70 Jahre Sozialverband VdK Bayern: Eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft

Der Sozialverband VdK Bayern feiert heute im Hubertussaal des Nymphenburger Schlosses sein 70-jähriges Gründungsjubiläum. Als Festredner ist Ministerpräsident Horst Seehofer geladen. Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter und die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und VdK-Landesvorstandmitglied, Verena Bentele, werden Grußworte sprechen. Hochrangige Gäste aus Politik, Sozialorganisationen und Justiz werden erwartet, darunter Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Sozialministerin Emilia Müller.

Auf das Erreichte kann der VdK Bayern stolz sein. Dem Sozialverband, der am 4. Dezember 1946 in München gegründet wurde, gehören etwa 660.000 Mitglieder an. Längst ist aus der ehemaligen Kriegsopferorganisation ein moderner Sozialverband geworden. Damals wie heute setzt sich der VdK für seine Mitglieder ein: als kompetenter Dienstleister in der Sozialrechtsberatung und als starker sozialpolitischer Interessenvertreter.

VdK-Landesvorsitzende Ulrike Mascher weist in ihrer Rede auf die zentrale Bedeutung der sozialpolitischen Interessenvertretung hin: „Sozialpolitik ist nichts Abstraktes. Entscheidungen in der Renten-, Gesundheits-, Pflege- oder Behindertenpolitik betreffen die Menschen unmittelbar. An unseren Mitgliedern sehen wir, welche Auswirkungen aktuell beispielsweise das sinkende Rentenniveau, die steigenden Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung oder ein zu knapp bemessener Grundsicherungssatz haben. Soziale Gerechtigkeit ist deshalb für uns kein theoretisches Konstrukt, sondern ein ganz konkretes Ziel, für das wir uns politisch einsetzen. Das ist heute nicht anders als vor 70 Jahren.“

Von Beginn an konnte der VdK erfolgreich Einfluss auf die Sozialpolitik nehmen. Jüngste Erfolge sind die Anhebung der Mütterrenten, die Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner sowie die Neuorganisation der Pflegeversicherung, bei der seit Jahreswechsel Demenzpatienten und pflegende Angehörige höhere Leistungen erhalten. Das Engagement des Sozialverbands VdK sei aber kein Selbstzweck, betont Mascher: „Die Weiterentwicklung der Sozialpolitik ist ein Gradmesser für die Entwicklung einer humanen und demokratischen Gesellschaft.“

VdK-Landesgeschäftsführer Michael Pausder bedankt sich für die große Wertschätzung, die der Sozialverband VdK Bayern erfährt. Er kündigt für die nächsten Jahre an, den Einfluss des VdK durch weiteres Mitgliederwachstum und noch größere Präsenz in der Öffentlichkeit zu steigern. „Wir wollen die größte soziale Bürgerbewegung für die kleinen Leute werden“, gibt er als Verbandsziel aus. Das große Vertrauen in der Bevölkerung verdanke der VdK seiner parteipolitischen, konfessionellen und finanziellen Unabhängigkeit. Im Vorfeld der Bundestagswahl werden sieben VdK-Großveranstaltungen in ganz Bayern mit Politikerinnen und Politikern stattfinden, die sich zu den VdK-Forderungen positionieren werden. „Soziale Gerechtigkeit schafft soziale Sicherheit und inneren Frieden. Und soziale Sicherheit beugt Kriminalität und Politikverdrossenheit vor“, ist Pausder überzeugt.
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