Besondere Ausstellung machte in der Hugo-von Trimberg-Schule in Niederwerrn Station

Im Bild von links: Kreisjugendpflegerin Andrea Handwerker, Niederwerrns Bürgermeisterin Bettina Bärmann, Landrat Florian Töpper, Helena Dück vom Jugendmigrationsdienst, Niederwerrns Gemeindejugendpfleger und Jugendsozialarbeiter an der Hugo-von-Trimberg Schule Andreas (Foto: Landratsamt Schweinfurt, Uta Baumann)
Heimat, Bürokratiedschungel, Respekt und Toleranz, Sprache und Arbeitssuche – dies alles sind Aspekte, die bei der Integration von jungen Menschen insbesondere auch von jungen Migranten eine zentrale Rolle spielen. Genau darum dreht sich die multimediale Ausstellung „anders? – cool!“, die nun eineinhalb Wochen lang in der Hugo-von-Trimberg Schule Niederwerrn zu sehen war.
Möglich war dies durch eine Kooperation des Jugendmigrationsdienstes Schweinfurt(JMD), der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Schweinfurt (Koja) und der Hugo-von-Trimberg Schule und der Unterstützung seitens der Gemeinde Niederwerrn.
Das Interesse an dem Thema war groß: Insgesamt 23 Schulklassen aus Niederwerrn, Werneck, Gerolzhofen und aus dem Stadtgebiet Schweinfurt besuchten die Ausstellung. Mit großer Begeisterung brachten sich die Schüler ein. Viele der jungen Ausstellungsbesucher hatten selbst oder innerhalb der Familie ausländische Wurzeln. Einig waren sich alle, dass wohl die wenigsten freiwillig ihr Heimatland verlassen und dass es wichtig sei, die Flüchtlinge bei der Integration in unsere Gesellschaft zu unterstützen.
Es war kein Zufall, dass die Ausstellung ausgerechnet in der Hugo-von-Trimberg-Schule Station machte, wie Landrat Florian Töpper bei der Ausstellungseröffnung sagte. Parteiübergreifend habe sich der Landkreis, als die große Flüchtlingswelle kam, der Aufgabe der Unterbringung und Integration der Flüchtlinge offensiv gestellt. Unter anderem hatte der Kreistag im März 2016 einstimmig beschlossen, mit verschiedenen Aktionen das Thema Zivilcourage zu befördern.
Die Wanderausstellung, um die sich der Landkreis beworben hatte, in Niederwerrn zu platzieren lag auf der Hand. „Das Thema Integration ist traditionell und nicht erst seit der Flüchtlingswelle mit Niederwerrn verbunden“, sagte Bürgermeisterin Bettina Bärmann. „Über 50 Nationalitäten integrieren wir in der Gemeinde“, berichtete Andreas Kaiser, Jugendsozialarbeiter an der Schule und Gemeindepfleger in Niederwerrn. Wie die Gemeinde und deren Bürger mit dieser Herausforderung umgehen und umgingen, dafür gab es viel anerkennende Worte. „Die Offenheit in der Mittelschule war beispielsgebend“, sagte Landrat Töpper. Die stellvertretende Schulleiterin Georgia Niemeyer erklärte warum das so ist: „Das Thema liegt uns am Herzen. Die Ausstellung passt zu uns. Wir kennen die Hoffnungen und Schwierigkeiten der Jugendlichen.“
Helena Dück vom JMD Bad Kissingen – Außenstelle Schweinfurt des paritätischen Wohlfahrtsverbandes stellte im Rahmen der Ausstellungseröffnung ihre Arbeit vor. Vier ihrer Schützlinge zeigten auf beeindruckende Weise mit kurzen Vorträgen, wie das Erlernen der deutschen Sprache und Integration gelingen kann.
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