Bayerns Heimatminister Dr. Markus Söder eröffnet die Ufra 2016

  Schweinfurt (rm). Zusammen mit Oberbürgermeister Sebastian Remelé eröffnete am Samstagvormittag Bayerns Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder in Schweinfurt die diesjährige Ufra.
Markus Söder gefiel sich in seiner Rolle als „Franke unter Franken“ und diese Freude war ihm deutlich anzumerken bei seiner Ansprache zur Eröffnung der Ufra 2016 auf dem Volksfestplatz. Noch bis zum kommenden Sonntag kann diese große Leistungsschau für die Region täglich von 10 bis 18 Uhr besucht werden.
„Deutschland ist wunderbar, Bayern ist schön und Franken wunderschön“, so eröffnete er seine Rede und die heitere Pointe zog die handverlesenen Zuhörer schnell auf seine Seite. Und diese klatschten immer wieder Beifall, als Söder über die wunderbaren Verhältnisse schwärmte, in denen wir alle doch leben dürfen. Doch dies sei nicht überall so in Europa. Deutschland sei dabei aber immer noch ein Stabilitätsfaktor und wer sich auch im Ausland näher damit befasse denke dabei „nicht an Berlin oder Bremen, sondern an Bayern“.
Doch die Sogwirkung Bayerns dürfe nicht nur Deutschland und Europa beflügeln, auch im eigenen Lande müsse diese Stärke zu spüren sein. Söder listete deshalb eine ganze Reihe an Maßnahmen auf, die insbesondere nach Franken geflossen seien, um das häufig kritisierte Ungleichgewicht zwischen Nord- und Südbayern zu entkräften. Höchstes Lob zollte er deshalb dem, „was in Schweinfurt passiert“. Dem neuen i-Campus sprach der Staatsminister sogar „fundamentale Bedeutung“ für den Freistaat zu.
Den kleinen und mittleren Unternehmen, die insbesondere auch auf der Ufra vertreten sind, versprach Söder steuerliche Entlastungen. Dies ein Gebot der Stunde, denn sie sollen nicht die Verfehlungen einer europäischen Zinspolitik ausbaden, die ursprünglich als „Medikament und Gleitmittel“ gedacht war, die Schuldenkrise zu „entsoften“. Der Grundsatz einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung sei damit ins Gegenteil verkehrt worden. Auch die CSU-Pläne zur Erbschaftssteuer verteidigte der Minister nachhaltig. Es gehe den Staat doch nichts an, sagte Söder, „wenn ein Familienbetrieb über Jahrzehnte solide wirtschaftet und diesen Betrieb dann an die nächste Generation übergibt, damit dieser erhalten bleibt und weiter Arbeitsplätze zur Verfügung stellt“.
Zum Abschluss seiner Ausführungen ging der Minister auf die Flüchtlingskrise ein. Neun Milliarden Euro wird allein der Freistaat Bayern zur Bewältigung nur dieser Aufgaben in die Hand nehmen müssen. Nach Söders Ausführungen wird Bayern dies als einziges Bundesland ohne Schuldenaufnahme schaffen. Und er verteidigte den Kurs der CSU, deren gutes Recht es sei, sich über die im Asylverfahrensgesetz eindeutig festgeschriebene Rückführung von Flüchtlingen Gedanken macht, wenn in deren Heimatländern wieder Friede eingekehrt ist. Und auch Mittel und Wege zu finden, um Parallelgesellschaften zu vermeiden sei legitim, denn es könne nicht sein, dass sich der Staat in manchen Städten schon zurück gezogen hat und ganze Stadtteile irgendwelchen Clans überlässt.
Eingangs hatte Oberbürgermeister Sebastian Remelé die Zeit zwischen der letzten und nun neu eröffneten Ufra passieren lassen. Vor allem der Rückzug der US-Amerikaner, die teilweise mit bis 12.000 Menschen in der Stadt lebten, habe tiefe Spuren hinterlassen. 80 ha städtischer Raum müssen nun konvertiert werden. Es sei gut zu sehen, dass Dienstleistung und Handwerk aber weiterhin ihren festen Platz in der Stadt haben. In diesem Zeiten sei es besonders wertvoll, dass auch wieder alle drei Partnerstädte Schweinfurts auf der Ufra Präsenz zeigen. Aus Chateaudun ist sogar Bürgermeister Alain Venot mit einer größeren Delegation angereist.
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