Auf den Spuren der legendären 89/90er-Mannschaft

Am Sonntag darf erneut gehofft werden. Für den FC Schweinfurt 05 und 31 weitere Fußballclubs steht die Ziehung der 2. DFB-Pokal-Hauptrunde an. Übertragen wird die Zeremonie aus dem Dortmunder Fußballmuseum live ab 18 Uhr in der ARD-Sportschau.
Egal, wen der FC Schweinfurt 05 zieht, fest steht auf jeden Fall, dass es ein weiteres Heimspiel geben wird und dass zu den 155.000 Euro aus der 1. Hauptrunde nun noch einmal 310.000 Euro als weitere Prämie oben drauf gesetzt werden. Damit erfährt der ohnehin schon solide geplante Etat noch einen willkommenen Geldregen, der die Suche nach einem torgefährlichen Angreifer erleichtern wird. Hinzu kommen noch Zuschauereinnahmen, die jedoch von der Attraktivität des Gegners abhängen werden. Die Chancen stehen gut, weil wieder aus zwei Töpfen gelost wird. In Topf eins sind alle verbliebenen Erst- und Zweitligisten und in Topf zwei alle verbliebenen Drittligisten mitsamt dem letzten verbliebenen Viertligisten FC Schweinfurt 05.
Für 15.000 Zuschauer ist das Willy-Sachs-Stadion ausgelegt. Ausverkauftes Haus dürfte aber nur bei einem Top-Bundesligisten gewährleistet sein.
Immerhin knapp 5.000 waren aber schon in der 1. Runde gegen Zweitligist Sandhausen gekommen. Dass ein Zweitligist schlagbar ist, lässt bei dem einen oder anderen durchaus auch den Wunsch nach einem weiteren Zweitligisten aufkommen.
Immerhin könnte damit erstmals seit 18 Jahren wieder ein DFB-Pokal-Achtelfinale erreicht werden. Der Einzug in die 3. Runde in der Saison 1989/90 war der bis dahin größte DFB-Pokalerfolg der Vereinsgeschichte. Der FC 05 hatte damals unter Trainer Werner Lorant ein starkes Team, das am Ende der Saison von der damaligen Bayernliga (!) in die 2. Bundesliga aufgestiegen war.
Einem Bundesligisten ging der FC 05 damals aus dem Weg. Dem 1:0- Erfolg gegen Hamburg-Altona 98 folgte ein viel beachtetes 4:2 gegen Zweitligist Blau-Weiß 90 Berlin, ehe im Achtelfinale gegen die damals ebenfalls in der 2. Bundesliga spielende Eintracht Braunschweig mit einem 0:2 Endstation war. Sollte sich die Geschichte wiederholen, kann der FC 05 nach einem erfolgreichen DFB-Pokal-Auftritt am Ende auch die Meisterschaft feiern.
Doch soweit denkt derzeit noch niemand. Für den FC 05 wird es kein schlechtes Los geben. Er wird in jedem Fall in der Außenseiterrolle sein und entsprechend befreit aufspielen können. Ein volles Haus ist dabei ebenso reizvoll, wie die Möglichkeit auf den Einzug in das DFB-Pokal-Achtelfinale.
Ein hoch erfreuter FC-05-Präsident Markus Wolf sagte nach dem Schlusspfiff gegen Sandhausen „das Spiel hat gezeigt, zu was die Mannschaft in der Lage ist zu leisten“. Es habe aber auch gezeigt, dass es schwer sei einen neuen torgefährlichen Stürmer zu bekommen, weil das Team offensiv schon jetzt hervorragend aufgestellt sei. „Helfen kann da nur jemand aus der 1. oder 2. Bundesliga“ hat der Vorsitzende erkannt. „Wir werden daher die Antrittsprämie der 2. Runde nicht in einen neuen Spieler investieren, sondern in die Tilgung von Altlasten, die ja immer noch vorhanden sind“. Wie Wolf weiter ausführte, wünscht er sich deshalb einen „machbaren“ Zweitligisten, um dann im Achtelfinale auf einen der Top-Favoriten zu treffen. 600.000 weitere Euro wären dann sicher. Sein Wunschgegner wären der Club, Greuther Fürth oder Eintracht Frankfurt, also Teams aus dem näheren Einzugsbereich, die einen vollen Gästeblock garantieren würden.
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