Topspiel der Woche: Kreisliga Schweinfurt: TSV Grafenrheinfeld – TSV Bergrheinfeld, Sonntag, 26. November, 14 Uhr

Grafenrheinfelds Co-Trainer Michael Lutz
Grafenrheinfeld: TSV Grafenrheinfeld | Zu einem brisanten Lokalderby kommt es am letzten Spieltag vor der Winterpause in Grafenrheinfeld, wenn der TSV den Nachbarn über dem Main, den TSV Bergrhreinfeld empfängt. Mit nur 13 Punkten auf dem Konto stehen die „Rafelder“ auf dem 13. Platz in der Tabelle, auf einem Relegationsplatz, während der Gegner, die „Berger“, 24 Punkten auf dem Konto haben, damit auf dem sechsten Rang stehen und nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer Altbessingen liegen.Nicht so richtig in die Spur kam der Aufsteiger von Rundenbeginn an, wie auch Co-Trainer Michael Lutz, der anstelle von Cheftrainer Mroczek Klaudiusz, Rede und Antwort stand, erklärt: „Wir hatten uns die Saison in der Kreisliga auch anders vorgestellt und mehr erhofft, als Relegationsplatz 13,.“ Schon beim Saisonstart fehlten ständig mehrere Stammspieler und wir konnten nie komplett auflaufen. Das gipfelte in der Partie gegen Gerolzhofen, wo wir mit sechs Spielern aus der 2. Mannschaft antraten“. Schmerzlich vermisst wird außerdem Torjäger Daniel Riedmann, der fast die gesamte Vorrunde wegen Verletzung fehlte. „Natürlich ließen wir unnötig Punkte liegen, waren meist auf Augenhöhe mit dem Gegner und scheiterten am eigenen Unvermögen so wie beim Spiel in Eßleben, wo wir dreimal führten und am Ende nur ein 5:5 erreichten“, klagt der Co-Trainer weiter. Mahnend erhebt Lutz, der in der vorigen Saison noch selbst Spieler im Kader war, den Zeigefinger im Hinblick auch auf die eigene Truppe: „Die Kreisliga ist ausgeglichen und es kann jeder jeden schlagen, wenn eine Mannschaft zusammenhält, Teamgeist zeigt und auch im Training mit mehr Engagement zu Werke geht.“ Es muss mehr „zusammengelangt“ werden und das macht dann auch den Unterschied im Spiel aus. Die Stimmung in der Mannschaft ist weiterhin hervorragend, wie schon die ganzen drei Jahre unter Trainer Klaudiusz Mroczek, der bereits im vierten Jahr die „Schwarz-weißen Bomber“ trainiert, denn so nennen sich die „Rafelder“ auch. Meist 18 Leute, aber nie unter 15 Mannen, was seinesgleichen sucht in dieser Liga, sind beim Training zugegen.
Zum letzten Match vor der Winterpause treffen die „Schwarz-weißen Bomber“ auf Bergrheinfeld. Ganz selten trafen die beiden Vereine aufeinander, denn der Rivale spielte immer in höheren Ligen, sodass es selten zu einem echten Duell um Punkte kam. Fachmännisch, nüchtern und sachlich stellt Co-Trainer Lutz fest: „Das ist ein echtes Derby wie Dortmund gegen Schalke. Mehr Derby geht nicht. Ein Highlight für unsere treue Fangemeinde. Im Hinspiel verloren wir deutlich und wollen uns dafür revanchieren. Sie haben mehr Punkte als wir, sind spielstärker und erfahrener als wir, aber auf jeder Seite stehen elf Spieler. Wir haben nichts zu verlieren und werden alles in die Waagschale werfen.“ Der Grafenrheinfelder Kader ist vollständig und es sind keine akut Verletzten zu beklagen. „Wenn wir wie ein Team spielen, können wir auch die drei Prunkte holen, die wir dringend brauchen um in dieser Klasse zu bleiben, was möglich ist.“

Der Blick geht Richtung Tabellenspitze


Bergrheinfeld (eva). Wird gespielt, oder fällt die Partie aus, diese Frage beschäftigt den Bergrheinfeld Trainer Wolfgang Hau derzeit am meisten. Sollten die Platzverhältnisse in Grafenrheinfeld kein Spiel zulassen, dann wäre dies für die Berger das dritte Spiel in Folge, das ausfällt. Und dies wiederum zöge „einen picke packe vollen Spielplan im kommenden Frühjahr hinter sich“, so Trainer Hau.Ein was positives hatte die Absage des Spieles in Altbessingen für den Bergrheinfelder Trainer, er konnte sich den Gegner bei seinem Auftritt in Nordheim ansehen. Zwar erlebte er eine glatte 0:3 Niederlage der Grafenrheinfelder mit, die sei aber zu hoch ausgefallen. „Grafenrheinfeld hatte eindeutig mehr Spielanteile, Nordheim dagegen die besseren Torchancen. Und die haben die Nordheimer kalt genutzt, während Grafenrheinfeld selbst einen Elfmeter verschossen hat.“
Trotz des fehlenden Torerfolges, Wolfgang Hau sieht in der Offensivabteilung des Nachbarn den besten Mannschaftsteil. „Den Grafenrheinfeldern fehlt ihr Leader Daniel Riedmann. Der Daniel hat die Mannschaft in der Aufstiegssaison geführt. So einen Mann kannst du nicht leicht ersetzen.“ In Nordheim hat sich der Langzeitverletzte zwar aufgewärmt, zum Einsatz kam er aber nicht. „Vielleicht wollte ihn der Grafenrheinfelder Trainer beim Stand von 0:3 nicht mehr bringen. Vielleicht wurde er aber für das Derby geschont“, mutmaßt Hau.
Das Derby, das zum Saisonauftakt über 600 Zuschauer auf das Bergrheinfelder Sportgelände gelockt hat, es wird diesmal wohl vor einer kleineren Kulisse stattfinden. Zu groß ist der Abstand beider Mannschaften in der Tabelle. Bergrheinfeld steht auf Platz 6 mit Blickrichtung nach oben. „Wenn wir letzte Woche in Altbessingen gespielt und gewonnen hätten, dann wären mit denen bereits punktgleich.“ Bergrheinfeld wäre dann mit dem Tabellenführer gleichgezogen. Der Nachbar aus Grafenrheinfeld steht hingegen auf dem Relegationsplatz, punktgleich mit Egenhausen, das den zweiten Abstiegsplatz belegt.
Von der Papierform aus gesehen gibt es somit nur einen Favoriten, den TSV Bergrheinfeld. Mit dem Vergleich konfrontiert bemüht Hau das berühmte Phrasenschwein: „Derbys haben immer ihre eigenen Gesetze.“ Dennoch bleibt den Berchern die Favoritenrolle. Dem Trainer stehen alle Spieler zur Verfügung, In der zweiwöchigen Zwangspause konnten die angeschlagenen Spieler regenerieren. Während Grafenrheinfeld der Leader fehlt, haben die Bergrheinfelder in Florian Streng und Alexander Pösl zwei Top-Goalgetter. Zudem, motivieren muss man keinen Spieler, wenn es in das Nachbarschaftsduell geht, „da rennt jeder bis zum Umfallen.“
Letzteres lässt sich leicht verschmerzen, steht dann doch die Winterpause auf dem Programm. Zwar wird man einige Hallenturniere bestreiten, aber ein festes Training findet in den kommenden acht Wochen nicht statt. Dies liegt auch daran, dass man bei den vielen Abteilungen, die der TSV besitzt, einen engen Hallenbelegungsplan hat. Zum ersten Pflichttraining 2018 will Hau seine Mannschaft um den 20. Januar bitten. Knappe vier Wochen später, am 25. Februar, steht dann bereits das erste Punktspiel 2018 auf dem Programm.Gegner ist der derzeit mit Bergrheinfeld punktgleiche FC Gerolzhofen.
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