Aus dem Polizeibericht – Brand auf Klostergelände „Maria Bildhausen“

MÜNNERSTADT, LKR. BAD KISSINGEN. Bei dem Brand zweier Nebengebäude auf dem Areal des Klosters „Maria Bildhausen“ ist in der Nacht zum Montag glücklicherweise niemand verletzt worden. Die Feuerwehr konnte ein Ausbreiten der Flammen verhindern. Der Rettungsdienst kümmerte sich um die Bewohner, vor allem auch nachdem der Strom ausgefallen war.

Gegen 23.50 Uhr erreichte die Einsatzkräfte der Notruf von dem Gelände, dass in zwei Nebengebäuden der Einrichtung ein Feuer ausgebrochen ist. Bei Eintreffen von Polizei und Feuerwehr stand neben der Kegelbahn der Dachstuhl eines weiteren Nebengebäudes in Flammen. Die Freiwilligen Feuerwehren hatten den Brand rasch im Griff und konnten ein Ausbreiten erfolgreich verhindern.

Glücklicherweise befanden sich dem Sachstand nach keine Personen zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in den Gebäuden. Der Rettungsdienst kümmerte sich um die erschrockenen Bewohner, nachdem in deren Wohnbereich auch der Strom ausgefallen war. Das THW leuchtete das Areal aus. Seitens der Freiwilligen Feuerwehren waren die Floriansjünger aus Kleinwenkheim, Großwenkheim, Münnerstadt, Fridritt, Wermerichshausen, Bad Kissingen, Strahlungen, Weichtungen, Löhrieth, Großbardorf und Salz mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort.

Der Grund für den Ausbruch des Feuers ist derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Kripo Schweinfurt. Was die Höhe des Sachschadens anbelangt, dürfte sich dieser im Bereich von einigen hunderttausend Euro bewegen.


Karussell beschädigt und Teile entwendet

Von einem Schausteller, der auf dem Parkplatz eines großen Möbelmarktes im Maintal ein Karussell aufgestellt hat, wurde am Sonntagvormittag eine Anzeige wegen Diebstahls und einer Sachbeschädigung erstattet.
Bei der Inaugenscheinnahme vor Ort wurde eruiert, dass der oder die Unbekannten vermutlich in der Nacht zum Sonntag hier am Werk waren und einen groben Unfug getrieben haben.
Unter anderem fehlen jetzt zwei Neonröhren, zwei Blinker zweier Motorräder und eine LED-Leuchte mit Kappenbirne. Außerdem wurde auch noch die Bolzenverbindung eines Rennautos gelöst. Eventuell sollte das Auto ebenfalls entwendet werden.
Der Gesamtschaden ist vom Opfer auf rund 100 Euro geschätzt worden.


Zwei Fahrräder wechselten „unfreiwillig“ ihren Besitzer

Zwei Fahrraddiebstähle sind am Sonntag zur Anzeige gebracht worden.
Zu den jeweiligen Dieben und ihrer Vorgehensweisen liegen noch keine Hinweise vor.
Ein Fall ereignete sich auf dem Parkplatz am Schweinfurter Baggersee. Hier sperrte am Samstagabend das spätere Opfer sein „Winora Senegal“ in den Farben Schwarz und Orange, mit einem Zeitwert von rund 200 Euro, mit einem Seilschloss an einen Holzzaun an.
Als er es am Sonntagmittag wieder holen wollte, war es samt dem Schloss verschwunden. Der Holzzaun, an dem es von seinem Eigentümer angeseilt worden war, wies jetzt einige Beschädigungen auf.

Der andere Diebstahl wurde von der Straße „Am Friedhof 34“ gemeldet.
Die Tatzeit liegt hier ebenso wie im vorhergehenden Fall zwischen Samstagabend und Sonntagmittag.
Die Fahrradbesitzerin stellte ihr silberfarbenes Winora Damenfahrrad im Zeitwert von vielleicht noch 100 Euro am Fahrradständer im Hofraum des Mehrfamilienhauses ab. Auch dieses verschwand auf bisher noch unbekannte Art und Weise vom Tatort.


Schaufenster mit einem Stein eingeworfen

Gegen 22.30 Uhr teilte ein Passant am Sonntagabend in der Polizeiwache mit, dass das Schaufenster der Bäckerei in der „Neue Gasse 38“ beschädigt sei.
Die wenige Minuten später zum Tatort hinbeorderte Streifenwagenbesatzung musste die Angaben des Zeugen bestätigen. Vermutlich mit einem Stein wurde die Schaufensterscheibe der hier ansässigen Bäckerei eingeschlagen beziehungsweise eingeworfen.
Zur Absicherung bezüglich einer eventuellen Verletzungsgefahr durch Unbeteiligte oder eines möglichen widerrechtlichen Eindringens wurde die Feuerwehr verständigt, die mittels Spanplatten die Gefahrenstelle „dicht“ machte.
Über einen genauen Tatzeitpunkt der mutwilligen Sachbeschädigung oder Hinweise zu einem möglichen Täter ist bisher noch nichts bekannt.
Der Schaden dürfte 1000 Euro betragen.

Etwaige verdächtige Wahrnehmungen dazu bitte an die Polizeiinspektion richten.


Betrüger ermittelt - kassierte Provision für eine Wohnungsvermittlung, obwohl er gar keine Wohnung im Angebot hatte

Ein Beamter des Ermittlungsdienstes konnte einem Betrüger das Handwerk legen. Der Täter, ein irakischer Staatsbürger, der schon seit vielen Jahren in Schweinfurt lebt und mehrere Sprachen beherrscht, kassierte von einem syrischen Asylbewerber eine Wohnungsvermittlungsprovision. Der Clou des Ganzen war, dass der Betrüger eine Wohnung anbot, die gar nicht zur Vermietung anstand.

Ein in einer Landkreisunterkunft wohnender Asylbewerber suchte für sich und seine Mutter schon länger eine Wohnung im Stadtgebiet. Dazu stellte ein Mitinsasse den Kontakt zwischen dem Opfer und seinem späteren Betrüger her.
Als es Ende März zum ersten Zusammentreffen zwischen dem späteren Opfer und dem Täter kam, hatte der bereits gut vorgearbeitet.
Er hatte zuvor bei einem ahnungslosen Wohnungsbesitzer vorgesprochen. Mit dem Hinweis, dass ein guter Bekannter eine Wohnung suche, die dieser frappierend ähnlich sehen soll, bat er darum, diese ihm einmal zeigen zu können. Nachdem der Mann, ohne eine Gegenleistung zu erhalten, zugestimmt hatte, kam es am 25. März zur Besichtigung dieser Wohnung.
Bei einem positiven Vertragsabschluss wurden 700 Euro Provision zwischen Täter und Opfer ausgehandelt. Weil dem Syrer die gezeigte Wohnung zusagte, verlangte der Täter sofort 200 Euro Vorschuss und bei Vertragsabschluss die restlichen 500 Euro.
Das Opfer zahlte sodann die 200 Euro.
Bei einem erneuten Treffen zwei Tage später sollte der Mietvertrag für diese „Mietwohnung“ abgeschlossen werden. Wegen diverser Meinungsverschiedenheiten kam es jedoch nicht zu einem „Vertragsabschluss“ und die Parteien gingen im Streit auseinander. Danach war der Betrüger für seinen Vertragspartner nicht mehr erreichbar. Richtigerweise erstattete der Geprellte nun Anzeige bei der Polizei.
Der zwischenzeitlich ermittelte 39-jährige Täter ist kein unbeschriebenes Blatt bei der Polizei und schon mehrfach und auch einschlägig in Erscheinung getreten.
Er wird jetzt wegen Betruges bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.



Aus dem Landkreis


Verkehrsgeschehen:


Schwerlastverkehrskontrolle am vergangenen Freitag
B 286, Parkplatz bei Kolitzheim

Am vergangenen Freitag haben Beamte der Polizeiinspektion Schweinfurt eine umfangreiche Kontrolle des Schwerlastverkehrs durchgeführt. Die Sonderkontrolle fand in beiden Fahrtrichtungen auf den Parkplätzen an der Bundesstraße 286 bei Kolitzheim statt.
Die Ordnungshüter der Polizeiinspektion Schweinfurt wurden unter anderen von Beamten der OED -Operativen Ergänzungsdienst Schweinfurt-, sowie von den „Fachmännern“ des Schwerlastverkehrstrupp der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck unterstützt.
Ziel dieser Kontrollaktion war es, Verstöße gegen die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere im Bereich Fahrpersonal- und Sozialvorschriften, sowie Ladungs- und Geschwindigkeitsverstöße, festzustellen.
Es wurden insgesamt 35 Lkw und zwei Kleintransporter einer Verkehrskontrolle unterzogen. Hierbei konnten mehrere Verstöße wegen Ladung, Geschwindigkeit und Lenk- & Ruhezeit geahndet werden. Sechs ausländische Lkw-Fahrer mussten dafür eine Sicherheitsleistung hinterlegen.
Unter anderem wurden ein Sattelzug mit ukrainischer Zulassung und sein Fahrzeugführer einer Kontrolle unterzogen. Es wurde festgestellt, dass seine Ladung weder formschlüssig, noch gesichert auf dem Anhänger stand. Erst nach Zahlung einer Sicherheitsleistung und Sicherung der Ware konnte dieser seine Fahrt fortsetzen.
Bei einem polnischen Kleintransporter mit ukrainischen Fahrzeugführer wurde eine illegale Beschäftigung von Ausländern festgestellt. Dieser Fahrzeugführer wurde direkt an die für solche Verstöße zuständige Behörde, dem Hauptzollamt Schweinfurt, zur weiteren Bearbeitung überstellt.



Für alle ungeklärten Fälle bittet die Polizeiinspektion Schweinfurt, unter der Rufnummer 09721/202-0, um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.
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