Der KiJu-Indoor-Kick für Menschen mit Handycap hat sich als feste Größe im Turnierleben etabliert – Die Spiele waren emotional und spannend

Am Ende konnte es in den beiden Jahrgangsgruppen jeweils nur einen Sieger geben. Und beide Male hieß der Sieger Niederwerrn. (Foto: privat)
Niederwerrn (red). Das Netzwerk Kinder- und Jugendarbeit gab den Startschuss zum ersten inklusiven Fußballturnier. Ein Pfiff und eine souveräne Geste reichen Mario Stabel, um sich den nötigen Respekt zu verschaffen und ein Spiel zu leiten. Dabei ist Stabel einer der wenigen Schiedsrichter mit Handicap. Und vermutlich der einzige, der bayernweit und zuletzt bei der Mini-EM in der Allianz-Arena überzeugen konnte.
Stabel war also so etwas wie der Hauptgewinn für das Netzwerk Kinder- und Jugendarbeit (KiJu e.V.), dass den traditionellen KiJu-Indoor-Kick erstmalig als inklusives Turnier organisierte. Fachlich begleitet wurde das Netzwerk dabei von der offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Würzburg, die zugleich zwei Mannschaften in den Turniergruppen melden konnten. Weitere Mannschaften kamen aus den Städten und Landkreisen Würzburg, Schweinfurt, Kitzingen und Main-Spessart.
Der KiJu-Indoor-Kick hat sich als feste Größe im Turnierleben etabliert. Teilnehmer aus ganz Bayern haben bereits um den Pokal gespielt. Ausgetragen wird das Turnier traditionell im Landkreis Würzburg, dem Sitz des Vereins.
So war es denn ein räumlicher Engpass, der den ersten inklusiven Indoor-Kick nach Niederwerrn brachte. Als Gastgeber habe die Kommunale Jugendarbeit Niederwerrn jedoch langjährige Erfahrung mit Großereignissen, wie Niederwerrns 1. Bürgermeisterin Bettina Bärmann bei der Begrüßung der Teilnehmer betonte. So hatte das Team um Andreas Kaiser, Anke Ostermann und Andrea Brosch gemeinsam mit dem KiJu-Vorständen Bernd Endres und Simon Henche den Organisationsrahmen gestellt.
Die Spiele selbst waren emotional und spannend. Den Teilnehmern war anzusehen, dass sie bereits mit Beginn des Turniers auf Pokaljagt waren. Dank Mario Stabel und Martin Sowka als Schiedsrichter blieben die Spiele dabei aber außergewöhnlich fair und sportlich.
Am Ende konnte es in den beiden Jahrgangsgruppen aber jeweils nur einen Sieger geben. Und beide Male hieß der Sieger Niederwerrn. Bei den unter Sechzehnjährigen konnte Niederwerrn damit nicht nur sein Vorjahresergebnis verteidigen, sondern stellte mit dem Gewinn in mehrmaliger Folge auch einen Rekord auf. Und auch bei den über Sechzehnjährigen platzte der Knoten, nachdem der letzte Titel im Indoor-Kick bereits einige Jahre zurückliegt. Ein Double der besonderen Art.
Insgesamt bestätigte sich der erste inklusive Indoor-Kick als Erfolgsgeschichte, die nach Ansicht der Veranstalter gerne weitergeschrieben werden kann.
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