320.000 Kaffeebecher landen bundesweit jede Stunde im Müll – Auch Schweinfurt trägt seinen Teil bei – To-Go-Becher prägen den Müll

Schweinfurt (el) . „Der Schweinfurter mag es sauber“. Das hat Andreas Rehberger von der Abfallberatung am Servicebetrieb Bau- und Stadtgrün bei der Stadt Schweinfurt, schon vor dem Aktionstag des Servicebetriebes mit den Schweinfurter Schulen festgestellt. Die Sensibilisierung von Schülern für eine saubere Umwelt sieht er als wichtige Maßnahme für ein lebenslanges gesundes Umweltbewusstsein an.
Auch in den Schulen wird dieser Gedanke gefördert und so nahmen am jüngsten Aktionstag 703 Schüler aus 36 Klassen von 12 Schulen teil. Es ist erst das zweite Mal, dass dieser Tag in dieser Zusammenarbeit zwischen Servicebetrieb und den Schweinfurter Schulen stattfindet. Wobei der Ausmaß dieser Aktion diesmal viel größer ist, als im vorherigen Jahr. Oberbürgermeister Sebastian Remele selbst, hatte diese Aktion im Vorjahr ins Leben gerufen.
Jede der teilnehmenden Schulen bekam einen Müllsammelbereich zugeteilt. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl konnte damit quasi das ganze Stadtgebiet abgedeckt werden. Ausgestattet mit orangenen Warnwesten, Handschuhen, Greifzangen und Abfallsäcken waren die Schüler also unterwegs, um ihren zugeteilten Bereich von allem möglichem Müll zu reinigen. Immer dabei sind „die üblichen Verdächtigen“ so Rehberger, wie Zigarettenkippen und -schachteln, Taschentücher, jahresbedingt auch Eisverpackungen oder Papiere von Hustenbonbons, und in der jüngsten Zeit vor allem leere Kaffeebecher. Denn ob in den Fußgängerzonen oder in der U-Bahn – Menschen mit Pappbechern in der Hand gehören in Deutschlands Städten längst zum Straßenbild. Die Zahl der Verbraucher, die besonders häufig oder gelegentlich zu Coffee-to-go-Bechern greift, liegt deutschlandweit inzwischen bei 70 Prozent. Der schnelle Kaffee für unterwegs ist beliebt und das hat fatale Folgen für die Umwelt. 320.000 Kaffeebecher landen nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bundesweit jede Stunde im Müll. In Hamburg führen Cafés jetzt ein Pfandsystem für Coffe-to-go-Becher ein. In elf Cafés können Kunden ab dem 1. November einen Mehrwegbecher für 1,50 Euro kaufen. Anschließend können sie den Becher in einem der Cafés wieder auffüllen lassen oder zurückgeben – und so das Pfand wiederbekommen.
Aber auch außergewöhnliche Fünde haben die Schüler machen können, so wurden in Gebüschen ein Verkehrsschild und ein Klappstuhl gefunden. Der gesamte Müll wird an der Schule zentral gelagert und von der Müllabfuhr abgeholt. Als erstes kleines Dankeschön für die Mitarbeit an einer sauberen Stadt, darf jeder Schüler die Handschuhe behalten. Auch Sebastian Remele wird sich im Nachgang der Aktion für das Engagement der Schulen mit einem Beitrag für die Klassenkassen bedanken.
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