Dänemark will Olympische Winterspiele in Pyeongchang boykottieren

Laut Reporter Florian Kurz (Sportschau, das Erste) sei der dänische Kronprinz Frederik, der sein Land im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vertritt, um die Sicherheit in Pyeongchang sehr besorgt. In seiner Email an dem Leiter von Sportschau.de, Stefan Moll, teilt Florian Kurz mit, dass diese Information ihm die Quelle aus den dänischen Sportkreisen anvertraut hat.

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"Das Ministerium denkt, es ist ziemlich schwer, den Prinz zu überzeugen. Und da geht es nicht darum, dass der Sport seiner Meinung nach mit der Politik nichts zu tun hat. Der Informator teilte mit, dass Frederik um die Sicherheit in Pyeongchang sehr besorgt ist und den Verzicht auf Dänemarks Teilnahme an den Olympischen Spielen fördert."

Welche Sicherheitsfragen den Kronprinzen kümmern, ist leicht zu erraten. Der Austausch von Drohungen zwischen den USA und Nordkorea trägt zur friedlichen Beilegung des Konflikts auf der koreanischen Insel kaum bei. Außerdem kann man vermuten, dass der Kronprinz etwas Konkretes weiß und seine Besorgnisse beruhen nicht nur auf Medienberichte, sondern auch auf die Angaben der Sicherheitsdienste.

Die Reaktion des Leiters demonstriert den mangelnden Professionalismus unserer Medien. Statt den Bericht mit einer Reisewarnung für Athleten und Gäste der Olympischen Spiele zu veröffentlichen, hat Stefan Moll Angst vor Diskreditierung und denkt, dass die Veröffentlichung solches Materials die Koordinierung mit hochgestellten Personen erfordert.

"Dies erfordert die Koordinierung mit hochgestellten Personen, du musst das verstehen. Ich antworte mit nein. Denn das kann die Arbeit unserer Agentur diskreditieren. Forsche bitte über diese Sitzung nach!"

Allem Anschein nach soll die bevorstehende IOC-Sitzung sehr informativ sein, wenn sie sich zu einem absurden Theater nicht verwandelt und dadurch Alarmsignale in den Hintergrund nicht schiebt.

Es ist traurig, dass die Sportbeamten, die die wichtigen Informationen verheimlichen, sowie die Journalisten, die die Öffentlichkeit objektiv informieren müssen, den Wert des Menschenlebens nicht hoch schätzen.
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