365 Tage für die offene Gesellschaft: Initiative startet mit Aktionen in ganz Deutschland

Auf dem Bild zu sehen sind in der Bundespressekonferenz in Berlin v.l.n.r. Martin Roth (Victoria and Albert Museum), Katja Riemann (Schauspielerin), Esra Kücük (Maxim Gorki Theater), Ulrich Lilie (Diakonie Deutschland), Harald Welzer (Sozialpsychologe) (Foto: DIE OFFENE GESELLSCHAFT)
Mit Unterstützung von Stiftungen, Wohlfahrtsverbänden, Kultureinrichtungen, Unternehmen und Prominenten ist am Donnerstag die Initiative Offene Gesellschaft gestartet. Ein Jahr vor der Bundestagswahl ruft die Initiative alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, aktiv für ein offenes und demokratisches Deutschland einzutreten. „Obwohl mehr als vier Fünftel der Wählerinnen und Wähler ihr Votum für Freiheit und Demokratie abgeben, gilt die Aufmerksamkeit der Politik dem einen Fünftel, das eine offene Gesellschaft nicht will“, sagt der Sozialpsychologe und Mitinitiator Harald Weizer in Berlin. „Das wollen wir ändern.“ Ziel der Initiative ist es, der „schweigenden Mehrheit“ im Jahr vor der Bundestagswahl eine Stimme zu geben und eine positive Debatte über die Zukunft der offenen Gesellschaft zu führen. Die Initiative wird von Vertretern der Zivilgesellschaft aus allen Bereichen getragen. „Wir unterstützen die Initiative, weil gerade die Mitte der Gesellschaft ermutigt werden muss, sich für ihre Werte stark zu machen“, sagte der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie, bei der Pressekonferenz. Die Diakonie mit über 400.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und über 700.000 Freiwilligen unterstützt die Offene Gesellschaft mit vielen Veranstaltungen und Aktionen. Auch der scheidende Direktor des Victoria and Albert Museums, Martin Roth, setzt sich ab sofort persönlich für die Initiative ein. „Es ist nicht die Zeit für business as usual. Man muss sich politisch wieder viel mehr für die Demokratie und für die offene Gesellschaft engagieren“, so Roth. Mindestens 365 Aktionen sollen bis zur Wahl unter dem Dach der offenen Gesellschaft in Deutschland stattfinden. Mitmachen kann jeder - Einzelpersonen genauso wie Kommunen, Vereine, Institutionen oder Unternehmen. Die Initiative bietet für alle Interessierten Unterstützung und Leitfäden für eigene Aktivitäten. Gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung wurde zudem ein Förderprogramm ins Leben gerufen, bei dem bis zu 3.000 Euro für die eigene Idee beantragt werden können. Über 50 Aktionen und Veranstaltungen stehen bereits fest, darunter Debatten, Festivals, Barcamps, Lesungen, Filmpremieren oder Theaterstücke. Schon heute hat die überparteiliche Initiative mehr als 700 Freundinnen und Freunde. Hierzu zählen zum Beispiel die Schauspielerin Katja Riemann sowie Esra Kücük vom Maxim Gorki Theater, die am Donnerstag ebenfalls die Initiative in Berlin vorstellen. Unterstützt wird die Initiative u.a. auch vom Präsidenten des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, dem Philosophen Richard David Precht und dem Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld. Gefördert wird die Initiative von der Robert Bosch Stiftung, der Bertelsmann Sttiftung, den Open Society Foundations und der Diakonie Deutschland. Initiatoren sind Alesander Carius, Stefan Wegner, Harald Welzer und Andre Wilkens. Weitere Informationen zum Mitmachen unter: www.die-offene-gesellschaft.de
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