mit der entsprechenden Vorsicht und besonderer Aufmerksamkeit am Straßenverkehr teilzunehmen. Die Polizei Unterfranken nimmt auch in diesem Jahr den Schulbeginn zum Anlass, verstärkt Geschwindigkeits- und Gurtkontrollen im Bereich von Schulen und Kindergärten durchzuführen. Vom 13. bis 30. September 2016 werden deshalb die Aktionstage im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ durchgeführt. Insbesondere die Sicherung der kleinsten Verkehrsteilnehmer wird hier im Focus stehen.

Vor allem die Eltern sind gefragt, wenn es um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg geht. Die Unterfränkische Polizei hat gerade für Eltern deshalb folgende Tipps zur Hand:

Übung macht den Meister
Gehen Sie rechtzeitig gemeinsam mit ihrem Kind mehrmals den sichersten (nicht den kürzesten) Weg zur Schule ab, damit das Kind den Weg am Schulstart schon kennt und an die Gegebenheiten der Route gewöhnt ist. Wenn in den ersten Tagen alles neu und aufregend ist, ist es von Vorteil, wenn wenigstens der Schulweg schon bekannt und in den Köpfen der Kinder abgespeichert ist. Erkundigen Sie sich bei ihrer Gemeinde nach Schulwegplänen mit den sichersten Fußgängerüberwegen.

Training bringt Sicherheit
Trainieren sie mit ihrem Kind intensiv das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Erklären sie ihm insbesondere, dass es auch an Fußgängerüberwegen vor dem Überqueren von Straßen zuerst stehen bleiben und auf den Verkehr schauen muss. Erst wenn die Fahrzeuge tatsächlich halten, sollen die Kinder los laufen.

Gemeinsam ist man stark
Sinnvoll ist es, wenn Kinder sich in kleinen Gruppen verabreden und den Weg zur Schule zusammen bewältigen. Vielleicht findet sich auch ein Kind aus einer höheren Klasse, das gemeinsam mit jüngeren Schülern den Schulweg läuft.

Keine Hektik entstehen lassen
Bereiten Sie gerade in den ersten Tagen alles vor und stehen Sie rechtzeitig mit den Kindern auf, damit sich das Schulkind am Morgen entspannt und ohne Zeitdruck auf den Weg machen kann.

Sehen und gesehen werden
Wichtig ist außerdem, dass Eltern ihren Kindern die richtige Kleidung anziehen. Helle und bunte Kleidung sowie Reflektoren auf Jacken und Schulranzen erhöhen die Sichtbarkeit der Kleinen, was besonders in den Morgenstunden extrem wichtig wird.

Radfahrende Kinder
Für Schulanfänger ist es schwer, mit den Anforderungen des Straßenverkehrs auf dem Rad zurecht zu kommen. Die Kinder sollten deshalb erst nach Bestehen der Radfahrprüfung in der 4. Klasse mit dem Rad zur Schule fahren – und dann natürlich den Helm nicht vergessen!

Mit Bus und Bahn zur Schule
Auch an Haltestellen kann es beispielsweise beim Warten bzw. auf dem Weg zu Bus und Straßenbahn zu schwierigen Situationen kommen. Kinder sollten sich nur in den sicheren Bereichen der Haltestellen aufhalten. Auch beim Überqueren der Fahrbahn vor und hinter Bussen immer vorsichtig sein und insbesondere auf eventuell den Bus überholenden Autos achten!


Die Sicherheit unserer Kleinsten liegt uns besonders am Herzen. Deshalb setzt die Polizei auch auf Prävention und hat in Städten und Landkreisen Verkehrserzieher im Einsatz, die den jungen Verkehrsteilnehmern das richtige Verhalten im Straßenverkehr erklären und schwierige Situationen trainieren.

Aber auch die Verkehrswacht mit ihren Aktionen zur Verkehrssicherheit und die Schulweghelfer leisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen wichtigen Beitrag. Und es werden stets engagierte Personen gesucht, die sich bei Interesse bei jeder Polizeidienststelle melden können.
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