Aus dem Polizeibericht: Amtsrichter greift durch – Fünf Monate ohne Bewährung für algerischen Flüchtling

SCHWEINFURT. Ein 20-jähriger Bewohner einer Asylbewerberunterkunft sitzt seit Mittwochnachmittag in Haft. Der Anklage der Staatsanwaltschaft Schweinfurt folgend verurteilte das Amtsgericht Schweinfurt den Mann einen Tag nach der Tat wegen Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Die Ermittlungen führte die Polizeiinspektion Schweinfurt.

In der Nacht zum Dienstag, gegen 00.35 Uhr, waren mehrere Streifen der Schweinfurter Polizei zu der Asylbewerberunterkunft im Kasernenweg ausgerückt. Der Sicherheitsdienst hatte die Beamten um Unterstützung gebeten, nachdem es zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Bewohnern im Alter von 20 und 28 Jahren gekommen war. Letzterer hatte dabei eine blutende Wunde im Gesicht erlitten. Beim Versuch dazwischen zu gehen schlug der 20-Jährige mit einer Keramikscherbe nach einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Dieser konnte noch rechtzeitig ausweichen und blieb unverletzt.

Die Schweinfurter Polizei nahm den 20-jährigen algerischen Staatsangehörigen in Gewahrsam. Auf dem Weg zum Streifenwagen wollte sich der 20-Jährige losreißen und schlug einem Beamten mit dem Ellenbogen ins Gesicht. Dieser wurde dadurch leicht verletzt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurden noch in der Nacht die Ermittlungen intensiv vorangetrieben und die vorläufige Festnahme zur Durchführung der Hauptverhandlung gegen den 20-Jährigen angeordnet.

Am Mittwochnachmittag wurde der in der jüngeren Vergangenheit wiederholt strafrechtlich in Erscheinung getretene 20-Jährige nur einen Tag nach der Tat verurteilt. Das Amtsgericht Schweinfurt verhängte gegen ihn eine Freiheitsstrafe von fünf Monaten ohne Bewährung. Die Beamten brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt.
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