Aus dem Polizeibericht – Höchste Gefahr auf brüchigen Eisflächen!

GRAFENRHEINFELD, LKR. SCHWEINFURT. Zu einem größeren Aufgebot an Rettungskräften kam es am Sonntagnachmittag am Main bei Grafenrheinfeld. Nachdem drei Hunde auf dem nicht mehr tragfähigen Eis eingebrochen waren, eilte eine Besitzerin hinterher und musste letztlich selbst gerettet werden. Insgesamt vier Personen kamen mit einer Unterkühlung in Krankenhäuser.

Gegen 14.40 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken der Notruf ein, dass mehrere Hunde und eine Person auf dem Main ins Eis eingebrochen sind. Unverzüglich machten sich Streifen der Schweinfurter Polizei auf den Weg zum Einsatzort.

Dort stellte sich heraus, dass sich mehrere Hundehalter mit ihren Tieren am Main getroffen hatten. Drei kleinere Hunde liefen auf die nicht mehr tragfähige Eisfläche und brachen ein. Eine 22-jährige Halterin trotzte der akuten Gefahr und eilte ebenfalls aufs Eis. Auch sie brach ein und konnte durch das beherzte Einschreiten dreier weiteren Tierhalter aus dem etwa bauchtiefen Wasser gerettet werden.

Bei Eintreffen der Polizei waren bereits alle vier Personen aus dem Wasser. Übergangsweise brachten die Ordnungshüter die Unterkühlten im Streifenwagen bei maximaler Heizungsleistung unter. Im Anschluss wurden sie vom Rettungsdienst samt Notarzt vor Ort versorgt und schließlich in Krankenhäuser eingeliefert. Mit im Einsatz waren auch zahlreiche Kräfte der örtlichen Freiwilligen Feuerwehren u.a. aus Grafenrheinfeld und Bergrheinfeld.

Die Polizei schließt sich ausdrücklich sämtlichen bereits erfolgten Warnungen an: Eisflächen dürfen aufgrund des Tauwetters nicht mehr betreten werden! Es herrscht akute Lebensgefahr und das nicht nur für denjenigen selbst, sondern auch für Ersthelfer und Einsatzkräfte.

UNTERFRANKEN. Plötzlich einsetzender Eisregen führte am Montagvormittag zu einer Vielzahl von Verkehrsunfällen. Die Polizei musste zu rund 120 Verkehrsunfällen ausrücken, bei ca. zwölf Verkehrsunfällen kam es zu Verletzten. Die Räumdienste, Rettungsdienste, Abschleppdienste und die Polizei waren mit einem Großaufgebot unterwegs.

Die ersten Mitteilungen über Glatteisunfälle gingen um kurz vor 07:00 Uhr bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken ein. So ereignete sich auf der A3 an der Anschlussstelle Helmstadt ein Auffahrunfall zwischen zwei Pkw. In der Folge fuhren auf der vereisten Fahrbahn jedoch ca. 12 Pkw aufeinander und sorgten für eine mehrstündige Vollsperrung der A3 in Richtung Würzburg. Ein Schwerverletzter musste mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Die Regenfront zog weiter über Spessart und Rhön in Richtung Main-Franken. Dort kam es zu weiteren Verkehrsunfällen, die jedoch zum Großteil glimpflich mit Blechschaden ausgingen. In Würzburg stürzten auch mehrere Fußgänger und mussten durch den Rettungsdienst in Krankenhäuser eingeliefert werden. Ein auf dem Radweg zwischen Retzbach und Thüngersheim gestürzter Radfahrer musste ebenfalls mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Aber auch Räumfahrzeuge und Polizeifahrzeuge blieben von den Gefahren des Glatteises nicht verschont. So kam es allein in Würzburg zu zwei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Räumfahrzeugen, in einem Fall konnte auch das Spezialfahrzeug nicht mehr bremsen und fuhr auf einen Pkw auf. Aber auch ein Polizeibeamter konnte in Würzburg trotz vorsichtigster Fahrweise vor dem Unfall, der eigentlich aufgenommen werden sollte, nicht mehr anhalten und rutschte in die Unfallstelle. Auch hier kam es glücklicherweise zu keinen Personenschäden.

An diesem Vormittag waren die Räumfahrzeuge, der Rettungsdienst, die Feuerwehren, die Abschleppdienste und die Polizei im Großeinsatz. Insbesondere die große Anzahl an Abschleppungen führte zu Verzögerungen, da die Abschleppunternehmen an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. In diesem Zusammenhang erinnert die Unterfränkische Polizei noch einmal an eine Änderung in der Straßenverkehrsordnung. Sobald sich ein Stau bildet ist eine Rettungsgasse zu bilden. Nur so kommen Polizei, Rettungsdienste und weitere Hilfsdienste schnell zur Unfallstelle.
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